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  • Last Modified: Sonntag 08 Dezember 2019, 15:54:18.
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Das iranische Regime ermordet seine Gefangenen

Hassan Rouhani, der Präsident des iranischen Regimes, porträtiert sich oft gerne als Verteidiger der Menschenrechte, doch es gibt klare Beweise dafür, dass dem nicht so ist, sagt der politische Wissenschaftler Majid Rafizadeh, der über die suspekten Todesfälle von politischen Gefangenen in den iranischen Gefängnissen schreibt.

In der letzten Woche wurde der politische Gefangene Alireza Shirmohammadali im Zentralgefängnis des Großraum Teherans erstochen und er starb, bevor die Wachen vor Ort erschienen waren.

Shirmohammadali (21) befand sich wegen der schlechten Haftbedingungen in einem Hungerstreik. Sein Tod bringt Licht in eine wichtige Angelegenheit, welche das Regime nur zu gerne im Dunkeln lassen möchte. Das Regime scheint diesen Mord vorbereitet zu haben, indem die Wachen von der Zelle entfernt und Gefangene bestochen wurden, ihn zu ermorden. Zudem wurden die Telefonverbindungen gestört.

In einem Brief schrieb Shirmohammadali:“ Wir gingen in den Hungerstreik, weil es nicht genügend Versorgungseinrichtungen gibt und weil das Sicherheitspersonal im Gefängnis die Insassen bedroht.....Die Sicherheit unserer Leben spielt für die Verantwortlichen im Gefängnis keine Rolle.....Gestern sagte uns einer der Leiter des Gefängnisses, Reza Haghverdi, direkt, dass der Hungerstreik mit Todeszertifikaten enden wird.....Wir haben die Verantwortlichen mehrfach gebeten, sich unserer Forderungen anzunehmen, doch es interessiert sie einfach nicht.“

Shirmohammadali wurde im Juli 2018 aufgrund vager Anschuldigungen wie „Beleidigung der heiligen religiösen Glaubensgrundsätze“, „Beleidigung des obersten Führers“ und „Propaganda gegen den Staat“ wegen einiger Kommentare auf sozialen Medien verurteilt. Für solche Anklagen wird oft die Todesstrafe verhängt, um Kritiker am Regime abzuschrecken.

Laut des iranischen Gesetzes müssen die unterschiedlichen Arten von Gefangenen auch getrennt inhaftiert werden, daher dürfen politische Gefangene nicht zusammen mit Mördern inhaftiert werden. Doch das traf auf Shirmohammadali nicht zu und er ist beileibe kein Einzelfall.

Nach den landesweiten Anti – Regime Protesten im letzten Jahr wurden Tausende Iraner verhaftet. Zu ihnen gehörten auch Vahid Heydari und Sina Ghanbari Heydari (22 und 23). Sie starben kurz danach im Polizeigewahrsam. Die Behörden sagten später, dass beide Männer Selbstmord begangen haben. Das Regime konnte jedoch keine glaubhaften Beweise dafür vorlegen. Es ist nicht außergewöhnlich, dass Mullahs suspekte Todesfälle zu Selbstmorden erklären.

So war es auch im Fall des kanadisch – iranischen Umweltaktivisten Professor Kavous Seyed-Emami, der ebenfalls Selbstmord begangen haben soll, nachdem er wegen „Spionage“ verhaftet wurden, weil er mit Genehmigung der iranischen Behörden Tiere beobachtet hatte.

Dies sind nur einige der Todesfälle, welche das Regime bekannt gab. Die aktuelle Zahl der Todesfälle dürfte weit höher liegen.

Dr. Majid Rafizadeh schreibt:“ Mehr und mehr Menschen werden in den iranischen Gefängnissen ermordet. Dies sollte die internationale Gemeinschaft und vor allem den UN Menschenrechtsrat alarmieren, dessen Pflicht es ist, solche Dinge zu verhindern und die Menschenrechte zu verteidigen. Anstatt das iranische Regime zu beschwichtigen, sollte die EU Teheran dafür zur Rechenschaft ziehen.“

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