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  • Last Modified: Mittwoch 19 September 2018, 14:41:22.
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Kunsthandwerk im Iran steht kurz vor der Auslöschung

Wegen der ungezügelten Importe in den Iran steht das eigene traditionelle Kunsthandwerk jetzt vor seiner Auslöschung; viele Kunsthandwerker sind davon betroffen und sehen sich vor dem vollständigen Ruin.

In einem Interview im Fernsehen des Regimes erklärte ein Kunsthandwerker aus Isfahan: „Ich habe als Graveur gearbeitet, aber ich kann meine Sachen nicht mehr verkaufen, weil es sich für mich nicht mehr lohnt“.

Das war in der Vergangenheit nie ein Problem; in der ganzen Zeit seit der Dynastie der Safaviden haben das Schnitzhandwerk, die Gravur und die Emaillierung (auch unter der Bezeichnung „Minakari“ bekannt) im Iran einen blühenden Absatz gehabt; heimische Produkte waren immer sehr populär, besonderes bei Touristen, die zu Besuch kamen, und wurden auch in großen Zahlen verkauft sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landes.

Sättigung des Marktes im Iran mit importiertem Kunsthandwerk

Einer der Gründe für dieses akute Problem ist, dass das Regime den Markt mit Importen des chinesischen Kunsthandwerks überschwemmen lässt. Das geht soweit, dass man sie in viel größerer Menge findet als lokale Produkte.

Mehdi Mir Mohammadi, ein 43jähriger Kunsthandwerker aus Isfahan, der mittlerweile  fast 20 Jahre lang Minakari hergestellt hat, kommentiert das so: „Isfahan ist die Hauptstadt der Kunst im Iran, weil dort fast 70 % des Kunsthandwerks des Iran hergestellt wird; warum werden dort jetzt stattdessen chinesische Waren verkauft?“

Weiter sagt er: „Wir haben uns oft darüber beschwert, sind aber auf taube Ohren gestoßen“.

Im Fernsehen des Regimes ist auch über Lalejin die Rede, eine Stadt in der Provinz Hamadan, die manchmal als Irans Hauptstadt der Töpferei bezeichnet wird: „In Lalejin arbeiten 4000 Menschen in der Industrie für Töpferwaren und Keramik; ein beträchtlicher Teil dieser Waren wird in jedem Jahr in verschiedene Länder exportiert; aber gleichzeitig wird chinesische Keramik ins Land importiert“.

Obwohl der Iran bei der Produktion von Kunsthandwerk an 3. Stelle steht, steht es bei den Verkäufen davon an 39. Stelle.

Die Nachrichtenagentur der Regierung ISNA berichtet über „in den Himmel schießende Importe von Teppichen und Kunsthandwerk“ (5. März 2018): „Die Industrie hat in den letzten 8 Monaten die größten Importe von Teppichen und Kunsthandwerk, ein riesenhafter Anstieg von 357 % seit dem letzten Jahr“.

Schmuggel chinesischen Kunsthandwerks in den Iran

Organisationen der Regierung, offizielle Händler und damit verbundene Leute schmuggeln, wie es heißt, alle ganze Ladungen von Kunsthandwerk aus China in den Markt; infolgedessen bleibt kein Raum dafür, dass iranische Kunsthandwerker dazu in Wettbewerb treten können.

Die eigenen Medienanstalten des Regimes geben zu, dass für die, die auf dem Gebiet tätig sind, Schaden dadurch entsteht.

Die Handwerkskunst des Iran war immer einer der Hauptquellen von Reichtum und kulturellem Stolz; trotz der betrügerischen Behauptungen des Obersten Führers Ali Khamenei sind heimische Güter im Land weit davon entfernt, unterstützt zu werden und es sind viele Jobs verloren gegangen. Nichts davon scheint das Regime zu kümmern.

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