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Demokratie als Geisel der im Iran regierenden Islamisten |
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Thursday, 29 December 2005 |
von Mohammad Mohaddessin
Die Demokratie im Nahen Osten und in der islamischen Welt ist vom
islamischen Fundamentalismus, dessen Herz während der Herrschaft der
Theokratie in Teheran schlägt, als Geisel genommen worden. Die Mullahs
setzen ihre ökonomischen, politischen, diplomatischen und
terroristischen Hebel an und nutzen die religiösen Gefühle der Muslime
auf der ganzen Welt zu ihren Gunsten aus. Sie heben den demokratischen
Prozess in ihren Gemeinschaften aus den Gleisen und drücken dem
islamischen Fundamentalismus in deren Ländern ihr Brandzeichen auf.
Der Iranische Widerstand hat im vergangenen Jahrzehnt immer wieder vor
dieser Bedrohung gewarnt. Dieses Phänomen war in der Vergangenheit
kurze Zeit erfolglos auch in Algerien, Jordanien, Ägypten und andere
moslemischen Ländern festzustellen. Aber die aktive Einmischung der
iranischen Theokratie in die Angelegenheiten des Irak und die
ungeheuren Wahlmanipulationen dort, bestätigen die Realität im Iran.
Durch die Ausnutzung der jetzigen Lage im Irak, versuchte Teheran, den
Sieg seiner eigenen Kandidaten zu sichern, als einen Teil der Bemühung,
einen fundamentalistischen Staat in jenem Land zu errichten. Die
Geistlichen sehen den Irak als ein Sprungbrett, um den Nahen Osten und
die islamische Welt zu beherrschen.
Nachdem es ihnen versagt war, ihr Ziel im achtjährigen Krieg mit dem
Irak zu erreichen, der wenigstens eine Million iranische Opfer
hinterlassen hat, nutzen die Mullahs jetzt die von den USA und der
Koalition eingeführten Demokratisierungs- und Wahlprozesse im Irak, um
ihr Ziel zu erreichen.
Dies geschieht, obwohl das iranische Regime und seine Agenten von einer
großen Mehrheit der Iraker höchst verachtet werden. Im Gegensatz zu
anders lautenden Aussagen sind Pro-Teheranische Kandidaten nicht in der
Lage, das politische Leben im Irak ohne die Einmischung des iranischen
Regimes zu beeinflussen. Abgesehen von den Iranern selbst hat keine
andere Nation mehr unter der iranischen Art islamischer Gesetze
gelitten als die Iraker.
Die Einmischung der Mullahs im Irak in den 33 Monaten seit dem
Untergang der vorherigen irakischen Regierung ist kein Geheimnis
gewesen. Von Anfang an haben die Vertreter des iranischen Regimes offen
Anspruch auf den Gewinn des Krieges erhoben. Sie sagten, die USA hätten
den Mullahs den Weg in den Irak bereitet, indem sie ihren alten Feind,
das Bath-Regime ausgeschaltet und die Hauptopposition, die
Volksmojahedin Iran (PMOI), neutralisiert hätten.
Teheran ist davon überzeugt, dass der Westen, vor allem die USA, dazu
verurteilt seien, das nukleare Streben des Regimes zu akzeptieren, weil
sie durch diesen Fehler angesichts des Einflusses Teherans im Irak
verwundbarer geworden wären.
Demokratie und Frieden sind ein Gräuel für den islamischen
Fundamentalismus. Das herrschende fundamentalistische Regime im Iran
verbindet die absoluten Gesetze der Geistlichkeit auf der einen Seite
mit der Idee von einem islamischen Reich und dem Export von Terrorismus
und Fundamentalismus auf der anderen.
Solange die Mullahs in Teheran an der Macht sind, wird es weder
Demokratie in Irak noch Frieden im Nahen Osten geben. Die neuesten
Tiraden von Mahmoud Ahmadinejad gegen Israel stehen im Einklang mit dem
Grundsatz von Teheran, Chaos im Nahen Osten zu verbreiten. Aber aus
geopolitischen, strategischen und religiösen Gründen steht die
Oberherrschaft im Irak im Brennpunkt der Politik des iranischen
Regimes, weil das sein Fortschreiten in anderen Gebieten voran bringen
würde.
Die Trägheit dem islamischen Fundamentalismus gegenüber und die
Ignoranz seiner Bedrohung, besonders im Irak, ist ein Rezept für eine
Katastrophe. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich Teheran
Atomwaffen beschafft. Daher ist es heute entscheidender als je zuvor,
eine vereinte Front zu bilden, die alle demokratischen Kräfte
einschließt und der Bedrohung von Frieden und Demokratie regional und
in der islamischen Welt entgegenwirkt.
Mohammad Mohaddessin, Vorsitzender des auswärtigen Ausschusses des Nationalen Widerstandsrats Irans
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