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Ansprachen

Iranische Frauen im Widerstand und für ihre Gleichberechtigung im Islam

ImageNWRI – Eine Konferenz mit dem Titel „Islam, Frauen und die Gleichberechtigung“ ist vom Frauenausschuss des Nationalen Widerstandsrates Irans am 27. August am Wohnsitz von Maryam Radjavi, der gewählten Präsidentin des iranischen Widerstandes, in Auvers-sur-Oise abgehalten worden. Sie versammelte eine hohe Anzahl von Persönlichkeiten aus Forschung, Theologie, internationalen Institutionen und Kämpfern für die Gleichberechtigung.

Alle Interventionen drehten sich um die Drohung des Fundamentalismus gegenüber der Bewegung für Gleichstellung von Mann und Frau und die Lösungen, die der iranische Widerstand vorschlägt.






















Im Folgenden führen wir einige Passagen aus der Rede von Maryam Radjavi auf:

In unseren Tagen hat die anwachsende Flut des Terrorismus und der Attentate der internationalen Gemeinschaft die Gefahr des islamischen Fundamentalismus gezeigt. Aber die Drohung des Fundamentalismus gegenüber den Frauen und dem Erfolg der Bewegung für Gleichberechtigung ist in meinen Augen eine noch größere Gefahr, mit katastrophalen Folgen für die ganze Welt. Denn der Weg, durch den er fortschreitet, ist der Weg der Frauenfeindlichkeit.

Es wäre gut, unseren Blick auf den Iran zu richten. Schon seit fast 30 Jahren zwingt diese Katastrophe ihre Konsequenzen dem iranischen Volk und insbesondere den Frauen auf. In den letzten Jahren hat sich dies nicht nur auf den Iran beschränkt sondern verbreitete sich auch in andere islamische Länder. Um sich zu stärken und durchzusetzen, greift der Fundamentalismus auf unmenschliche Unterdrückungsmethoden zurück. Diese Bewegung weist den Frauen keinen menschlichen Wert zu. Auf der wirtschaftlichen und sozialen Ebene wird ihnen offiziell nur der halbe Wert zugeordnet, in der Politik werden ihnen alle Rechte aberkannt.

Die Mullahs im Iran sind die Paten des islamischen Fundamentalismus und haben jedwede Grenzen auf dem Felde der Frauenfeindlichkeit überschritten. Sie haben z. B. die Erlaubnis zu Mehrehe erlassen, sie haben einen Markt der Prostitution geschaffen, der die Frauen ausnutzt und eine sexuelle Apartheid normalisiert.

Die grundsätzliche Frage gegenüber diesen Ungerechtigkeiten ist die Frage nach dem Ziel der Fundamentalisten. Wollen sie ihre Sicht des Islam aufzwingen und wollen sie etwas anderes? Die Erfahrung mit dem Mullahregime im Iran zeigt deutlich, dass ihr Hauptziel der Machterhalt ist. Die Frauenfeindlichkeit sichert das Überleben der religiösen Diktatur.

Aber im Gegenfeld zu diesen mittelalterlichen Unterdrücken existiert auch eine andere Erfahrung, die es zu betrachten lohnt, die zeigt, dass der Islam die Gleichberechtigung unterstützt. Diese Erfahrung wird vom iranischen Widerstand gelebt.

Die Führerinnen des Widerstandes werden von einem Islam inspiriert, der die Gleichberechtigung lehrt, einem demokratischen Islam. Sie zeigen durch ihre Glaubwürdigkeit und ihre Arbeit den interessantesten Aspekt. Sie haben sich selber emanzipiert, und nicht nur das. Gleichzeitig ermöglichten sie es den Männern, sich von den Ketten der Unterdrückung zu befreien. Sie haben den Weg zu einer Niederlage des Fundamentalismus im Iran geebnet. Und diese Erfahrung ist unbezahlbar. Aber, um es in einem Wort zusammenzufassen, die effiziente Antwort auf den Fundamentalismus ist der demokratische Islam.

