|
Polizei ermittelt in Europa gegen iranische Geheimdienstagenten |
|
Friday, 27 May 2005 |
In dem Maße, wie Agenten des iranischen Geheimdienstministeriums (MOIS
oder VEVAK) in verschiedenen europäischen Ländern ihre Aktivitäten im
Frühjahr 2000 verstärkten, haben die Polizeibehörden in diesen Ländern
viele von ihnen verhört und sie wegen ihrer Verbindungen mit dem VEVAK
verwarnt.
Karim Haghi, einer dieser Agenten, schrieb in einer Stellungnahme unter
dem Namen einer Peyvand genannten Gesellschaft (einer Tarnorganisation
der VEVAK in den Niederlanden):
"Am Dienstag, den 1. Februar 2000 kam ein Agent des holländischen
Geheimdienstes in die Wohnung von Karim Haghi in Elst und begann nach
einem einleitenden Gespräch, Namen aus einer Liste vorzulesen, zu denen
auch die folgenden gehörten:
1- Bani-Sadr
2- Alireza Nourizafdeh
3- Bahman Niroomand
4- Nasser Khajeh-Nouri
5- Parviz Yaghoobi
6- Mehdi Khanbaba Teherani
7- Mehdi Khoshal
8- Asghar Barzoo (Schweden)
9- Bahman Rastgoo (Deutschland)
10- Jaafar Baghalnejad (Norwegen)
11- Hassan Khalaj (Norwegen)
12- Aabed Haj Esmaili (Großbritannien)
13- Hadu Shams Haeri (Holland)
14- Ghassem [Mohammad Tofigh Assadi] (Holland)
15- Hassan Alijani (USA)
16- Karim Haghi (Holland)
17- Frau Nadereh Afshari (Deutschland) ...
Der Geheimagent sagte, dass auf der Liste noch weitere Namen stünden,
er sie aber nicht aussprechen könne und deshalb hier aufhöre. Er sagte:
"Sie alle stehen in Kontakt mit dem iranischen Regime und haben ein
weites Netzwerk gebildet ... Sie müssen uns sagen, wer sonst noch im
Kontakt mit dem iranischen Regime steht ...Wir haben genügend
Information über Ihre Verbindungen zum Regime und wissen, dass Ihre
Publikation vom iranischen Regime finanziert wird. Wir wissen auch,
dass Herr Shams Haeri mit dem Regime in Kontakt steht und dass sein
Kontaktmann zum Geheimdienstministerium sein Bruder ist. Er ist nach
Singapur gereist, um seine VEVAK-Kontakte zu treffen. Herr Parviz
Yaghoobi, der in Frankreich lebt, hat auch Kontakt zum iranischen
Regime ... Wir wollen, dass die Niederlande ruhig und friedlich sind
und möchten hier keine Demonstrationen und Kämpfe haben. Es ist das
Beste für Sie, diese Art von Arbeit sofort aufzugeben, sich um ein
normales Leben zu bemühen und an die Zukunft Ihrer Kinder zu denken.
Wir wissen, daß Sie die Volksmojahedin hassen und sie Ihnen Schaden
verursacht und Ihr Leben und Zukunft ruiniert haben. ..."
Am gleichen Tag wartete ein anderer Geheimagent am Parkplatz in der
Nähe der Arbeitsstelle von Frau Roya Roodsaz, Karim Haghis Ehefrau, und
als sie in ihr Auto einsteigen wollte, stellte er sich vor und sagte
ihr, er wolle sich mit ihr unterhalten. Er sprach über Haghis
Aktivitäten und von wo die Gelder für die Peyvand-Publikation kämen.
Der Geheimagent sagte ihr, dass Karim und seine Freunde ein
ausgedehntes Netzwerk gebildet hätten und dass sie alle mit dem
iranischen Regime in Kontakt stünden. Karim war einmal in diesem
Zusammenhang nach Zypern gereist.
Gleichzeitig folgten zwei Polizeiwagen einem anderen Freund, der Herrn
Haj Esmaili zum Bahnhof gebracht hatte. Als Haj Esmaili in den Zug
einstieg, wandte sich jemand an diesen Freund und stellte ihm ähnliche
Fragen.
