Last Modified: Freitag 24 März 2017, 21:20:16.

NWRI – Der 15. März 1993 war der Tag, an dem Mohammad Hossein Naghdi, ein Mitglied des Nationalen Widerstandsrats Iran, in Italien von iranischen Agenten des Nachrichtendienstes ermordet wurde.
Naghdi war Irans früherer charge d’affaires in der iranischen Botschaft in Rom. Jedoch hat er sich 1982 dem Iranischen Widerstand angeschlossen und wurde Mitglied der Delegation, die den NWRI in Italien vertritt. Seit 1983 hat er den NWRI in Italien vertreten.

Am Tag seiner Ermordung haben sich zwei Personen um 9:30 Uhr auf einem Motorrad bei Roms Alba Square um 9:30 Naghdis Fahrzeug genähert und das Feuer eröffnet. Naghdi hat sein Leben verloren, bevor er das Krankenhaus erreichte.
Die Waffe, die bei dem Mord benutzt wurde, eine Scorpion 7.65 mit einem Schalldämpfer, wurde noch am Nachmittag des gleichen Tages in einem Mülleimer auf der Monte Roceta Avenue gefunden. Die Seriennummer darauf war beseitigt.
Nach der Ermordung zeigte die Polizei Frau Moruni, der Witwe Naghdis, ein Album mit 140 Bildern. Sie identifizierte jemanden, der Herrn Naghdi und ihr seit drei Tagen beständig gefolgt war. Das Bild war das von Hamid Parande, einem bekannten iranischen Agenten.
Naghdis „Verbrechen“
Dass er sich dem Iranischen Widerstand angeschlossen hat, war Grund genug für Teheran, um seinen Tod zu wünschen. Der Gründer des Iranischen Regimes Ruhollah Khomeini hatte schon 1983 seine Tötung angeordnet, was von den italienischen Behörden bestätigt wurde.
Der Nachrichtendienst des IRGC und das nachrichtendienstliche Büro des iranischen Premierministers wurden wegen dieses Mordes angeklagt. Als jedoch das Ministerium für die Nachrichtendienste (MOIS) gebildet wurde, wurde seine Abteilung für auswärtige Angelegenheiten, die von Ali Ashgar Hejazi geleitet wurde, damit beauftragt, dieses Verbrechen auszuführen.
10 Jahre der Planung und die Ermordung
Mehrere Agenten von Irans Nachrichtendienst haben seinerzeit im Jahr 1983 versucht, Naghdi umzubringen. Der Versuch schlug fehl und 1988 entschied Khomeini noch einmal, die Aktivisten des Iranischen Widerstands im Ausland zu ermorden, darunter Naghdi.
Die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) erfuhr davon, rüstete das Sicherheitsteam von Naghdi entsprechend aus und unterrichtete die italienischen Behörden.
Nach dem Tod Khomeinis erstellte der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran eine Liste der Dissidenten, die eliminiert werden müssten, darunter Dr. Saleh Rajavi, Naghdi, Mohammad Mohadessin, Jalal Ganjei, Manouchehr Hezarkhani, Abbas Davari, Parviz Khazaie und Abolghasem Rezaie. Naghdis Ermordung war nach der von Kazem Rajavi geplant.
Als der Krieg zwischen dem Iran und dem Irak beendet wurde, wurden diese Morde in der Amtszeit des früheren iranischen Präsidenten Ali Akbar Hashemi Rafsanjani als Ersatz für den Krieg angesehen. Dieser jetzige Krieg zielte darauf, alle Abweichungen zum Schweigen zu bringen und es als Vorteil zu nutzen, dass der Westen eine Politik des Appeasement mit dem Iran begann.
Von 1982 bis 2002, wurden fast 250 Ermordungen an iranischen Dissidenten ausgeführt. Jedoch hat die Appeasement Politik des Westens diese Ermordungen praktisch unter den Tisch gekehrt.
Die Mörder, die Dr. Saleh Rajavi töteten, wurden im Zuge dieser Appeasement Politik zurück in den Iran abgeschoben.
Das Team der Mörder
Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, wurden zwei Terroristen des iranischen Regimes, die gefälschte US Dollars  und eine Reihe von Dokumenten mit sich trugen, verhaftet und aus Italien ausgewiesen. Einer davon war Akhbar Khoshkush, ein Berater für Operationen für Sarmadi, dem Sicherheitsbeauftragten im iranischen MOIS. Die zweite Person war Mansour Ahani, ein Mitglied der Mörderteams des MOIS. Teheran führte diese Morde mit der Unterstützung seiner Botschaft in Rom aus unter dem Deckmantel der diplomatischen Immunität.
Hamid Parande war an diesen Morden beteiligt. Drei Jahre lang war er in der Botschaft des Iran in Bonn in Deutschland für Verschlüsselung zuständig. Parande wurde in Deutschland und in Italien als verdächtige Person angesehen und doch wurde er einige Zeit vor der Ermordung Naghdis nach Rom gebracht. Parande kam am 7. Januar 1993 in Rom an mit einem Diplomatenpass mit der Nummer 010236. Gegenüber den italienischen Behörden gab er die iranische Botschaft als Wohnadresse an.
Am 8. März 1993 haben drei Personen mit den Namen Hossein Neisawi, Ahmad Kalami und Hejabadi in Rom an und trafen sich sofort mit Parande. Zwei dieser Personen verließen Rom am 16. März 1993, einen Tag nach dem Mord.
Neisawi war 35-40 Jahre alt und in Isfahan geboren. Er hat in Teherans berüchtigtem Evin Gefängnis wiederholt Gefangene gefoltert und war ein enger Vertrauter des früheren Befehlshaber im IRGC Mohsen Rezaie.

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Die iranische Volksmodjahedin (MEK/PMOI)
und die Suche nach begründeter Wahrheit Über ihre Tätigkeiten und ihr Wesen
Eine unabhängige Untersuchung von Botschafter Lincoln Bloomfield Jr.

AKIN GUMP

STRAUSS HAUER & FELD LLP

Rechtsanwälte


http://www.scribd.com/doc/85182407/Die-iranische-Volksmodjahedin-MEK-PMOI-und-die-Suche-nach-begrundeter-Wahrheit