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  • Last Modified: Dienstag 20 August 2019, 19:20:30.
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Im Iran fehlen 150.000 Krankenschwestern,da Viele das Land verlassen

Der Leiter der Krankenschwestern-Organisation des Iran räumte am Mittwoch, den 7. August 2019, ein, daß das Land wegen der Auswanderung seiner Krankenschwestern 150.000 von ihnen zu wenig habe.

Der Beamte sagte, der Grund dessen, daß Krankenschwestern das Land verlassen, liege an zu geringem Einkommen; er sagte: „Tag für Tag verlassen immer mehr Krankenschwestern den Iran; denn sie sind in fremden Ländern willkommen.“

„Wir hoffen,“ so fuhr Asghar Dalvandi fort, „auf 60 000 zukünftige Schwestern, die noch studieren, es muß jedoch bemerkt werden: Wenn unsere Schwestern (im Monat) $250 verdienen, so sind es in arabischen Ländern $2 500.“ Seine Ausführungen wurden von der Nachrichtenagentur „Fars“ veröffentlicht, die mit den Revolutionsgarden des Regimes verbunden ist.

Im Juni 2019 sagte der stellvertretende Gesundheitsminister des Regimes, das Land leide an einem „ernsthaften Mangel an Ärzten“; es seien aus dem Lande tausende von Ärzten emigriert.

Iraj Harirchi sagte der staatlichen Studenten-Nachrichtenagentur ISNA: „Auf 1000 Iraner kommen nur 1, 6 praktische Ärzte, Zahnärzte und Fachärzte; es sollten jedoch, um den Bedürfnissen des Landes zu genügen, auf 1000 Personen 2, 5 Ärzte kommen.“

Die Proportion zwischen den Ärzten und der Bevölkerung ist eines der Kriterien, an denen sich die Entwicklung des Gesundheitswesens bemißt – außerdem zeige die Dichte der Pflegenden, darunter der Ärzte, Schwestern und Ammen sowie der im kommunalen Gesundheitswesen Tätigen – insgesamt die Verfügbarkeit medizinischen Personals.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, daß ein Land mindestens 2, 5 Ärzte, Schwestern und Ammen auf 1 000 Menschen benötigt, um sicherzustellen, daß die Bevölkerung genügend primäre Behandlung erfahren kann.

Hararchi sagte früher, es hätten im Iran etwa 15 000 Ärzte aufgrund des auf sie ausgeübten Drucks ihre Arbeit aufgegeben; viele seien emigriert bzw. hätten ihren Beruf gewechselt. Im Jahre 2016 berichteten iranische Nachrichtenorgane, daß in den Jahren 2014 und 2015 1980 Ärzte das Land verlassen hätten.

Inzwischen haben Beamte des Gesundheitsministeriums berichtet, in jedem Jahr verließen mehr als 1 000 Schwestern des Land; der Sprecher des Gesundheitsausschusses des Parlaments, Haidar Abedi, sagte, der Iran leide an einem Mangel von 100 000 Krankenschwestern.

Abedi sagte im November vor dem Ausschuß, pro Krankenbett empfehle sich nach Einschätzung von Gesundheitsexperten das Maß von 2, 5 Schwestern; doch das das gegenwärtige Maß im Iran liegt näher an 1, 7. Er sagte, in den iranischen Krankenhäusern arbeiteten gegenwärtig nur 89 000 Schwestern; das Land benötige Dutzende Zehntausende mehr.

Abedi, der Abgeordnete des Regimes aus Isfahan, sagte, dieser Mangel führe dazu, daß die meisten Schwestern pro Jahr im Durchschnitt 150 Überstunden im Jahr ableisten.

Eine der Ursachen des Mangels liegt in dem Umstand, daß Schwestern in andere Länder auswandern, um dort mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen zu erhalten – so der Vizepräsident der Krankenschwestern-Organisation des Iran, Mohammad Sharifi Moqaddam.

Er sagte: „Die meisten iranischen Krankenschwestern emigrieren nach Australien, Kanada, ins Vereinigte Königreich, in die Niederlande und in die Schweiz.“

Viele Schwestern zieht es auch in die Türkei und in die Länder des Persischen Golfes.

Aufgrund der von den Funktionären des Gesundheitsministeriums ausgeübten Diskriminierung und der von ihnen an den Tag gelegten Achtlosigkeit sind viele iranische Schwestern – obwohl examiniert – arbeitslos. Viele andere arbeiten für andere Firmen oder unterrichten an Schulen – mit Gehältern, die erheblich geringer sind als die der Schwestern. Und doch gibt es andere Schwestern, die die Arbeitslosigkeit dazu zwingt, das Land zu verlassen.

Am 30. Mai 2018 sagte Sharifi Moqaddam vor der staatlichen Nachrichtenagentur ILNA: „Überall in der Welt bestehen für so anstrengende Berufe Anreize. Einer der Gründe dessen, daß die iranischen Schwestern sich zum Verlassen des Landes entscheiden, um im Ausland zu arbeiten – fern von Heimat und Familie –, besteht darin, daß sie nicht die Aufmerksamkeit erfahren, die sie verdienen.“

„Es ist die Diskriminierung, die die Schwestern irritiert,“ bekräftigte Sharifi-Moghadam, „wenn die Schwestern so massiver Diskriminierung ausgesetzt werden, ziehen sie es vor, ihre Arbeit zu kündigen und zu Hause zu bleiben. Daran liegt es, daß die Zahl der arbeitslosen Schwestern größer ist als die jener, die aus dem Lande auswandern.“

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