Wir sehen uns hier einer wichtigen Frage gegenüber: einerseits bestätigt der demokratische Islam, dass die Fundamentalisten und die Frauenfeindlichkeit auszuschließen sind. Andererseits gibt der Fundamentalismus vor, auf dem Islam zu basieren und das die Tradition die Frauenfeindlichkeit rechtfertigt. Die Frage ist also zu wissen, welche Interpretation des Islam korrekt ist. Als Antwort werde ich den Begriff der Dynamik des Korans erklären.

Die Dynamik des Korans

Sehen wir zuerst, woran man den Fundamentalismus erkennt. Ich denke, dass es für alle deutlich ist, dass die religiöse Dogmatik sich in erster Linie in der Frauenfeindlichkeit manifestiert. Die Fundamentalisten haben die Grundwerte mit einigen Praktiken verwechselt, die zu einige Zeiten ausgeübt worden sind. Sie vermischen provisorische Regeln mit Grundprinzipien. Ein Beispiel: Zu Beginn des Islam war die Menschheit noch nicht dem Übel der Sklaverei entkommen, die Gleichheit zwischen Mann und Frau war noch nicht anwendbar, da dies von der damaligen Gesellschaft zurückgewiesen worden wäre. Um also die Ideale des Islam zu verwirklichen, war es nötig in Etappen vorzugehen. Mit Zwischenschritten und Provisorien, so dass die Gesellschaft langsam Schritt für Schritt eine höhere Stufe erreichen konnte. Aber die reaktionären Gruppierungen sehen diese Zwischenschritte als Grundwerte des Islam an.

Es handelt sich um eine Umstürzung des Islam, aber inzwischen hat dies eine immer größere Komplexität erreicht. In der Art, dass Regeln aus damaliger Zeit (wie z. B. das unterschiedliches Erbrecht) von den Fundamentalisten nun als Grundwerte des Islam dargestellt werden und genutzt werden, um ihre Wertigkeiten (zwei Frauen sind soviel wert wie ein Mann) zu begründen.

Aber der demokratische Islam beendet jede dogmatische Interpretation des Koran und des Islam. Der Koran in der Sure Al Imran, Vers 7 unterstreicht, dass es zwei Sorten von Versen gibt. Die Mohkamat-Verse, d. h. unveränderliche Verse, und die Motechabehat-Verse, die allegorisch zu verstehen sind und sich mit der Zeit entwickeln und ändern.

Die unveränderlichen Verse bilden die Glaubensprinzipien des Islam. Die sind Grundlage und Basis der Philosophie, der Weltsicht und des Menschen. Aber die anderen Verse, die sich entwickeln, sind den Gesetzen und dem täglichen Leben gewidmet. Es handelt sich dabei auf keinen Fall um ein Dogma, da sie zu jeder Epoche – auf dem Monotheismus und dem Geist des Islam basierend - so den Weg zu einer Entwicklung der Menschheit, der Technik und sozialen Notwendigkeiten öffnen. Sonst werden sie zu sinnlosen und leeren religiösen Gesetzen.

Man muss wissen, dass das dynamische Verständnis des Islam Bestandteil seiner Methodik ist, nicht wir haben diese Methodik erfunden. Der Islam nutzt die Dynamik, die auch den Weg zu einer gesellschaftlichen Verbesserung öffnet.

Der gleiche Vers 7 der Sure Al Imran warnt davor, ein evolutionäres Gesetz zu einem Festen Gesetz zu machen; und er präzisiert, dass sich in solchen Fällen an Provisorien zu klammern ist wie in einen Strudel zu geraten. Das wichtigste Prinzip ist der Unterricht und die Botschaft des Islam, die alle Seiten berücksichtigt, um die festen und variablen Grundsätze zu unterscheiden.

Diese Methode ist ein grundsätzliches Kriterium, die die reaktionäre Interpretation von der authentischen Interpretation unterscheiden lässt.
Um die Dogmen zu vermeiden und die Dynamik zu garantieren, existiert im Islam das Prinzip des Idjtihad, bei dem es sich um eine Anpassung der Gesetze an die Bedingungen der unterschiedlichen Zeiten handelt.