Am gleichen Tag wandten sich sechs Personen in Gruppen zu zwei in drei
deutschen Städten - Köln, Wiesbaden und Hannover - an Mehdi Khoshal,
Bahman Rastgoo und Frau Nadereh Afshari und fragten sie nach den
Kontakten und der Verbreitung der Peyvand-Publikation, wie sie
finanziert werde usw. In der ersten Februarwoche wurden die Herrn Shams
Haeri, Mohammad Reza Eskandari und dessen Frau Tahereh Khorrami (vom
holländischen Sicherheitsdienst) befragt. Am 9. Februar kontaktierten
zwei holländische Geheimagenten Ali Reza Mohseni in den Niederlanden
und fragten ihn, was er über die oben aufgelisteten Namen wisse und
über seine Kontakte mit Fereydoon Gilani…." (Statement des Herausgebers
von Peyvand zitiert in der Wochenzeitung Mojahed Nr. 481, 22. Februar
2000)
Der Konterterrorismus-Ausschuss des Nationalen Widerstandsrates Irans
brachte am 15. Februar eine Stellungnahme heraus, in der er
feststellte, dass "in den letzten Wochen die Polizei und
Sicherheitsbehörden in einer Reihe von Ländern, darunter in den
Niederlanden, Deutschland, Großbritannien, Norwegen und Kanada, an eine
Reihe von VEVAK-Agenten herangetreten ist und sie bezüglich ihrer
Aktivitäten verwarnt haben." In der Stellungnahme hieß es weiter:
"Wie die Agenten des Geheimdienstes der Mullahs ihren Vorgesetzten in
verschiedenen Botschaften sowie im Hauptquartier in Teheran berichtet
haben, hat die Polizei unbestreitbare Beweise wie Photographien und
Tonbandaufzeichnungen von Gesprächen dieser Agenten mit ihren Betreuern
im Geheimdienstministerium. Die Polizeibehörden haben detaillierte
Informationen über die geheimen Reisen dieser Agenten in den Iran und
andere Nachbarländer und in einigen Fällen in den Fernen Osten, wie
Malaysia und Singapur, wo sie sich mit ihren Führungsoffizieren und
Beamten des Geheimdienstministeriums trafen. Gleichermaßen wissen sie
von Reisen einer Reihe dieser Agenten nach Europa und Amerika in den
letzten Monaten und auch von dem Geld, das ihnen der iranische
Geheimdienst gezahlt hat. In einigen Fällen weiß die Polizei sogar, wie
hoch die wöchentlichen oder monatlichen Zahlungen an diese Agenten
waren.
Zusätzlich wurden die Polizei und die Geheimdienstorganisationen
darüber informiert, dass das Geheimdienstministerium der Mullahs
Instruktionen an solche Agenten gegeben hat, wie sie auf Aufrufe der
Polizei und anderer Behörden reagieren und wie sie sich unter dem
Vorwand demokratischer Rechte verteidigen sollten. Die Polizei in den
Niederlanden wusste seit 1994 von den Beziehungen zwischen Karim Haghi
und dem Geheimdienstministerium sowie von seinen Reisen nach Zypern und
Malaysia und den Treffen mit Repräsentanten des
Geheimdienstministeriums der Mullahs.
Dem holländischen Sicherheitsdienst zufolge hatte das Ministerium für
Information und Sicherheit Karim Haghi dafür benutzt, ein Netzwerk
seiner Agenten in verschiedenen europäischen Ländern zu schaffen. Die
Polizei verfügt über zahlreiche Photos von Karim Haghi zusammen mit
offiziellen und bekannten Angehörigen des VEVAK. Der Vertrieb einer
Zeitung namens Peyvand, die von Haghi produziert und voll und ganz vom
MOIS finanziert wird, entspricht den Bemühungen des
Geheimdienstministeriums, ein solches Netzwerk aufzubauen. Die Polizei
hat eine Liste von Namen von Iranern, die vom VEVAK regelmäßig für ihre
Tätigkeit für die Zeitung bezahlt werden.
