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Es wird Zeit, gegen die atomare Bedrohung des Iran zu handeln

Mc Clathchy Newspapers - Alireza Jafarzadeh, 15. November 2011
Seit dem 8. November 2011, den Datum der Veröffentlichung des neusten Berichtes der Atomenergiebehörde über das iranische Atomprogramm, hat Teheran nichts unversucht gelassen, um die Ergebnisse der IAEA klein zu reden und der Welt mit einer terroristischen Antwort zu drohen.
„Der Iran wird mit voller Stärke auf jede Aggression oder Bedrohung auf eine Art und Weise reagieren, welche die Aggressoren selbst zerstören wird.“, sagte der oberste Führer Ali Khamenei.

Der Präsident des Regimes, Mahmoud Ahmadinejad, sagte, dass die Ergebnisse des Berichtes von der USA diktiert worden sein und dass der Iran sein Atomprogramm nicht beenden wird.
 
Doch am 11.November zeigte die IAEA den UN Mitgliedsstaaten Briefe und Satellitenfotos, die zusätzlich zeigten, dass der Bericht glaubwürdig ist. Cathrine Ashton, die EU Außenbeauftragte, sagte, dass die Ergebnisse der UN Agentur deutlich zeigen, dass es ein vollentwickeltes Atomwaffenprogramm im Iran gibt.“

Überwältigende Beweise zeigen ein Muster, das über Jahren existiert und das elementare Militärkomponenten versteckt, welche nicht für andere Gründe benutzt werden können, außer damit atomare Sprengköpfe zu bauen. Obwohl die IAEA schließt, dass „der Iran die Entwicklung eines Atomsprengkopfes voran treibt“, versucht das iranische Regime weiter zu behaupten, das Atomprogramm diene friedlichen Zwecken.

In gewohnter Manier verneint der größte Sponsor des Terrorismus in der ganzen Welt alle Beweise und macht sich selbst zu einem Opfer des Terrorismus. Teheran ist für die Ermordung von Tausenden US Soldaten verantwortlich, seit die Mullahs 1979 an die Macht kamen. Das Regime unterstützt seine Verbindungsleute im Irak mit weiter entwickelten EFP Bomben, die gepanzerte Fahrzeuge durchschlagen und es hielt in den 80er Jahren US Diplomaten für 444 Tage als Geiseln. Es ließ Marinestützpunkte im Libanon in die Luft fliegen, tötete dabei Hunderte Amerikaner und beim Anschlag auf den Khobar Tower worden 19 Amerikaner getötet.
 
Es gibt weitreichende Spekulationen darüber, wie schnell der Iran an Atomwaffen gelangen kann. Darüber wird es nie Konsens geben, weil wir kein Gesamtbild haben, das uns Teheran versteckt. Aber eins sollte klar sein, die Welt kann es sich nicht leisten, zwei weitere Jahre zu warten, weil es dann zu spät zum handeln ist. Die Frage ist also, was kann und sollte getan werden?

Seit drei Jahrzehnten sprang die Iran - Politik in Washington zwischen diplomatischen Initiativen und der Androhung militärischer Gewalt hin und her.

Die Problematik bei Verhandlungen war, dass sie dem iranischen Regime eine goldene Möglichkeit gab, sein Atombombenprogramm schnell voran zu treiben.

Vor acht Jahren begann die EU ihre Verhandlungen mit dem Iran zum Stop des Urananreicherungsprogramms. Vor drei Jahren versuchte Obama, dem obersten Führer Ajatollah Khamenei die Hand zu reichen.

Nun hat der IAEA Bericht bestätigt, das weder Verhandlungen noch Sanktionen Teheran vom Atomprogramm abgehalten haben.

Anstatt zwischen diesen beiden Optionen hin und her zu irren, sollte sich Washington auf die iranische Opposition und seinen Kampf für einen freien, demokratischen und atomwaffenfreien Iran konzentrieren.

Die iranische Hauptoppositionsbewegung der Mojahedin von Khalq (MEK) war die Quelle von vielen geheimen Informationen, welche die Existenz vieler Atomanlagen  im Iran aufdeckte. 2002 berichtete die MEK über die Urananreicherung in der Anlage in Natanz. Die gleiche Gruppe gab wertvolle Informationen über die Qods Einheiten des Regimes, dessen Aktivitäten im Irak die Gewalt ansteigen ließen, indem sie Extremisten unterstützten.
 
Und die MEK war bei den Aufständen 2009 im Iran führend. Ihre Rufe „Tod dem Diktator“ und „Tod für Khamenei“ wurden prägnante Rufe und die meisten der später gehängten Menschen waren Unterstützer der MEK.

Es kann nicht viel getan werden, den Iran an seinen Ambitionen zur Erlangung von Kernwaffen zu hindern, außer durch das iranische Volk und seine organisierte Opposition, welche das Regime durch eine demokratische, säkulare und atomwaffenfreie Republik ersetzen will.

Das größte Hindernis für einen wirklichen demokratischen Wandel ist, so die Meinung von Experten, die andauernde Listung der MEK auf der Terrorliste des US Außenministeriums. Mittlerweile haben hochrangige Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses, des Geheimdienstkomitees und mehr als 100 Mitglieder des Kongreß eine parteiübergreifende Resolution verabschiedet, die zur sofortigen Delistung der MEK im Rahmen einer gerichtlichen Anweisung aufruft.

Teheran Unterstützer mögen argumentieren, das eine harte Linie der USA gegenüber der atomaren Bedrohung durch den Iran das iranische Volk hinter die Anführer des Regimes versammeln mag, darunter auch die Revolutionsgarden. Doch wer genauer hinsieht, weis, dass sich das iranische Volk nie hinter seinen ruchlosen Anführer stellen wird.

Im Gegenteil, nichts ist destruktiver als verschiedene Verhandlungsangebote mit verschiedenen Namen. Das iranische Volk steht nicht hinter dem Atomprogramm der Mullahs, es ist vereint im Ärger gegen das Regime und hat einen tiefen Wunsch nach Demokratie und Menschenrechten.

Es ist an der Zeit, dass die Obama Administration aus den Ereignissen des arabischen Frühlings lernt. Duzende frühere hochrangige Mitglieder von Regierungen der USA, die um die Sicherheit des Landes bemüht waren, glauben, dass die USA die jahrzehntelange Politik der Annäherung an die regierende Diktatur aufgeben muß und seine Politik an die Realitäten anpaßt. Ein „persischer Frühling“ ist nötig. 
 
Über den Verfasser: Alireza Jafarzadeh ist der Autor des Buches: The Iran Threat: President Ahmadinejad and the Coming Nuclear Crisis (Palgrave; New York 2008). Jafarzadeh deckte die Existenz der Anlagen in Natanz und Arak 2002 auf. Seine Erkenntnisse führten zu den ersten Inspektionen der IAEA bei iranischen Atomanlagen. Man kann ihn unter folgender E-Mail erreichen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Sie ist vor Spam geschützt, sie brauchen JavaScript, um sie zu sehen.