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  • Last Modified: Donnerstag 18 Juli 2019, 20:58:47.
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Vergeltung für den Erfolg des iranischen Widerstandes in Warschau: Wiederholung von „Relotius“ im SPIEGEL, diesmal durch das Geheimdienstministerium der Mullahs!

Fake News

PMOI prangert Affären an: gestern bei der Bundeswehr, heute beim SPIEGEL

Teil 1

  • Es ist nicht zu glauben, dass DER SPIEGEL am 16. Februar 2019 einen Artikel einer Webseite des iranischen Geheimdienstes MOIS weiterverbreitet. Dieser Artikel wurde am 24. November 2018 vom MOIS veröffentlicht und trug den Titel: „Interview der deutschen Zeitschrift DER SPIEGEL mit Gholamreza Shekari“. Dieser Artikel wurde schon am selben Tag durch die Deutschlandvertretung des Nationalen Widerstandsrates Iran übersetzt und dem SPIEGEL geschickt. Shekari sagte im Gespräch mit dem SPIEGEL: "Ich begab mich in die iranische Botschaft (in Albanien), um die Rückkehr in meine Heimat zu beantragen!" Nun hat aber DER SPIEGEL in seiner Printausgabe diesen Satz zensiert, um eine Blamage zu verhindern.
  • Die Deutschlandvertretung des Nationalen Widerstandsrats Iran teilte schon am 12. Oktober 2018 in einem Schreiben an die SPIEGEL-Chefredaktion mit, dass das Verhalten der Reporterin Luisa Hommerich (Autorin des Artikels vom 16. Februar 2019) „unprofessionell und fragwürdig“ sei, besonders da „Frau Hommerich während ihres längeren Aufenthalts im Iran aufgrund ihrer Tätigkeit aktive Kontakte mit staatlichen Organen und Bassidj-Milizen sowie den Sicherheitsbehörden des Iran hatte.“ (Foto: Luisa Hommerich (r.) mit einer Angehörigen vom paramilitärischen Bassidj-Truppen des Regimes)

 

Schreiben vom 12. Oktober 2018 an die SPIEGEL-Chefredaktion

 

An die Chefredaktion des Magazins Der Spiegel

Herrn Steffen Klusmann, Frau Barbara Hans, Herrn Ullrich Fichtner

Ericusspitze 1

20457 Hamburg  

Berlin, 12.10.2018

Betr.: Mögliche Instrumentalisierung Ihres Magazins durch das iranische Regime

 

Sehr geehrte Chefredaktion des Magazins „der Spiegel“,

Ich schreibe diesen Brief an Sie, um Sie auf das unprofessionelle und fragwürdige Verhalten einer Ihrer Mitarbeiterinnen hinzuweisen, dass dazu führen kann, dass der im Iran herrschende religiöse Faschismus das Magazin Der Spiegel gegen die iranische Opposition instrumentalisiert.

Frau Luisa Hommerich, eine Volontärin Ihres Magazins, hat am 30. September 2018 unangemeldet die Heimstätte von iranischen Flüchtlingen/Dissidenten – Angehörigen der oppositionellen Volksmodjahedin (PMOI/MEK) – in Tirana (Albanien) aufgesucht und dort um ein Gespräch mit Herrn Farid Tutunchi, einem der rechtlichen Vertreter der dortigen Bewohner, gebeten. Um Vertrauen zu gewinnen, sagte sie, dass sie in Deutschland mit mir in Kontakt stünde. Sie erklärte, sie sei nach Albanien gereist, um über syrische Flüchtlinge zu berichten und habe die Gelegenheit genutzt, auch die Heimstätte von iranischen Dissidenten aufzusuchen und werde am 2. Oktober Albanien verlassen. Die Entwicklungen davor und danach zeigen, dass die Wahrheit mit dem, was oben erwähnt wurde, viele Differenzen hat.