Haghi hat, während er sich als politischer Flüchtling ausgab, für seine
Reisen einen iranischen Pass mit dem Vornamen Mahmood und mit einem
deutschen Visum benutzt. Das Geheimdienstministerium benutzt in vielen
Fällen Karims Ehefrau, Roya Roodsaz, um ihn zu kontaktieren. Haghi
schickt seine Frau nach Teheran, um sensitive Berichte zu liefern und
um von seinen Kontakten spezielle Instruktionen zu erhalten. Einer
seiner Kontakte im Ministerium ist ein Verhör- und Folterspezialist
namens Nasseri. Er ist einer der beiden, die nach der Festnahme von
Hamid Khorsand den Auftrag erhielten, auf jeden Fall für seine
Freilassung zu sorgen. [Hamid Khorsand ist einer der Spione, die sich
in das Netzwerk der Anhänger der Mojahedin in Deutschland
eingeschlichen haben und der identifiziert und festgenommen wurde. Nach
einem langen Prozess in Berlin wurde er zu achtzehn Monaten Haft
verurteilt.]
Die Polizei weiß, dass Ahmad Shams-Haeri durch einen engen Verwandten
im Iran Kontakt zum Geheimdienstministerium hat. Er wurde nach Singapur
geschickt, um dort einen Repräsentanten des Ministeriums zu besuchen,
und wird als eines der aktiven Mitglieder des Netzwerks betrachtet.
Die Polizei weiß auch von einer Reise Haj Ismailis nach Singapur, um
VEVAK-Beamte zu treffen und von ihnen Geld zu bekommen. Haj Ismailis
Zusammenarbeit mit MOIS-Agenten und den iranischen Botschaften in
Großbritannien und den Niederlandes ist den Sicherheitsbehörden
wohlbekannt. Er hat bei verschiedenen Gelegenheiten vom VEVAK Tausende
von Dollars bekommen. Er ging vor einiger Zeit in die Niederlande und
wohnte bei Haghi. Hassan Alijani kam zur gleichen Zeit aus den
Vereinigten Staaten in die Niederlande, und sie trafen sich gemeinsam
dort mit anderen VEVAK-Agenten und -Funktionären.
In Deutschland wandte sich die Polizei an Ali Akbar (Bahman) Rastgoo,
Mehdi Khoshal und Nadereh Afshari und sagte ihnen, dass sie alles über
ihre Verbindungen zu Geheimdienstministerium wisse. Sie befragten
Rastgoo über die Gelder, die er vom VEVAK für seinen Beitrag zur
Publizierung von Peyvand erhalten hatte.
Um die sinkende Moral ihrer enttarnten Agenten, die schockiert und
erschrocken waren, als sie feststellen mussten, dass die Polizei und
Sicherheitsbehörden in Europa von ihren VEVAK-Verbindungen wussten, zu
schützen und zu heben, gab das Geheimdienstministerium ihnen die
folgenden Instruktionen:
- Verstärken Sie ihre Kontakte untereinander und
teilen Sie ihre Erfahrungen im Umgang mit der Polizei und der Art von
Fragen, die diese stellt, sodass er oder sie, wenn die Polizei
irgendwen anspricht, weiß, was für Fragen zu erwarten sind.
- Verbreiten Sie überall, dass das eine
Verschwörung der Mojahedin ist und dass diese Versuchen,
Ihre Aktivitäten zu stoppen.
- Verbreiten Sie das Gerücht unter den Iranern, dass
dieser Schritt der Polizei, eine internationale Verschwörung sei, sie
zum Schweigen zu bringen.
- Besprechen Sie diesen Vorgang mit Nourizadeh,
Bani-Sadr und Khanbaba Tehrani und anderen, die Sie in der
Vergangenheit unterstützt haben. Sie helfen Ihnen."
Es ist interessant, daß jeder dieser Agenten versuchen,
Polizeidokumente abzulehnen und ihre Beziehungen mit
Nachrichtendiensten der Mullahs zu vertuschen.
Diejenigen, die im Ausland aktiv an der schmutzigen Kampagne der
Mullahs gegen die Mojahedin teilnehmen, sind von demselben Ursprung.
|
Go To Top
|