Irans Außenminister will das positive Gesicht der religiösen Diktatur sein

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Text der Erklärung europäischer Politiker zum Iran

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Berlin: Protestdemonstration anläßlich des Besuchs von Javad Zarif

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Berlin: Protestdemo während des Besuchs des Außenministers der Mullahs

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Berlin – Mi. 15. Juni 2016 – 12 Uhr - Demonstratio...

Hat der Iran die Atombombe gewählt?

ImageVON G. ISRINGHAUSEN

Teheran - 46 Millionen Iraner waren gestern aufgerufen, in einer Stichwahl über ihren neuen Präsidenten abzustimmen. Zur Wahl standen Ex-Präsident Akbar Hashemi Rafsandschani (70) und der ultra-religiöse Teheraner Bürgermeister Mahmud Ahmadi-Nedschad (49). Gestern abend, kurz vor Mitternacht unserer Zeit, lag Ahmadi-Nedschad nach Auswertung von rund 3,5 Millionen Stimmen mit knapp 60 Prozent Zustimmung deutlich in Führung. ImageVON G. ISRINGHAUSEN

Teheran - 46 Millionen Iraner waren gestern aufgerufen, in einer Stichwahl über ihren neuen Präsidenten abzustimmen. Zur Wahl standen Ex-Präsident Akbar Hashemi Rafsandschani (70) und der ultra-religiöse Teheraner Bürgermeister Mahmud Ahmadi-Nedschad (49). Gestern abend, kurz vor Mitternacht unserer Zeit, lag Ahmadi-Nedschad nach Auswertung von rund 3,5 Millionen Stimmen mit knapp 60 Prozent Zustimmung deutlich in Führung.

Rafsandschani war beim ersten Wahlgang am 17. Juni als Favorit ins Rennen gegangen, hatte aber nur 21  Prozent der Stimmen erhalten. Ahmadi-Nedschad, strenger Islamist und Ziehsohn von Revolutionsführer Ayatollah Khomeini, bekam 19,5  Prozent.
Obwohl er in Teheran die Kleiderordnung verschärfte und radikalislamische Feste förderte, konnte er vor allem bei der armen Bevölkerung punkten.

"Atomwaffen nicht nur zur Abschreckung"
Ahmadi-Nedschad (Beiname "Tausend-Schuß-Mann", weil er 1000 politischen Gefangenen eigenhändig den Kopfschuß gegeben haben soll) ist ein Feind der USA: "Mit den Vereinigten Staaten werden wir an dem Tag wieder Beziehungen haben, an dem wir die islamische Revolution auf deren Boden exportiert haben", sagte er kürzlich. Und er verteidigt Irans Atomprogramm: "Einige arrogante Mächte wollen die technologische Entwicklung unseres Landes behindern."

Sein Gegenkandidat Rafsandschani gilt als einer der mächtigsten Männer des Iran. Er steht im Verdacht, Drahtzieher des Anschlags im Berliner Lokal "Mykonos" gewesen zu sein, bei dem 1992 vier Menschen starben.

Zur Atombombe sagte der Milliardär 2001: "Wenn der Iran über Atomwaffen verfügt, werden sie in Hinblick auf Israel nicht nur zur Abschreckung dienen."