  1. Ich habe Frau Hommerich niemals gesehen! Anfang September hat sie mich angerufen und sagte, sie arbeite als Volontärin beim Spiegel und würde sich gerne mit mir treffen. Infolge ihres Beharrens habe ich ihr ein Treffen am 11. September im Vertretungsbüro des Nationalen Widerstandsrats Iran in Berlin vorgeschlagen. Am 10. September teilte sie mir mit, sie könne den Termin nicht wahrnehmen und schlug den 14. September vor, was aber bei mir terminlich nicht passte. Sie hat aber weder in ihren E-Mails oder sonst irgendwie ahnen lassen, dass sie beabsichtigt, nach Albanien zu reisen, um die Volksmodjahedin zu besuchen. Später habe ich erfahren, dass Frau Hommerich während ihres längeren Aufenthalts im Iran aufgrund ihrer Tätigkeit aktive Kontakte mit staatlichen Organen und Bassidj-Milizen sowie den Sicherheitskreisen hatte.
  2. Am 1. Oktober trifft sich Frau Hommerich mit einigen Agenten des iranischen Geheimdienstes in Albanien, deren Zusammenarbeit mit dem iranischen Geheimdienst zuvor detailliert aufgedeckt und veröffentlicht worden war. Leute wie Ehsan Bidi, Manochehr Abdi, Hassan Heyrani. Einiges über die Hintergründe dieser Personen können Sie in folgenden Veröffentlichungen sehen:

https://www.ncr-iran.org/en/ncri-statements/terrorism-fundamentalism/15404-mullahs-intelligence-dispatches-agent-to-albania-as-refugee-to-disrupt-transfer-of-camp-liberty-residents?highlight=WyJlaHNhbiIsIidlaHNhbiIsImJpZGkiLCJlaHNhbiBiaWRpIl0=

http://iranprobe.com/camp-liberty-2/mois-s-agents-and-spies/ehsan-bidi,-iran-ministry-of-intelligence-agent-in-albania.html

Daraufhin wurde sie am Nachmittag des 2. Oktobers dabei erwischt, als sie sich heimlich von einer anderen Seite dem geschützten Aufenthaltsort von genannten Flüchtlingen näherte und eventuell Aufnahmen machte. Albanisches Sicherheitspersonal warnte sie davor und so musste sie den Ort verlassen.

