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  • Last Modified: Samstag 15 Juni 2019, 08:52:22.
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WM2018: Ein Blick auf das feindliche Verhalten des Regimes gegenüber Athleten

Von Abdolrahman Mahabadi, politischer Schriftsteller und Analyst

Die Weltmeisterschaft 2018 in Rußland hat offiziell begonnen und Millionen Menschen in aller Welt schauen die Spiele auf verschiedenen Wegen. Einige verschütten dabei Tränen der Enttäuschung, andere lachen voller Freunde. Solche Turniere zeigen immer die Gefühle der Menschen.

Auch die Iraner waren  – wie für andere Nationen auch – glücklich, als der Iran Marokko besiegte. Doch die Menschen sind auch böse darüber, wie die Mullahs solche Siege für sich ausnutzen, denn sie wissen wie kein anderer, dass das herrschende Regime im Iran der Nummer Eins Feind des iranischen Sports und seiner Fans ist. Das iranische Volk weis sehr gut, dass der iranische Sport eine schwierige Zeit erlebt, seit die Mullahs an der Macht sind.

Selbst Vertreter des Regimes machen deutlich, dass sie ihre Legitimität nicht vom Volk erhalten haben, sondern von Gott. Es ist ein falscher Gott, der anders der Gott ist, an den das iranische Volk und die Welt glaubt. Das Regime hat deshalb keinen Platz im Herzen der Menschen und sie sehen daher auch die glücklichen Reaktionen von Präsident Hassan Rouhani nach dem Sieg nur als eine Täuschung an. 

Wenn man auf den beschämenden Umgang des Regimes mit dem Sport schaut, dann sieht man eine lange Liste der Feindseligkeit gegenüber dem Sport. Statt den Sport des Landes in adäquater Weise zu unterstützten (was vor allem auf die Sportlerinnen zutrifft), werden die Mittel für den Export von Terrorismus und Fundamentalismus eingesetzt.

Viele Athleten des Landes und auch Champions wie Habib Khabiri wurden vom Mullahregime hingerichtet. Viele andere mussten das Land verlassen und noch mehr beendeten ihren Sport und starben in der Vergessenheit im Iran oder im Ausland.

Aziz Asli, ein iranischer Torwart in den 60er und 70er Jahren, Aziz Kiani (Ringer und Kollege von Gholamreza Takhti) gehören zu den Personen, die in der Vergessenheit im Ausland starben, weil sie sich dem Regime nicht unterwerfen wollen. Ihr Herz schlug weiter für den Iran und das iranische Volk hält das Mullahregime dafür verantwortlich, dass Millionen Iraner ins Ausland gehen mussten.

Habib Khabiri war der Kapitän des iranischen Fußballteams von 1979. Er spielte im defensiven Mittelfeld. „Habib war zu dieser Zeit ein Genie im iranischen Fußball“, sagte Habib Naebagha, ein früherer Spieler in der Nationalmannschaft, der nun Mitglied im NWRI ist. Er ergänzt:“ Er war der beste asiatische Spieler in dieser Zeit. Er konnte beidfüßig schießen und obwohl er relativ klein war, gewann er extrem viele Zweikämpfe, weil er sehr athletisch war. Er wirkte immer wie ein kleiner Herkules“.

Habib Khabiri wurde 1983 vom unterdrückenden Mullahregime verhaftet. Khabiri wurde so lange gefoltert und unter Druck gesetzt, bis er vor den TV Kameras von Chomeni‘s Sendern zusammen brach. Das Regime ließ ihn dann am 21. Juni 1984 von einem Erschießungskommando hinrichten, weil er die PMOI unterstützt hatte.  

Habib ist kein Einzelfall. Es gibt viele andere Athleten, die vom Mullahregime hingerichtet wurden. Zu ihnen zählt Hooshang Montazer-al-Zohoor, der im Nationalteam für griechisch – römisches Ringen antrat. Zu ihnen zählt Ala Kooshali (Früherer Nationalspieler im Fußball), Mahshid Razaghi (Früherer Spieler im Team Teheran Homa), Majid Hajbeigi, (Früherer Karatemeister), Manouchehr Zangouee (Früherer Basketballspieler im Team Khouzestan), Majid Nazari (Früherer Judomeister von Teheran), Seyed Mohammad Ataroudi (Früherer Taekwondo Meister und Trainer) sowie Forouzan Abdi (Früherer Spieler im Volleyball Nationalteam).

Während in jedem anderen Land auf den Sportplätzen menschliche Werte gefördert werden, Altruismus und der Aufbau einer gesunden Gesellschaft, werden unter dem Mullahregime solche Orte entweder zerstört oder in schlechten Bedingungen gehalten und an einigen Orten werden dort sogar iranische Kinder aufgehängt. 

Neben der Vergabe von Sportplätzen und Stadien an die Revolutionsgarden und anderen Einrichtungen, die mit dem Staat verbunden sind, zielt das Regime auf Athleten, die es wagen, das iranische Volk und seine Aufstände zu unterstützen. Am 15. Juli 2017 konnte der junge Athlet Aliasghar Nahvipoor nicht mehr still bleiben und stellte einen Mullah zur Rede, als er Zeuge einer Belästigung einer jungen Frau in der U – Bahn Station Shahr-e-Ray wurde. Er wurde später im Kugelhagel der Regimeagenten zum Märtyrer.

Die anti – iranischen Revolutionsgarden und Bassidsch sind überall präsent, in der Wirtschaft, der Politik, dem Militär und in der Verwaltung. Sie haben aber auch das letzte Wort in den Sportclubs, vor allem als Präsidenten in den Clubs der ersten iranischen Liga im Fußball.

Mehr als 50 % des iranischen Volkes ist unter 35 und dennoch leider das Land auch sportlich, pro Bürger stehen nicht einmal 60 Quadratzentimeter dafür zur Verfügung. 

Die iranischen Sportlerinnen haben eine noch schlechtere Situation als die Sportler. Khamenei wies persönlich an, dass Frauen nicht als Zuschauer in Sportstadien teil nehmen dürfen, Frauensport darf nicht im TV gezeigt werden und es gibt keine Trainings- und Sportanlagen. Der Verbot des Besuches von Stadien für Frauen war sogar bei Asma Jahangir, der früheren UN Sonderbeauftragten für Menschenrechte, Teil ihrer Berichte.

Es gibt mehr als nur ein paar iranische Sportveteranen, die Mitglieder der PMOI waren und die täglich gegen das Mullahregime aktiv sind. Diese Sportler werden auch an der großen Versammlung des NWRI am 30. Juni in Paris teilnehmen, ebenso wie viele andere Iraner. Viele iranische Athleten unterstützen den iranischen Widerstand. Zu ihnen gehören unter anderem: Moslem Eskandar Filabi, Asghar Adibi, Hassan Naebagha, Bahram Maveddat, Abbas Novin-Rouzegar, Mohammad Ghorbani, Mohammad Tehrani und viele andere.

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