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  • Last Modified: Montag 15 Oktober 2018, 17:44:41.
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Der Streik der Lastwagenfahrer geht, obwohl viele von ihnen verhaftet wurden, in die dritte Woche Frau Maryam Rajavi fordert zur Unterstützung der Streikenden und zu Maßnahmen auf, die zur Freilassung der Verhafteten führen

 

Am Sonntag, den 6. Oktober trat der machtvolle Streik von tausenden von Lastwagenfahrern trotz beständiger Drohungen, trügerischer Versprechungen und Aktionen zum Streikbrechen seitens des Regimes sowie der Verhaftung einer großer Zahl von Fahrern in seine dritte Woche ein.

Der Streik geht weiter; er hat sich über 310 Städte in 31 Provinzen ausgebreitet; eine große Zahl von Fahrern wurde verhaftet – aufgrund von Vorwürfen wie „Störung des Transportflusses und Provokation zum Streik“. Die Verhaftungen ereigneten sich in den Provinzen Teheran, Fars, Isfahan, Khorasan Razavi, Kurdistan, Lorestan, West-Aserbaidschan, Zanjan und Qazvin, Alborz, Hamedan, Chaharmahal und Bakhtiari, Kermanshah, Kerman und Bushehr.

Der Leiter der Justiz in der Provinz Fars gab die Verhaftung von 35 Fahrern bekannt, der Leiter der Justiz in der Provinz Isfahan meldete die Verhaftung von 13 Fahrern. Der Kommandeur der Polizei der Provinz Khorasan Razavi vermeldete die Verhaftung von 77 Menschen auf den Straßen von Khorasan Razavi, Izeh und Hamedan, der Polizeikommandeur der Provinz Lorestan meldete die Verhaftung von 12 „Störern“, und staatliche Medien berichteten von der Verhaftung von 20 demonstrierenden Fahrern in der Provinz Alborz, 25 in der Provinz Qazvin, 12 in Kermanshah, 6 in Chaharmahal und Bakhtiari, 5 in Zanjan, zwei in Kangan, drei in Bukan, drei in Teheran und vieren in Nahavand.

Der Staatsanwalt des Regimes namens Montazeri drohte den Streikenden am 29. September „schwere Strafen und Hinrichtungen“ an, und Mullah Larijani, Haupt-Henker der Justiz des Regimes, sagte am 1. Oktober, alle, die sich die Forderungen der Fahrer zu Nutze machten, um die Sicherheit auf den Straßen zu untergraben, würden schwer bestraft werden.

Davor erklärte die Nachrichtenagentur des Corps der Revolutionsgarden: „Mehr als 90% der Gütertransporte des Landes werden auf der Straße erledigt“, und schrieb: „Oppositionelle Gruppen beuten diese Kapazität aus; sie versuchen, die Fahrer am Beladen ihrer Fahrzeuge und Fahren auf den Straßen zu hindern, so daß die Güter in Bahnhöfen und Häfen bleiben und die Menschen nicht erreichen. Damit rufen sie in der Bevölkerung Unzufriedenheit hervor, um der Wirtschaft des Landes und der psychologischen Sicherheit des Volkes zu schaden.“ (Fars-Nachrichtenagentur am 27. September)

Die Agenten des Regimes brachten am 5. Oktober eine Reihe von Revolutionsgardisten und Verbrechern in Zivil zu dem Bahnhof von Bandar Abbas, dem wichtigsten Transit-Bahnhof des Landes, um ein Ende des Streiks vorzuschützen und falsche Nachrichten zu veröffentlichen. Doch die Streikenden gaben einen Film von dem Bahnhof heraus; er zeigt, daß der Streik anhält und kein Fahrzeug beladen wurde.

Die Streikenden demonstrieren dagegen, daß das Regime seine Versprechen nicht gehalten hat. Sie protestieren gegen ihr immer kümmerlicheres Auskommen, die hohen Frachtgebühren, hohen Versicherungs-Prämien, hohen Transportkosten und die vom Regime unter dem Deckmantel von Zoll und Kommission ausgeübte Folter. Sie forderten höhere Löhne, sie forderten die Anerkennung harter Arbeitsbedingungen und Eintritt in den Ruhestand nach 25 Dienstjahren, größere Brennstoffquoten, Ausschluß der Mittelsmänner, Beendigung des repressiven Verhaltens der Straßenpolizei gegenüber den Fahrern und freie Wahlen von Vertretern der Fahrer in den Gilden. Sie erklären, der Preis von Ersatzteilen sei um mehr als 600% vergrößert worden, die Verteilung von Reifen sei unfair, und einige Fahrer hätten mehr als 70 Tage lang wegen Mangels an Reifen nicht arbeiten können. Die Einkünfte der Fahrer ergehen in Rial, doch selbst im Iran hergestellte Güter werden in Dollar bezahlt. Trotz der hohen Zölle werden die Straßen nicht repariert – ein Grund weiterer Schäden an den Fahrzeugen. Fehlende Straßensicherheit ist eines der wichtigsten Probleme der Lastwagenfahrer, wird aber ignoriert.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstands, grüßte die noblen streikenden Fahrer und forderte die Öffentlichkeit, besonders die Jugend, auf, sie solidarisch zu unterstützen. Sie sagte, die Verhaftungen und repressiven Maßnahmen gegen die Fahrer seien bezeichnend für die Verletzlichkeit des Mullah-Regimes gegenüber ihrem Streik; sie fuhr fort, die herrschenden Geistlichen seien die größten Diebe in der Geschichte des Iran. Weder wollten noch könnten sie den legitimen Forderungen der streikenden Fahrer entsprechen. Frau Rajavi forderte alle für die Menschenrechte und Rechte der Arbeiter Engagierten und die Gewerkschaften auf, die Streikenden zu unterstützen und sofort tätig zu werden, damit die Verhafteten freigelassen werden. Sie sagte, ein Regime, das der arbeitenden Bevölkerung beständig Hinrichtungen androhe, müsse von der internationalen Gemeinschaft verworfen werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

den 7. Oktober 2018

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