  1. Die genannten iranischen Flüchtlinge – MEK-Angehörige – sind seit langer Zeit einer hinterhältigen, terroristischen und Dämonisierungskampagne des klerikalen Regimes ausgesetzt, die hauptsächlich von Leuten ausgeführt wird, die unter dem Deckmantel von Journalisten arbeiten. Einigen von diesen sogenannten Journalisten ist es leider auch gelungen, sich in westliche Medien einzuschleichen. Ali Fallahian, der ehemalige und berüchtigte Geheimdienstminister der Mullahs, nach dem wegen seiner direkten Verwickelung beim Berliner Mykonos-Anschlag durch einen von der deutschen Justiz ausgestellten internationalen Haftbefehl gefahndet wird, sagte am 09. Juli 2017: "Zur Sammlung von Informationen braucht das Geheimdienstministerium Deckung, sei es im In- oder Ausland. Wir würden doch keinen Geheimdienstbeamten nach Deutschland oder in die USA schicken, der da sagt: Hallo! ich bin vom Geheimdienstministerium. Hierzu sind Tarnungen als Journalisten oder Kaufmann notwendig.“ Das iranische Regime plante einen Bombenanschlag gegen MEK-Mitglieder während ihres Neujahrsfestes in Albanien, der glücklicherweise in letzter Minute vereitelt wurde. In diesem Zusammenhang wurden zwei Agenten des iranischen Geheimdienstministeriums festgenommen, die ebenfalls als „Journalisten“ nach Albanien gereist waren.
  2. Beachten Sie bitte Folgendes aus dem schmutzigen medialen Spiel des klerikalen Regimes gegen die MEK, besonders in Albanien:
  • Am 21. August blockierten Facebook und Twitter Hunderte von Fake-Accounts, die das iranische Regime nutzte, um Lügen zu verbreiten. Am 29. August gab Reuters bekannt, dass „Irans Online-Infiltration-Operationen größer, dauerhafter und globaler werden. Diese Operationen, die Internetnutzer weltweit zum Ziel machen, sind weit größer als bisher eingeschätzt …“
  • Hinweisend auf die Anhänger des iranischen Widerstandes unterstellte der Außenminister der Mullahs, Javad Zarif, zwei Tage später, und indem wie üblich „USA und Saudi-Arabien“ als deren Unterstützer bezichtigte: "Ich bin überrascht, dass diese Unternehmen die Accounts einiger iranischer Benutzer geschlossen haben, während diese Fake-Accounts und Roboter, die zweifelsohne gesteuert werden, ungehindert weiterarbeiten können.“ (Staatliche Website Khabar Online 31. August 2018)
  • Am 6. September 2018 veröffentlichte der britische TV-Channel 4, der von dem Aufenthaltsort der MEK-Mitglieder in Albanien heimlich Filmaufnahmen und Bilder machte und diese an die Agenten des iranischen Geheimdiensts weitergeleitet hatte, eine Reportage im Auftrag der Mullahs und behauptete, dass die Volksmodjehadin in Albanien die "Online-Fälscher“ seien.
  • Zehn Tage später, am 16. September, sagte in der englischsprachige Al Jazeera-TV der Söldner Hassan Heyrani, mit dem Frau Hommrich ein gemeinsames Bild im Facebook geteilt hat, dass die Volksmodjahedin seit Ende 2017 durch die Hashtags, die einen Regimewechsel im Iran fordern, die Ansichten in den Hauptmedien verändert haben ... Aber obwohl die Volksmodjahedin "mächtige Freunde" im Ausland haben, haben sie im Iran "keinerlei Unterstützung".
  • Unverzüglich und noch am selben Tag forderte Javad Zarif Twitter auf, die Konten der Anhänger der Volksmodjahedin in Tirana zu schließen, die das von Washington gesteuerte Regimewechsel-Programm im Iran wiedergeben.“
  • Am selben Tag schrieb Baidinejad, der Botschafter des iranischen Regimes im Vereinigten Königreich: "Kurz nachdem Herr Dr. Zarif auf die bittere Realität der Existenz eines massiven Netzwerks zur Generierung- und Reproduktion gefälschter Tweets hingewiesen hatte, veröffentlichten der britische TV Channel 4 und der Sender Al Jazeera Dokumentarfilme, welche die versteckten Gesichter dieser bitteren Realität aufdeckten". Er forderte Internet-Betreiber Twitter auf, „auf die offizielle Bitte von Dr. Zarif zu reagieren und die Fake-Accounts zu blockieren, die Hashtags mit dem Ziel des Regimewechsels im Iran zu verbreiten".
  1. Das Bedürfnis der Mullahs, in der gegenwärtigen politischen Situation den iranischen Widerstand zu zerschlagen, ist stärker als je zuvor. Die anhaltenden Proteste und Aufstände gegen die Regierung in den letzten 10 Monaten haben das Mullah-Regime in seiner Gesamtheit mit noch nie dagewesenen Herausforderungen konfrontiert. Die optimistischsten unabhängigen Analytiker halten das Überleben dieses Regimes für fragwürdig. Die frustrierte Masse hat in den Demonstrationen ein klares Wort sowohl gegen die „Reformisten“ als auch gegen die „Hardliner“ gesprochen, indem sie skandierte: „Reformist, Hardliner, das Spiel ist nun endlich zu Ende“. Mit dieser Klarstellung haben die Menschen einen deutlichen Schlussstrich gegenüber all diejenigen gezogen, die auf die Fortsetzung dieses Regimes setzten und wie Parasiten an den „Reformisten“ festhielten. In einem ungewöhnlichen diplomatischen Akt betonte Hassan Rohani in einem Telefonat mit Präsident Macron im Januar 2018, dass die MEK Drahtzieher der Aufstände im Iran seien und forderte, dass den MEK in Frankreich Beschränkungen auferlegt würden.
  2. Mehr als 3000 iranische Dissidenten – die Mitglieder der Oppositionsbewegung der Volksmodjahedin – die von Terroristen und den mit dem iranischen Regime verbündeten Milizen im Irak in unmittelbarer Lebensgefahr waren, wurden in einem 4 Jahre lang dauernden internationalen humanitären Projekt nach europäischen Ländern transferiert. Zuvor waren sie 9 Militär- und Raketenangriffen sowie einer medizinischen Blockade ausgesetzt, die 168 Tote und mehr als 1.000 Verletzte forderten. Während die Bundesregierung 100 dieser Flüchtlinge aufnahm, wurde der großen Mehrheit dieser Menschen humanitären Schutz gewährt. Seitdem die Verschwörungen des iranischen Regimes, die Mitglieder dieser organisierten iranischen Opposition im Irak zu massakrieren oder sie zur Kapitulation zu erzwingen, gescheitert sind und nachdem viele der Mitglieder der Organisation nach Albanien transferiert wurden, konzentriert dieses seine Kampagne gegen iranische Dissidenten in Albanien. So wurden verstärkt in den letzten Jahren Verschwörungen geschmiedet. In diesem Zusammenhang hat sich das iranische Regime in den letzten Monaten einigen Journalisten iranischer Abstammung bedient und somit versucht, durch Verbreitung von Desinformationen gegen die Volksmodjahedin, insbesondere in Alaninen, den Weg für terroristische Anschläge gegen sie zu ebnen. Ein Blick in die Berichterstattung dieser Personen deutet klar darauf hin, dass sie sich der immer gleichen Informationsquelle bedienen, nämlich der des iranischen Geheimdienstministeriums MOIS. Dasselbe Ministerium, das gerade am 2. Oktober von der französischen Regierung offiziell für den vereitelten terroristischen Anschlag am 30. Juni in einem Vorort von Paris verantwortlich gemacht wurde. Hierzu sind folgende Artikel aufschlussreich:

