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  • Last Modified: Mittwoch 19 September 2018, 14:41:22.
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Dritte Woche des Streiks und der Proteste – 60 Arbeiter verhaftet

Aufruf zur Unterstützung der Streikenden und Forderung zur sofortigen Freilassung der inhaftieren Arbeiter

Am 12. Juni setzten die Arbeiter der Nationalen Stahlgruppe in Ahvaz ihren Streik trotz massiver Präsenz von Sicherheitskräften fort. Auch in der dritten Woche ihres Streiks riefen sie:“ Lasst die Inhaftierten Arbeiter frei“. Sie protestieren nicht nur gegen die Verhaftung von Kollegen, sondern auch gegen fehlende Lohnzahlungen und die fehlende Zahlung des Jahresabschlußbonus seit 2011.

Die Arbeiter leben in schrecklichen Lebensbedingungen. Sie riefen:“ Die Arbeiter sterben, doch sie werden sich nicht erniedrigen lassen.“, „Verschwindet aus Syrien und denkt an uns“, „Der Feind ist hier und nicht in Amerika“, „Ehrenwerte Bürger, unterstützt uns“, „Tod den Unterdrückern, lang leben die Arbeiter“. Die Proteste finden auch statt, weil unklar ist, wer das Unternehmen eigentlich leitet und weil es Problem mit den Produktionsabläufen gibt.

Die Arbeiter erfahren von großen Teilen der Bürger in Ahvaz Unterstützung. In den letzten Tagen wurde die Brücke der Bahnlinie von Teheran nach Ahvaz für einige Stunden gesperrt und es gab wütende Proteste vor dem Parlament und dabei wurden auch Scheiben eingeworfen.

Die unterdrückenden Einheiten, darunter Spezialeinheiten, Agenten in Zivil und Geheimdienstagenten, umzingelten die Menge, um ein Ausufern der Proteste zu vermeiden. 10 Demonstranten wurden dabei brutal aus der Menge gezogen und verhaftet. Montag nacht, nach dem Ende des Iftar, wurden weitere Demonstranten verhaftet. Es wird davon ausgegangen, dass mittlerweile mindestens 60 Stahlarbeiter aus Ahvaz verhaftet wurden.

Die Ahvaz Stahl Gruppe existiert seit 54 Jahren. Es ist eine große Fabrik mit einem breiten Angebot und in ihr sind 3000 ausgebildete Arbeiter beschäftigt. 2009 wurde das Unternehmen durch Agenten der Regierung privatisiert und es wurde zwei Jahre später an die Nationale Bank verkauft. Danach wurden 3 Milliarden Tomans unterschlagen. Im März 2016 wurde weiteres Firmeneigentum im Wert von 400 Millionen Tomans durch die Nationale Bank verkauft. Nach dem massiven Ausverkauf des Unternehmen und der katastrophalen Wirtschaftspolitik stoppte das Regime die Produktion der Ahvaz Stahlgruppe und ließ die Arbeiter unbezahlt und in Arbeitslosigkeit zurück.

Der iranische Widerstand begrüßt der Streik der Arbeiter und verurteilt die willkürlichen Verhaftungen. Er ruft die Öffentlichkeit, vor allem seine Jugendlichen und die Arbeiter in Khuzestan auf, Solidarität mit den Streikenden zu zeigen. Er ruft auch die internationalen Gremien für Menschen- und Arbeiterrechte auf, die unterdrückenden und arbeiterfeindlichen Maßnahmen des klerikalen Regimes zu verurteilen und zur sofortigen und bedingungslosen Freilassung der inhaftierten Arbeiter aufzurufen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

12. Juni 2018

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