Aber die andere Frage ist die Anerkennung des Volkes. Dies gehört zu den Grundsätzen des islamischen Denkens, aber genau dort gibt es eine Differenz zwischen dem demokratischen Islam und dem Fundamentalismus. Die Fundamentalisten geben vor, dass die Gesetze, mit denen sie regieren, einen göttlichen Ursprung besitzen, und man ihnen somit einen absoluten Gehorsam schuldet. Jener mit dem höchsten Titel wird als Repräsentant Gottes angesehen und beherrscht die Gesellschaft. Der Fundamentalismus sieht das Volk als minderwertig an, ohne Macht zur Entscheidung. Er lässt ihm keine freie Wahl und keine menschliche Verantwortung. Wie man es im Iran konstatieren kann, gelangt dieser Gedanken einmal an die Macht, so wird eine religiöse und blutige Diktatur installiert.

Im demokratischen Islam ist die Souveränität des Volkes ein Grundbestandteil. Das Volk ist der Gesetzesgeber. Der Koran, der auf viele Bereiche verweist, weist nur sehr eingeschränkt auf die Regeln der Gesellschaft hin. Aber es greift auf die Konzeption der Welt zu, die Philosophie, der Schritt der Evolution, die Verantwortung der Einzelnen an der Suche nach Freiheit und Gleichheit, um eine Gesellschaft zu erhalten, in der die menschlichen Werte Vorrang haben.
Daher ist es die Pflicht der Menschen, die sozialen und politischen Beziehungen diesen Werten gemäß zu gestalten.

In der Sure Ghessas (die Geschichten) ernennt Gott den Menschen zum Erben, Herrscher und Führer der Erde. Als Konsequenz gehört die Souveränität dem Volk, ein Recht, das man ihm weder einschränken noch beschneiden darf. Der Wille Gottes realisiert sich also über die Souveränität des Volkes.

Ein andere Unterscheid zwischen dem demokratischen Islam und dem Fundamentalismus liegt in der Frage der Ausbeutung des Menschen durch andere Menschen.

Der Fundamentalismus hat im Namen Allahs die verschiedenen Formen der Diskriminierung theoretisiert, wie Ungleichheit zwischen den Geschlechtern.

Aber der demokratische Islam, der an die Eindeutigkeit glaubt und die Ausbeutung verneint, verkündet die Gleichheit und verurteilt jedwede Art der Diskriminierung. Der Koran, in der Sure Hadid (das Eisen) betrachtet die Philosophie der Mission der Gesamtheit der Propheten als notwendig für jede Justiz.

Die Sure Anbia (die Propheten) verkündet die Emanzipation und präzisiert, das die Gerechten die Erde erben werden.

Wir können daraus folgern, dass die Vision, die sich auf die dynamische Interpretation des Korans stützt, der natürlicher verbündete des Kampfes der Menschheit um Freiheit und Gerechtigkeit ist, und somit auch der Verbündete der Frauenbewegung für die Gleichberechtigung. Aber die Frage, die man sich nun stellt, ist ob die dynamische Interpretation des Islam auf dem Islam selber basiert oder ob wir diese Religion nur verändern wollen.

In der Tat handelt es sich bei der dynamischen Interpretation um den authentischen Islam. Diese Gedanken berufen sich direkt auf den Koran und die Lehren des Propheten Mohammed. Aber es handelt sich um eine andere Sicht, die nicht durch die Frauenfeindlichkeit getrübt wird. Es ist wahr, dass wir unsere Religion den demokratischen Islam nennen, aber es handelt sich dabei um keine neue Religion. Es handelt sich um einen Islam, der sich um die Entwicklung des Menschen kümmert, vor allem der Frauen, und der eine bedeutende Kraft besitzt, den Fundamentalismus zurückzudrängen.

Die historische Realität des Islam, die religiösen Texte und mehr noch der Koran selber verteidigen die Gerechtigkeit im Allgemeinen wie die Gleichheit der Frauen im speziellen.