http://isjcommittee.com/2018/09/despicable-demonization-campaign-iranian-democratic-opposition-pmoi-mek-preparing-grounds-terrorist-attacks/

https://www.ncr-iran.org/en/ncri-statements/international/25193-iran-s-intelligence-ministry-uses-britain-s-channel-4-against-iranian-refugees-in-albania

https://www.ncr-iran.org/en/ncri-statements/terrorism-fundamentalism/25250-warning-demonization-efforts-by-uk-channel-4-news-setting-the-stage-for-terrorist-acts-against-pmoi-mek-refugees-in-albania

https://www.ncr-iran.org/en/ncri-statements/terrorism-fundamentalism/25317-de-facto-confessions-of-iran-regime-officials-al-jazeera-english-and-channel-4-programs-against-the-pmoi-were-planned-by-the-regime

 

  1. Zur Verstärkung der Machenschaften gegen die MEK wurde das Personal der iranischen Botschaft in Albanien, einem Land, das zuvor für den Iran unbedeutend war, mindestens um das Dreifache aufgestockt. Der iranische Geheimdienst MOIS hat einige seiner Agenten, wie Ehsan Bidi, nach Albanien versetzt. Sie haben die Aufgabe, sich als ehemalige Mitglieder der MEK auszugeben und die Presse mit erfundenen Falschinformationen des iranischen Regimes zu versorgen sowie aus den Reihen der Opposition Mitarbeiter für MOIS zu rekrutieren und somit ein Spionagenetz zu etablieren bzw. Vorbereitungen für terroristische Aktionen zu treffen. Beispielsweise waren die Falschaussagen des MOIS-Agenten Ehsan Bidi die Grundlage einer Reportage, die Deutsche Welle mit dem Titel „Bleibe für Volksmudschaheddin in Albanien“ am 25. Mai 2016 veröffentlicht hat. Dieser Beitrag, der auf der Website der Deutschen Welle zu finden war, wurde sofort von der offiziellen Website dieses Mediums entfernt, nachdem wir der Leiterin der Europa-Redaktion der Deutschen Welle authentische Erkenntnisse und Belege über die Agententätigkeit von Ehsan Bidi für den MOIS zur Verfügung gestellt haben. Der schon öfters enttarnte Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes verbreitete im DW-Beitrag viele falsche Informationen, machte schwere hier im Lande strafbare Vorwürfe über Mord, Folter und Inhaftierungen, ohne einen einzigen Beleg zu liefern. Im Gegensatz zu seiner Angabe bei seinem Asylantrag, dass er aus dem Iran (ohne Pass) geflüchtet sei, liegen dem iranischen Widerstand Belege über seinen iranischen Reisepass vor. So dürfte er überhaupt keinen Asylantrag stellen. Eine Kopie seines iranischen Passes finden Sie im Anhang dieses Schreibens.
  2. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass die iranische Hauptopposition Volksmojahedin (MEK) Zielscheibe der Aktivitäten des iranischen Geheimdienstes MOIS im Ausland ist (Quelle: Jahresbericht 2016 des Bundesamtes für Verfassungsschutz). Dabei bedient sich der MOIS ganz besonders ehemaliger Angehöriger der iranischen Opposition sowie Tarnvereine, die in seinem Auftrag u.a. in Europa gegründet worden sind (Quelle: BfV-Jahresbericht). Die Agenten spionieren aus, verbreiten falsche Informationen und versuchen neue Agenten anzuwerben. In den letzten vier Jahren spähen sie besonders die Gruppe von Oppositionellen aus, die aus Camp Liberty in sicheren Drittländer gekommen sind (Verfassungsschutzbericht des Landes NRW[1]). So lief 2016 ein Strafverfahren im Berliner Kammergericht[2] gegen einen ehemaligen Komplizen von Ehsan Bidi (Maysam Panahi) und deren gemeinsamen Kontaktperson beim MOIS („Sajjad“), wobei Panahi zu zwei Jahren und vier Monaten Haftstrafen verurteilt wurde.
  3. Abgesehen vom gescheiterten Terrorplan vom März 2018 gegen Neujahrsfeier von MEK-Angehörigen in Tirana, wurde am 30. Juni 2018 ein Terroranschlag auf den iranischen Widerstand in Villepinte bei Paris vereitelt. In diesem Zusammenhang befinden sich vier Terror-Beschuldigte im Gefängnis, darunter auch Assadollah Assadi, ein an der iranischen Botschaft in Österreich akkreditierter 3. Botschaftsrat. Assadi wurde auf dem Rückweg nach Österreich in Deutschland festgenommen, nachdem er den beiden Attentätern in Luxemburg eine Bombe ausgehändigt hatte. (s. Spiegel vom 28. September 2018[3]). Diese Angelegenheit ist bereits zu einem politischen Skandal geworden (FAZ, 02. Oktober 2018[4]). Assadi wurde kürzlich nach Belgien ausgeliefert, um dort der Justiz gestellt zu werden.

