Monday, November 29, 2021
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Große Kundgebung in Paris zur Unterstützung der Proteste im Iran

Bei einer großen Kundgebung auf dem Trocadero in Paris gab die iranische Gemeinschaft in Frankreich ihre Unterstützung für die Proteste im Iran bekannt, die den Iran seit dem 15. November erschüttern. Das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte des Regimes gegen die Erhebung hat mindestens 600 Tote unter den Protestierenden hinterlassen.

Die Esplanade für Menschenrechte nahe dem Palais de Chaillot, wo die UNO Generalversammlung 1948 die Universale Erklärung der Menschenrechte verabschiedete, war mit dreifarbigen iranischen Fähnchen übersät und es wurden die Bilder der Märtyrer bei dem Aufstand gezeigt.


Unterstützer der PMOI/MEK und des NWRI halten in Paris eine Kundgebung zur Unterstützung der Proteste im Iran ab, 2. Dez 2019

Auf dem Platz wurde auf einem großen Bildschirm eine Videobotschaft von Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des NWRI angezeigt.

In ihrer Rede forderte die iranische Oppositionsführerin Frau Maryam Rajavi Frankreich auf, eine europäische Initiative dafür anzuführen, dass ein internationales Ermittlungsteam in Irans Folterkammern geschickt wird.

„Das Blut von mehr als 600 rebellischen Jugendlichen, die Schreie von 12 000 verhafteten Jugendlichen, die in Khameneis Folterkammern sind, und die Schreie einer rebellischen Nation rufen aus dem ganzen Iran die Welt auf, sich gegen den religiösen Faschismus zu wehren“, betonte sie.

Frau Rajavi bestätigte, dass die Erhebung im November ein Regime zeigten, dass das Regime nicht imstande ist, die anbrandenden Gezeiten der Proteste und der sozialen Rebellion aufzuhalten und dass das iranische Volk niemals nachgeben wird,

„Die allgemeinen Bedingungen werden nicht zu dem Gleichgewicht von vor der Erhebung zurückkehren. In Panik versetzt durch das an allen Ecken lauernde Gespenst eines Sturzes, suchen die Mullahs ihre Zuflucht bei entsetzlichen Verbrechen. Khamenei hat seine Söldlinge angewiesen, direkt auf die Jugendlichen in den Straßen zu schießen. Rohani hat die kriminellen repressiven Kräfte gelobt“, fügte sie hinzu.

Frau Rajavi erklärte, die Erhebung sei ausdauernd und das Regime sei nicht fähig, die Proteste in Grenzen zu halten und den Aufstand der rebellischen Städte, der Widerstandseinheiten und der großen Befreiungsarmee zu verhindern.

„Dieser Aufstand wird weitergehen, bis er das ganze Kleriker Regime gestützt hat; diese Erhebung wird fortgesetzt, bis Freiheit und Volkssouveränität im Iran fest etabliert sind“, äußerte sie.

In Bezug auf die internationale Gemeinschaft sprach Frau Rajavi ihr Bedauern aus, dass sie nicht angemessen auf die Verbrechen gegen die Menschlichkeit reagiere, die derzeit im Iran vor sich gingen.

„Die Europäische Union muss ihr Appeasement gegenüber dem Kleriker Regime beenden. Einem Regime, das Protestierende abschlachtet und seine Verpflichtungen nach dem JCPOA eine nach der anderen nicht einhält, sollten keine Zugeständnisse gemacht werden. Die EU muss den Auslöseknopf für Sanktionen des UNO Sicherheitsrats gegen diese barbarische Diktatur drücken, die eine Bedrohung für den globalen und regionalen Frieden und deren Sicherheit darstellt“, schloss sie.

„Wir alle unterstützen das iranische Volk, das nur einen Ehrgeiz hat, die Freiheit im Iran“, meinte Michèle de Vaucouleurs, Vorsitzende des Parlamentskomitees für einen demokratischen Iran in der französischen Nationalversammlung.

Jean-Francois Legaret, Bürgermeister des ersten Bezirks von Paris, erklärte, dass die unterdrückten Menschen im Iran keinen anderen Ausweg aus der Situation hätten als die Revolte.

„Weg mit den Masken vom Gesicht. [Der Präsident des Regimes Hassan] Rohani ist kein Reformist. Wir können mit einem barbarischen Regime nicht verhandeln. Diese Anklage für Verbrechen gegen die Menschlichkeit sollte vor Gericht erhoben werden“, ergänzte der Bürgermeister.

„Ich fordere Präsident Emmanuel Macron auf, die Initiative für die Entsendung eines Ermittlungsteams in den Iran zum Besuch der Gefängnisse zu ergreifen. Die EU sollte die Repression der Mullahs gegen die Demokratie stoppen“, bestätigte auch Jacques Boutault, Bürgermeister des 2. Bezirks von Paris.

Mehrere Mitglieder der iranischen Gemeinschaft, darunter auch Mitglieder des NWRI redeten vor der Versammlung.