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Razzia als Ausweg der Mullahs um dem Ausbruch der Demonstrationen in Teheran entgegenzuwirken |
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Friday, 15 July 2005 |
Demonstration in Teheran – Stellungnahme Nr. 2
Furchtvoll gegenüber den Ausdehnungen der gestrigen
regierungsfeindlichen Demonstrationen in Teheran setzte das Regime
tausende von Unterdrückungstruppen inklusive der
Staatssicherheitskräfte (State Security Forces (SSF)), Ziviloffiziere
und Geheimdienstagenten, um brutal gegen die Demonstranten
durchzugreifen, insbesondere gegen Frauen und Jugendliche.
Der Protest, welcher um 17.00 Uhr begannen, stieg schnell zu einer
Menge von tausenden Protestanten an, als viele Menschen und junge
Männer sich anschlossen. Der Protest war zur Unterstützung von
Modjahedin und anderer dissidenter politischer Gefangener. Viele dieser
Gefangenen führten seit mehreren Wochen einen Hungerstreik.
Von Beginn des Protestes beschwerten über 1.500 Unterdrückungstruppen,
die mit Schlagstöcken und Tränengas ausgestattet waren, die Menge und
fingen an auf sie einzuschlagen und sie gewaltsam anzugreifen.
Trotz der harten Razzia, setzten die Protestanten ihre Parolenrufe
"Nieder mit dem Diktatur", "Freiheit, Freiheit", "Freilassung aller
politischer Gefangener", "Waffen, Panzer, Bassijis sind nicht mehr
wirksam" und " Wir wollen keine Gewaltherrschaft, Söldner und Polizei"
fort und kollidierten mit den Sicherheitskräften und schlugen einige
von denen zusammen. In einigen Gebieten, einschließlich der Farvardin
Strasse, setzten Jugendliche Reifen in Flammen und stellten Barrikaden
auf, um die Angriffe zu stoppen.
Gegen 19.00 Uhr entsandte die klerikale Regierung spezielle Einheiten,
um gegen die Ausschreitungen vorzugehen. Diese fuhren auf Motorrädern
zum Enghelab Platz und Strasse, der Hauptort der Zusammenstöße, welche
sich auch weiter bis 20.30 Uhr in Kargar, 16. Azar, Brown, Farvardin
und Fakhr-e Razi Strassen fortsetzte. Hunderte von Menschen wurden
verletzt oder zusammengeschlagen und weitere hunderte wurden inhaftiert
und an unbekannten Standorten verschleppt.
Ein SSF Kommandeur Mahmoud Jafar-Nassab, der recht zornig und
beängstigt darüber war, dass einige Protestanten "das Porträt von
Rajavi hochhoben", befahl seinem Untergeordneten, schnell das Poster zu
entreißen. Ein SSF welcher sich weigerte, junge Mädchen und ältere
Frauen anzugreifen, wurde bestraft und am Schauplatz von seinem
Kommandeur verhaftet.
In einer Mitteilung an Modjahed und andere dissidente Gefangene, wie
auch an die Jugendlichen in Teheran, beglückwünschte Maryam Rajavi,
gewählte Präsidentin des iranischen Widerstandes, sie zur Brechung der
Atmosphäre, der Einschüchterung und dem entgegenwirken der
unterdrückenden Maßnahmen der Mullahs und sagte: " Keine Macht kann den
Widerstand des iranischen Volkes für Demokratie und Souveränität sowie
den anhaltenden Wunsch der Jungendlichen im Iran nach einer neuen
Gesellschaft und einen demokratischen Wechsel hindern."
Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
13.Juli 2005 |