Laut einer Erklärung des US-Justizministeriums wurden zwei Geheimdienstagenten Irans in den Vereinigten Staaten am 9. August verhaftet, die Informationen zu möglichen Anschlägen gegen die Aktivisten des iranischen Widerstandes gesammelt hatten. Die gezielte Propaganda des iranischen Geheimdienstes gegen die MEK soll die Niederschlagung der Opposition legitimieren und den Weg für zunehmende terroristische Anschläge gegen sie ebnen.

 

Sehr geehrter Herr Chefredakteur,

Am 11. Mai 2018 wurde ein Artikel bei Spiegel-Online veröffentlicht, in dem suggeriert wurde, die iranische Opposition MEK „habe keinen Rückhalt im Inland“, sei in der Vergangenheit „mal durch marxistische, mal durch stalinistische Ideologie“ aufgefallen und manche „Aussteiger“ würfen ihr „sektenartige“ Verhältnisse vor. In diesem Artikel gab es nicht einmal einen einzigen Satz über die Verbrechen des Mullah-Regimes gegen die Menschlichkeit, gegen sein eigenes Volk sowie seine vernichtende Kriegstreiberei in der ganzen Region.

Ich schrieb seinerzeit an Spiegel:

>>Diese Vorwürfe sind nichts Neues. Seit nahezu vier Jahrzehnten verbreitet das iranische Regime diese von seinen Diensten fabrizierten Vorwürfe permanent in Druckform, im Internet oder in sogenannten Dokumentarfilmen, die sehr kostspielig sind. Berichte des deutschen Verfassungsschutzes unterstreichen, dass „der iranische Nachrichtendienst unbeirrbar an der Strategie festhält, die Volksmodjahedin durch gezielte Propaganda zu diskreditieren“ und dass er dazu u. a. „Aussteiger“ rekrutiert. Die nicht fundierten Vorwürfe gegen die MEK basieren im Wesentlichen auf diesen anonymen Quellen.<<

Aber trotz unserer häufigen Verweise hat Spiegel unsere Gegendarstellung zur Korrektur der falschen Aussagen nicht veröffentlicht, was gegen die grundlegendsten Prinzipien der Neutralität ist. Meine Gegendarstellung zum Spiegel-Online-Artikel vom 11. Mai 2018 ist beigefügt.

