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  • Last Modified: Dienstag 19 März 2019, 07:33:26.
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Iranische Lehrer beginnen vierten Streik in diesem Jahr

Die iranischen Lehrer und anderes Bildungspersonal gingen am 14. Februar landesweit auf die Straßen. Es war der vierte Streik im persischen Jahr, welches am 21. März 2018 begann.

Es gab Proteste in Mashhad, Kermanshah, Urmia, Ardabil, Khorramabad, Sanandaj und Marivan. An den Protesten nahmen sowohl aktive wie auch im Ruhestand befindliche Lehrer teil, so wie bei den drei zuvor erfolgten Streiks auch.

Die Lehrer fordern eine komplette Zahlung ihrer ausstehenden Gehälter, die Freilassung von inhaftierten Lehrern, die bei früheren Protesten für friedlichen Aktivismus verhaftet wurden und eine freie Bildung für alle Kinder.

In Kermanshah (Westiran) gab es eine große Demonstration vor dem Bildungsministerium. Dort riefen die Teilnehmer:“ Arbeiter und Rentner, vereinigt euch!“ Es waren viele Frauen auf den Protesten anwesend, so wie bei vielen anderen Anti – Regime Protesten auch, wo sie ebenfalls an vorderster Front zu finden waren.

In Sanandaj hielten Lehrer Plakate mit den Aufschriften „Jemand muss für eine Gesellschaft aufrufen, in der Lehrer nicht mehr inhaftiert sind“ in die Luft. Es waren auch Plakate mit der Forderung für eine freie Bildung aller iranischen Kinder zu lesen.

Die Lehrer versammelten sich nicht nur in Kermanshah vor dem Bildungsministerium, sondern auch in Mashhad, Urmia und Marivan.

In Urmia fand die Kundgebung trotz der Anwesenheit von Sicherheitskräften statt, die oft zu den friedlichen Protesten verlegt werden, weil das Regime Angst hat, dass sich diese Proteste wie im Dezember 2017 ausweiten könnten. Laut eines Augenzeugen war die Zahl der Sicherheitskräfte weitaus größer als die Zahl der Teilnehmer an der Demonstration. Dennoch wurden einige Lehrer verhaftet.

Die iranischen Lehrer hatten bereits im Mai, Oktober und November landesweit gestreikt.

Im November ging es um die Zahlung ausstehender Gehälter, die Einhaltung der Gesundheitsversorgung, mehr Respekt und eine freie Bildung für alle Kinder sowie die Freilassung der Lehrer, die im Oktober verhaftet wurden.

Im Oktober fand der Streik in 60 Städten in 26 Provinzen statt. Dort wurde auch die hohe Inflation, die hohen Preise, der Verlust der Kaufkraft der Lehrer, die Privatisierung der Bildung, der vermehrte Unterricht von Studenten sowie die Veruntreuung der Pensionsfonds der Lehrer kritisiert.

Zudem gab es im letzten Jahr mindestens 280 kleinere Proteste , die dreimal so hoch waren, wie die 88 Proteste, die es im letzten persischen Jahr vom 21. März 2017 – 2018 gab und das Jahr ist noch nicht beendet.

Die Gehälter der Lehrer befinden sich zu 2/3 unterhalb der Armutsgrenze. Viele arbeiten nur mit Zeitverträgen und diese erhalten gar nur ¼ von dem, was sie zum Leben brauchen. Rund 80% aller Iraner leben unterhalb der Armutsgrenze.

 

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