• English
  • French
  • Deutch
  • Italian
  • Arab
  • Spanish
  • Albanian
  • Last Modified: Dienstag 20 November 2018, 07:49:48.
  • English
  • French
  • Deutch
  • Italian
  • Arab
  • Spanish
  • Albanian

Proteste im Iran gehen weiter

In mehreren iranischen Städten sind am 5. November Basarhändler in den Streik getreten aus Protest gegen die Inflation und die hohen Preise, die die Lebenshaltung der Bevölkerung erheblich beeinträchtigt, wobei Aufrufe zum Streik zuvor in den sozialen Medien kursierten.

In den sozialen Medien wurden Bilder und Videos von geschlossenen Geschäften im Amin Basar in Teheran, in der Aftan Mall in Gorgan und durchweg in Täbris, Babol, Roudsar, Saqez und Baneh verbreitet.

Zuletzt gingen am 8. Oktober Basarhändler in mehr als 50 Städten in 21 Provinzen in den Streik.

Lastwagenfahrer

Ebenso geht im Iran die vierte Runde der Streiks der Lastwagenfahrer im Jahr 2018 weiter und erreicht den sechsten Tag, wobei die Fahrer bessere Arbeitsbedingungen, fairere Bezahlung  und die sofortige Freilassung der in der letzten Runde der Streiks Verhafteten forderten.

Videos und Fotos aus dem ganzen Iran zeigen leere Laderampen in vielen Städten, weil die Lastwagenfahrer sich weigern, ihre Fahrzeuge zu beladen.

Die staatliche Nachrichtenagentur ILNA berichtete, dass in den letzten Monaten Probleme auf dem Kfz Markt aufgetreten sind, darunter ein Schwarzmarkt und instabile Preise. Diese hätten die Lastwagenfahrer und die Fahrer von Schwerfahrzeugen am meisten betroffen. Dies hat zum wirtschaftlichen Niedergang beigetragen und zuletzt zu einer gefährlichen Situation für die Fahrer, wodurch auch Unfälle sich gehäuft haben.

Es ist jetzt das vierte Mal innerhalb von sechs Monaten, dass iranische Lastwagenfahrer an einem verlängerten Streik teilnehmen. Im Verlauf von 2018 hat das iranische Regime mit verstärkten Strafmaßnahmen gegen streikende Fahrer reagiert, mit willkürlichen Festnahmen und der Androhung der Todesstrafe.

Während der letzten Runde der Streiks, die am 23. September begonnen und 20 Tage angedauert hat, nahm das iranische Regime 17 Lastwagenfahrer in Kazvin fest und forderte die Todesstrafe.

Der Streik der Lastwagenfahrer hat die internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen, wobei die Internationale Transportföderation (ITF) ihre Unterstützung für den Streik erklärt hat und zusammen mit fünf großen Gewerkschaften die Anwendung der Todesstrafe für Protestierende verurteilt hat.

Investoren und Studenten

Während immer mehr Kunden der vom Regime unterhaltenen Finanzinstitute Proteste vor dem Parlamentsgebäude in Teheran abgehalten haben, wobei Slogans gegen die Korruption des Regimes und das Stehlen des Gelds der Bevölkerung angestimmt wurden, protestierten vor dem gleichen Parlament auch Studenten dagegen, dass die Ergebnisse der Tests juristischen Ausbildung noch nicht veröffentlicht wurden.

Stahlarbeiter

Außerdem haben sich in Ahwaz die Arbeiter der Nationalen Stahlgruppe Ahwaz vor den Büros des Unternehmens versammelt, um gegen die Nichtauszahlung der Löhne zu protestieren. Die Auszahlung steht seit drei Monaten aus. Zuvor haben die Arbeiter gegen unbezahlte Löhne, unterdurchschnittliche Arbeitsbedingungen und das Fehlen von Minimalrechten und –bedingungen protestiert.

E-Mail

Copyright © 2018 Nationalen Widerstandsrates Irans (NWRI) - Auswartiger Ausschuss.