Angesichts der oben erwähnten Ausführungen bitte ich Sie, nicht zu erlauben, dass noch einmal SPIEGEL vom iranischen Regime und seinen berüchtigten Agenten als eine Tribüne gegen die Bevölkerung und den Widerstand des Iran instrumentalisiert wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

Javad Dabiran

Deutschlandvertretung des Nationalen Widerstandsrates Iran

 

[1] Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen über das Jahr 2017, S. 129-130

[2] Aktenzeichen: 1 BGs 106/15 und 3 BJs 20/14-1

[3] http://www.spiegel.de/plus/bundesanwaltschaft-ermittelt-gegen-diplomaten-aus-iran-wegen-terrorverdacht-a-00000000-0002-0001-0000-000159674226

[4] http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frankreich-friert-iranische-gelder-nach-vereiteltem-anschlag-ein-15818396.html

 

Schreiben vom 14. November 2018 an die SPIEGEL-Chefredaktion

 

Herrn Mathieu von Rohr

stellvertretender Ressortleiter Ausland

SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG

Ericusspitze 1

20457 Hamburg  

Berlin, 14.11.2018

 

Ich habe Ihren Brief heute erhalten und bereite eine Antwort vor. Ich werde Ihnen die Antwort senden, sobald sie fertig ist. Dann möchte ich Sie einladen, die Residenz der iranischen Flüchtlinge in Albanien zu besuchen. Ich möchte Sie jedoch auf folgende Punkte aufmerksam machen. Zur Erläuterung jedes dieser Punkte stehe ich Ihnen mit zusätzlichen Dokumenten zur Verfügung.  

  1. Am 11. Mai 2018 veröffentlichte SPIEGEL Online einen Artikel mit dem Titel: „Volksmudschahidin in Iran: Amerikas neue Freunde“, der von der negativen Propaganda und den Fehlinformationen des Mullahs-Regimes, die zur Unterdrückung der Hauptopposition dienen sollen, geprägt war. Am 18. Mai 2018 habe ich im Namen der Deutschlandvertretung des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) eine Gegendarstellung/Erwiderung zu diesem Artikel und zu den darin erhobenen Vorwürfen an SPIEGEL und SPON geschickt. Trotz aller Nachfragen wurde diese Gegendarstellung leider keinesfalls berücksichtigt. Ich sende Ihnen diesen Brief im Anhang und hoffe auf Ihre Aufmerksamkeit. (Anlage 1)  
  1. Am 12. Oktober 2018 schrieb ich erneut an die Chefredaktion des Magazins DER SPIEGEL. Diesen Brief schicke ich auch Ihnen erneut im Anhang. Es tut mir Leid, dass DER SPIEGEL auf diesen Brief bisher nicht geantwortet hat. (Anlage 2)

Ich möchte Ihnen mitteilen, dass die Volksmodjahedin (MEK) einer hinterlistigen terroristischen und Dämonisierungs-Kampagne durch "befreundete Journalisten" ausgesetzt worden sind. Diese Kampagne geht letztlich auf das Mullah-Regime zurück.

Das Foto der SPIEGEL-Reporterin (Frau Luisa Hommerich), aufgenommen während ihrer Reise nach Albanien im Oktober 2018 – beim Besuch mit Hassan Hayrani, einem Söldner des iranischen Geheimdienstes, der das Foto auf seinem Instagram-Account veröffentlichte – überrascht in höchstem Maße (Anlage 3). Hassan Heyrani, einem Bewerber um Mitgliedschaft in der MEK, wurde wegen „Verdachts auf Spionage und aus Sicherheitsgründen“ der Ausschluss aus der Organisation am Ende der Probezeit, dem 10. April 2018, mitgeteilt. Die entsprechende Mitteilung lege ich ebenfalls bei (Anlage 4). Er hat darin mit eigener Handschrift um Verzeihung und Nachsicht gebeten. Ebenfalls ist eine eigenhändig unterschriebene Empfangsbestätigung über den Erhalt von 2500 Dollar finanzielle Hilfe beigefügt. (Anlage 5) Die beiden Dokumente wurden bereits am 10 Juli 2018 veröffentlicht.  

