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Ausbreitung von Demonstrationen und Streiks |
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Monday, 18 July 2005 |
Demonstrationen und Streiks in Mahabad weiten sich in andere Städte der Provinz Kurdistan aus.
Ein Offizier des Sicherheitsapparats wurde getötet.
Die regimefeindlichen Demonstrationen und Streiks in Mahabad, die nach
Ermordung eines jungen Mannes, Namens Seyed-Kamal Ghader (bekannt als
Shuvaneh) begannen, dauern weiter an. In den einwöchigen
Demonstrationen wurden zahlreiche Banken, Fahrzeuge und Gebäude der
Behörde in Flammen gesteckt.
Am vergangenen Freitag versammelten sich Jugendliche in den
Stadtteilen, wie beispielsweise Mollahjani, und haben gegen das Regime
demonstriert, Straßensperren verrichtet und alte Reifen angezündet.
Das Mullah-Regime schickte Spezialeinheiten aus den Städten Sanandaj,
Orumiyeh, Mianduab und Naghdeh in das Krisengebiet. Dem zu trotz haben
die Jugendlichen und Frauen während ihrer regimefeindlichen
Demonstrationen, die Bekanntgabe und Bestrafung der Verantwortlichen
für das barbarische Verbrechen in Mahabad am letzten Dienstag gefordert.
Die Sicherheitskräfte gingen am Freitag mit Tränengas und Schlagstöcke
gegen die aufgebrachten Demonstranten vor. Die auf dem Esteghlal-Platz
versammelten Jugendlichen leisteten jedoch Widerstand und haben sich
mit Steinewerfern verteidigt. Einige Demonstranten, darunter eine Frau
durch Tränengas und ein Jugendlicher durch eine Schusswaffe, wurden
hierbei verletzt.
Auf einer Demonstration haben vermummte Jugendliche auf ihrem Weg von
Esteghlal-Platz zur Azadi-Kreuzung mit Parolen wie „Nieder mit
Khamenei“ und „Nieder mit dem Mullah-Regime“ die Strassen versperrt.
Pasdar Bahrami, ein Spezialgesandter des neuen Präsidenten
Ahmadinedjad, drohte den mutigen Demonstranten mit Erschießung und
wurde von ihnen schwer bestraft. Zudem ist ein Offizier des
Sicherheitsapparats getötet worden.
Die Sicherheitskräfte trauen sich nicht in einige Stadtteile, wie
Esteghlal, Baghe Shaygan und Poshte Tappeh vorzudringen und versuchen
mittels Tränengas und Luftschüsse den Menschen Angst einzujagen bzw.
die Demonstrationen aufzulösen. In einem niederträchtigen Racheakt
haben die Revolutionswächter und Milizen einige Häuser der Bevölkerung
angegriffen und beschädigt.
Am Freitag hat die Bevölkerung, vor allem Jugendliche der Stadt Bukkan,
aus Solidarität mit den Menschen in Mahabad demonstriert. Es gab dort
ebenso Zusammenstöße mit der Polizei und den Milizen des
Informationsministeriums, in denen einige Jugendliche verletzt und ca.
20 Personen verhaftet worden sind. Zwei der Verhafteten wurden mit den
Namen Hassan Amanollah und Kamal Parvisian bekannt gegeben. Bei einer
ähnlichen Aktion in der Stadt Marivan wurden 13 Personen in Gewahrsam
genommen. In den Städten Bukkan, Mariva, Saghes und Sanandaj sind die
Zivilbeamten und Milizen des Informationsministeriums überall
stationiert und halten Wache.
Die vom Widerstand gewählte Präsidentin, Maryam Radjavi, grüßte
abermals die rebellierende Bevölkerung der Städte Mahabad, Sanandaj,
Bukkan, Marivan usw.
und forderte die anderen Bevölkerungsteile zu deren Unterstützung auf.
Radjavi betonte, dass der einwöchige Aufstand der mutigen und
aufrichtigen Bevölkerung in Mahabad ein klares Zeichen des Willens des
iranischen Volkes ist, das Mullah-Regime zu stürzen und Demokratie zu
etablieren. Sie forderte alle Menschenrechtsorganisationen der Welt
auf, die brutale Niederschlagung der Demonstranten zu verurteilen und
sich für die Freilassung aller Inhaftierten
einzusetzen.
Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
18. Juli 2005 |