Ca. 10 Jahren nach dem Auftauchen des Islam wurden neue Regeln für die Frauen erarbeitet und ihre Studie zeigt einen bedeutenden Prozess. In diesem Bereich sind folgende Grundrechte aufzuzählen:

1. Das gleiche Recht auf Leben und Respekt für Frauen
Vor dem Auftauchen des Islam wurden die Frauen von den Männern ihres Stammes getötet sobald es nur einen Verdacht gab. Ebenso wurden weibliche Neugeborene lebendig begraben, weil man Angst vor der Armut hatte oder sie nicht in die Hände von Sklavenhändlern oder feindliche Stämme fallen lassen wollte.

Der Koran verbietet in der Sure Asra 7 explizit diese Verbrechen.

2. Die Gleichheit zwischen Mann und Frau anerkennen
Der Islam betrachtet den menschlichen Wert als fundamental. In der Sure Hodjarat sagt er explizit, dass weder sexuelle noch ethnische Unterschiede wichtig sind und dass der Wert aller Werte das Mitleid ist. Das befreiende Mitleid, das zu einer Selbstbeherrschung führt und zu einer Anerkennung der Verantwortung. Darin sind Mann und Frau gleich.

3. Die Anerkennung der Kompetenz von Frauen in der Politik
Im demokratischen Islam haben Mann und Frau die gleichen Kompetenzen und die gemeinsame Pflicht, die Gesellschaft zu leiten. Diese Konzeption des Islam stammt aus dem Koran.

In der Sure Tobe heißt es: die Gläubigen (Mann und Frau) sind unteilbar und einander Führer. Das arabische Wort „vali“ besitzt in diesem Vers eine enorme Bedeutung, da es sowohl in der Bedeutung als Vormund als auch in der Bedeutung der Richtung genutzt wird. Das heißt in der höchsten Form der Freundschaft und der Zuneigung und Verantwortung gegenüber Gleichen.

4. Gleichheit in sozialen Belangen
Nach der Sure Ahzab haben Mann und Frau beide die Verantwortung für alle sozialen Belange und sie sollen dort eingreifen.

Mann und Frau haben die gleiche Verantwortung, sich bei Ungerechtigkeit zu erheben und für die Gerechtigkeit einzutreten (Sure Maedeh).

5. Die Unterstützung der Frau in den Familienbeziehungen
Vor dem Islam hatten die Frauen und Töchter keine Rechte bei der Wahl ihres Ehemannes. Der Islam hat ihnen die Macht zu entscheiden gegeben. Die Sure Nessa (die Frauen) unterstreicht das Recht der Frauen die Heiratsbedingungen gleichberechtigt festzulegen.

Übrigens sind im Islam ungerechte Scheidungen verboten. Vorher hatte nur der Mann das Recht auf Scheidung.

6. Finanzielle und wirtschaftliche Fragen
In der Sure Nessa wurde schon gesagt, dass ein gleiches Recht der Frauen auf Eigentum existiert. Vor dem Islam wurden Frauen als Eigentum des Mannes angesehen. Selbst ihre persönlichen Schmuckgegenstände wurden als Depot betrachtet, auf das der Mann jederzeit Zugriff haben konnte. Aber im Islam wird das Recht auf Eigentum Mann und Frau gleichermaßen zugestanden.


Liebe Freunde,

in Erinnerung an diese Errungenschaften möchte ich nun daraus folgern, was der Islam den Frauen an Rechten gibt, an sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rechten, war eine Revolution. Den Frauen einen Teil des Erbes und die Anerkennung des Eigentums zu geben - als sie selber als Eigentum betrachtet wurden - und das Recht als Zeugin auszusagen und zu leiten waren zu jeder zu seiner Zeit ein großer Schritt vorwärts.

Eine andere Frage stellt sich heute: waren die Errungenschaften gleichbedeutend mit einer Gleichheit? Natürlich nicht. Diese Errungenschaften bedeuteten nicht die absolute Gleichberechtigung. Aber jeder einzelner Schritt war damals vor 14. Jahrhunderten wichtig. Wenn der Islam keine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau anstrebte, warum hätte er sonst diese Schritte unternehmen sollen. Diese Schritte waren einzelne Schritte auf dem Weg der Gleichberechtigung. Wenn wir also die Sicht des dynamischen Korans betrachten, so können wir eine Spur der Emanzipation und Gleichberechtigung erkennen.

