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Der Vorsitzende des Außenpolitischen Ausschusses |
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Freitag, 27 Mai 2005 |
Mohammad Mohaddessin wurde 1955 in der heiligen Stadt Qom im
Zentraliran als Sohn eines Geistlichen in einer streng praktizierenden
Familie geboren.
Als Student der Elektroingenieurswissenschaft war er in den
Antischahbewegungen der 70er Jahre aktiv. Damals schloss er sich den
Mojahedin an. 1976 wurde er verhaftet und ins Gefängnis geworfen, und
erst 1979, nachdem der Schah das Land seit wenigen Tagen verlassen
hatte, befreit zu werden.
Mohaddessin war in der antifundamentalistischen Bewegung der ersten
Jahre der Mullah-Herrschaft aktiv. Danach wurde er zum Verantwortlichen
für die politische Abteilung der Mojahedin ernannt. 1992 wurde er mit
der Funktion des Vorsitzenden des außenpolitischen Ausschusses des
Nationalen Widerstandsrates Irans betreut, eine Funktion, die er
seither innehat.
Mohaddessins tiefe Kenntnis des islamischen fundamentalistischen
Denkens rührt aus seinem klerikal religiösen Hintergrund her, da er in
einer geistlichen Familie aufgewachsen ist. Da sein Vater ein gegen das
Khhomeini-Regime eingestellter Geistlicher war und er selbst
verschiedene Aspekte fundamentalistischer Lehre und Praxis gleichzeitig
mit den Jahren des politischen und ideologischen Kampfes gegen den
Schah und Khomeini kennen gelernt hatte, ist Mohaddessin zu einem
ausgesprochenen Kritiker des islamischen Fundamentalismus geworden, der
sich dem in nicht weniger als in hundert Pressekonferenzen, Reden und
Schriften zum Thema weltweit gewidmet hat. Er ist Autor mehrerer
Bücher, darunter „Der islamische Fundamentalismus: die neue weltweite
Bedrohung“. |