  1. Zu Ihrer Kenntnisnahme schicke ich Ihnen im Anhang auch ein Videoclip (https://vimeo.com/290809252) ( und einen Bericht der Zeitung Washington Times über den Besuch seines Korrespondenten L. Todd Wood in der Residenz von iranischen Flüchtlingen in Albanien. (Anlagen 6 und 7) Einen Bericht über den kürzlich erfolgten Besuch einer Delegation von deutschen Politikern unter Leitung von Prof. Rita Süssmuth, der ehem. Präsidentin des Bundestages, und unter Beteiligung einiger Bundestagsabgeordneten und deutschen Politiker vom 20. bis 23. Oktober 2018 werde ich Ihnen bald nach seiner Veröffentlichung schicken.  
  1. Zudem kamen kürzlich im November mehrere tausend albanische Bürger in die Residenz der MEK in Albanien. Ich kann Ihnen gerne Videoclips darüber schicken, wenn Sie möchten. Zur gleichen Zeit hielt sich dort eine 45-köpfige Mannschaft von amerikanischen Augenärzten zur Visite auf Einladung von Prof. Firouz Daneshgari, dem Krankenhaus-Stationschef und Universitätsdozent aus Ohaio im MEK-Residenz auf.  
  1. Bezüglich der heimtückischen Versuche des in der Krise versunkenen Mullah-Regimes, seine Hauptopposition mit Hilfe der sog. „ehemaligen Mitglieder der Volksmodjahedin" zu diskreditieren, verweise ich Sie auf die jährlichen Berichte des Bundesverfassungsschutzes. Das ist eher eine Tarnung für angeworbene Söldner aus den Reihen der ehemaligen Mitglieder. Diese Berichte geben eindeutige Hinweise darauf, wie die sogenannten ehem. Mitglieder der Volksmodjahedin nichts anderes sind, als die bereits bekannten Agenten des iranischen Geheimdienstes. In diesen Berichten sind einige schmutzige Methoden des iranischen Geheimdienstes zur Dämonisierung der Volksmodjahedin und des Nationalen Widerstandsrats – als Voraussetzung für weitere terroristische Aktivitäten gegen sie - erwähnt worden. Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf den Gerichtsprozess gegen zwei dieser "ehemaligen Mitglieder" wegen der Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst im Jahr 2016 in Berlin richten. Eine diesbezügliche Erklärung des Vertretungsbüros des Nationalen Widerstandsrates vom 19. Juli 2016 ist beigefügt. Auch der GBA-Erklärung über Haftbefehl des Generalbundesanwalts vom 11. Juli 2018 gegen Asadullah Assadi, den Diplomaten-Terroristen des Mullahs ist diesbezüglich bemerkenswert. (Anlage 8) Er wurde daraufhin von einem deutschen Gericht nach Belgien ausgeliefert. Ich gehe davon aus, dass Sie von dem gescheiterten Bombenanschlag auf ein Treffen des iranischen Widerstandes in Paris, welcher von Assadi vorangetrieben worden war, bereits erfahren haben.  
  1. Ich denke, die folgenden Dokumente sind zur Klärung der Fakten für Sie nützlich:

A - Der Bericht der Untersuchungsdelegation des Europäischen Parlaments von Ashraf - September 2005

B-Spionage für Mullahs: Irans Agenten in Großbritannien- Parlamentarische Komitee für einen freien Iran - Oktober 2007

C-Mythen über den Widerstand des Iran – Yves Bonnet - ehemaliger DST-Präsident in Frankreich - Dezember 2011

D - Der iranische Geheimdienst aktiv in Europa - das Internationale Komitee für Gerechtigkeit, Oktober 2017

E-Lügen und Spione - Wie das iranische Regime die Oppositionsbewegung dämonisiert? - Struan Stevenson - April 2018

 (Anlagen 9 – 13 im Anhang)

 

Ich bekräftige hiermit, dass es für Sie - im Falle einer journalistischen Neutralität, fern von Böswilligkeit und Plänen und Verschwörungen der im Iran herrschenden religiösen Diktatur - keine Hindernisse gibt, den Aufenthaltsort der iranischen Flüchtlinge in Albanien zu besuchen. Dort könnten Sie alles besichtigen und mit jedem sprechen, den Sie möchten, um an die Fakten vor Ort und hautnah zu gelangen. Die einzige rote Linie für uns ist der Geheimdienst des iranischen Regimes und die terroristische Quds-Brigade sowie deren Spionage- und Terrorakten.  

Mit freundlichen Grüßen

Gez.

Javad Dabiran

von der Vertretung des Nationalen Widerstandsrats des Iran in Deutschland

 

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