Um dies besser zu verstehen ist es gut, die Situation der Frau in Europa damit zu vergleichen. Noch Jahrhunderte nach dem Auftauchen des Islam verfügten die Frauen über keine vergleichbaren Rechte. In Großbritannien waren den Frauen noch lange Vormünder beigestellt, erst 1882 wurde dies per Gesetz beendet.

In Deutschland wurde ein entsprechendes Gesetz 1900 erlassen, dass die Frauen über die gleichen Rechte wie ihre Ehemänner verfügten. In Frankreich war es ähnlich.

Wenn man die Errungenschaften der Frauen mit den heutigen Kriterien vergleicht, so muss man anerkennen, was der Islam für die Frauen geschafft hat.

Die Frage, die sich nun stellt, lautet. Muss uns das, was vor 1400 Jahren modern war, uns heute als Modell dienen? Natürlich nicht. Die Errungenschaften der damaligen Zeit waren nur Etappen auf dem Weg von dem Altertum in die Moderne. Heute auf diesem Punkt zu verharren wäre rückschrittlich und unakzeptabel. Die Treue zum authentischen Geist des Islam muss heute zu weiteren Rechten und Freiheiten für die Frauen führen.

Man versteht nun was authentisch und die wahre Botschaft der Religion von Mohammed ist, der Gleichheit zwischen Mann und Frau predigt.
In diesem Bereich hat unsere Widerstandsbewegung erstaunliches geleistet. Erstmals haben Frauen leitende Stellen inne. Dies garantiert nicht nur die Emanzipation der Frauen, sondern es ist ein Prozess, der Mann und Frau befreit und ihre Entfremdung verschwinden lässt.

Wenn eine Generation, Männer und Frauen gemeinsam, bewusst und mit voller Absicht sich entschließt, von Personen geführt zu werden, die keinen vergleichbaren Status nutzen konnten, so ist dies eine Schritt rückwärts. Es ist in der Tat diese Veränderung, die den Reichtum der Menschlichkeit verblassen lässt. Die Frauen und Männer dieser Bewegung haben mit erhobenem Kopf dagegen gekämpft. Schon seit Jahren schreiten sie weiter auf ihrem Weg voran. Auf dem Weg der Geschichte schreitend stoßen sie die jahrtausendalte Kultur von Ausbeutung und Diskriminierung zurück.

Eine der größten Errungenschaften ist, dass jeder dazu beitragen kann. Und, wie der Koran es sagt, jeder kann die Augen seiner Seele öffnen. Jeder kann so die Werte erkennen: die Reinheit, das Mitleid und die Güte Gottes. In dieser Welt sind nicht die Fehler und Laster der Menschen, die dominieren, sondern ihre Tugenden.

Aber wie kann eine Widerstandsbewegung ein solches Niveau erreichen. In der Tat hat der Zugang der Frauen zur Gleichberechtigung nur über zahllose Opfer von Frauen ermöglicht werden können. Opfer in erster Linie in einem langen und blutigen Kampf gegenüber einer mittelalterlichen Diktatur. Von 120.000 wegen politischen Gründen Exekutierten in den letzten 24 Jahren waren ca. 40.000 Opfer Frauen.

Unter diesen Opfern gab es Mädchen von 13 Jahren, wie Fatemeh Mesbah, alte Mütter, wie Frau Zakeri, und zahlreiche schwangere Frauen.

In einem Wort, sie haben gezeigt, dass sie die die Lösung für den Fundamentalismus und die religiöse Diktatur sind. Ohne ihre Präsenz gäbe es weder Widerstand noch Aussicht auf einen Sieg. Die Mullahs an der Macht halten sich dank der brutalsten Unterdrückung, aber in Wahrheit haben die Frauen dieses Widerstandes bereits ihre frauenfeindliche Ideologie besiegt.