Tuesday, May 24, 2022

Navid’s Freunde und seine Familie teilen ihre Erinnerungen

Das iranische Regime hat hastig den Leichnam von Ringerchampion Navid Afkari geheim beerdigen lassen, der am Samstag hingerichtet worden war. Eine Woche zuvor hatten die Mullahs erneut ein Massengrab des Massakers von 1988 im Südwesten des Iran zerstören lassen. Doch diese Verbrechen werden nicht in Gänze vertuscht werden können.

Navid Afkari Sangari war ein 27 Jahre alter Ringerchampion. Er wurde 2018 bei den landesweiten Protesten im Südwesten des Iran verhaftet. Nachdem er mehrfach gefoltert wurde, wurde er zu der Abgabe eines erzwungene Geständnis genötigt, in dem er die Ermordung eines Sicherheitsbeamten des Regimes zugab. Navid war schwersten Formen der Folter ausgesetzt. „Seit 50 Tagen habe ich die schlimmsten physischen und psychologischen Folterungen ertragen müssen. Sie schlugen mich mit Stöcken und Schlagstöcken. Sie schlugen meine Arme, meine Beine, meinen Bauch und meinen Rücken. Sie stülpten mir eine Plastiktüte über den Kopf und folterten mich so lange, bis ich fast erstickt wäre. Und sie haben Alkohol in meine Nase geschüttet“, schieb er in einem Brief.

Trotz internationaler Proteste ließ das Regime Navid hinrichten. Seine Hinrichtung wurde international verurteilt. Das Regime ließ Navid hinrichten, um das Volk einzuschüchtern und die Gesellschaft nach den Protesten von 2018 und 2019 verstummen zu lassen. Das Regime braucht solche Hinrichtungen auch, um die Moral seiner enttäuschten und verzweifelten unterdrückenden Sicherheitskräfte zu stärken.

Damit durch die Beerdigung von Navid kein neuer Aufstand entsteht, ließ das iranische Regime seinen Leichnam geheim und ohne Beerdigungszeremonie ohne Zustimmung seiner Familie bestatten. Weder die Familie noch andere Verwandte oder Freunde konnte an seiner Beerdigung teilnehmen.

Das Scheitern der internationalen Gemeinschaft, das Mullahregime für sein schlimmstes Verbrechen von 1988 zur Rechenschaft zu ziehen, hat das Regime ermutigt, mit seinen Menschenrechtsverbrechen fortzusetzen und es erklärt auch die Hinrichtung von Navid trotz internationaler Proteste.


Im Sommer 1988 ließ das iranische Regime Massenhinrichtungen durchführen, die durch außergerichtliche Komitees beschlossen wurden. Dabei wurden mehr als 30.000 politische Gefangene hingerichtet, die zu diesem Zeitpunkt in den Gefängnissen im Iran saßen. Das Massaker basierte auf einer Fatwa des damaligen obersten Führers des Regimes, Ruhollah Chomeini. Viele der Opfer waren Mitglieder und Unterstützer der MEK. Chomeini schrieb in der Fatwa, dass jeder, der nicht „abschwor“ und nicht gewillt war, komplett mit dem Regime zusammen zu arbeiten, hingerichtet werden müsse. Das Massaker begann daraufhin und jeden Tag wurden Hunderte politische Gefangene gehängt und ihre Leichen hastig in Massengräbern in allen großen Städten verscharrt, vor allem in Teheran.

Seit dem Massaker von 1988 hat das iranische Regime in den folgenden 32 Jahren seine Straffreiheit für dieses Massaker genutzt und dabei auf die Stille der internationalen Gemeinschaft gesetzt. Diese Stille hat die Mullahs ermutigt, ihre inhumanen Aktionen fortzusetzen. Ebrahim Raisi, der aktuelle Chef der Justiz im Iran, war ein zentrales Mitglied in einem „Todeskomitee“ von 1988. Wäre er nicht straffrei davon gekommen, dann hätte er die Hinrichtung von Navid und anderen politischen Gefangenen nicht angewiesen und er hätte seine Taten auch nicht als „entschlossenes Handeln“ bezeichnet.

Die iranische Gesellschaft wird trotz der fortgesetzten Unterdrückung nicht still gegenüber den Verbrechen dieses Regimes bleiben. Daher versuchen die Mullahs verzweifelt, ihre Verbrechen zu vertuschen.
Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin der Opposition, sagte dazu:“ Die Hinrichtung von Navid Afkari wird die Flammen des Aufstandes des iranischen Volkes schüren und es wird das Mullahregime auf den Müllhaufen der Geschichte werfen. Unser Volk wird nie vergeben und vergessen, welche Verbrechen Khamenei und dieses Regime angerichtet haben und das Regime wird nicht von den Konsequenzen seiner feigen Morde davon kommen.“

An die internationale Gemeinschaft gerichtet sagte Frau Rajavi erneut:“ Der UN Sicherheitsrat und seine Mitgliedsstaaten, der UN Menschenrechtsrat, der UN Hochkommissar für Menschenrechte, die EU und alle internationalen Menschenrechtsgremien müssen praktische und effektive Maßnahmen gegen das Regime im Iran für die Hinrichtung von Navid Afkari und die 120.000 anderen politischen Gefangenen einleiten. Stille und Inaktivität gegenüber den klerikalen Herrschern gibt ihnen nur grünes Licht und sie sind als Mittäterschaft für seine Verbrechen anzusehen.“