Inmitten der Epidemie-Krise werden im Iran Dutzende von der Flut getötet; das Regime hat dagegen nichts getan

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In den südlichen Provinzen des Iran hat eine Hochflut bisher das Leben von elf Menschen gefordert; sie hat in der Zeit, in der sich das Coronavirus im Iran verbreitet, eine weitere humanitäre Katastrophe geschaffen.

Zu den Todesopfern gehören eine 32 Jahre alte Frau und ein fünf Jahre altes Mädchen in der Stadt Bandar Abbas im südlichen Iran sowie ein 58 Jahre alter Mann in Larestan. Berichte sprechen von Schäden, zwei davon in Bandar Kangan in der Nähe von Bushehr im südlichen Iran, einem weiteren in der Stadt Darab. Diese Krise hätte verhindert werden können, denn schon am Sonntag, den 22. März war von jahreszeitbedingten Regenfällen in den Provinzen Hormozgan, Fars, Bushehr, Sistan und Belutschistan sowie Kerman berichtet worden. Dies traurige Ereignis findet nur wenige Tage nach dem persischen Neujahrsfest statt. Auch während des vorigen Nowruz hat die Hochflut in vielen iranischen Städten Todesopfer gefordert.

Nahrung im Iran – Kerman, Kahnuj im März 2020

Berichte aus Kangan bestätigten: Es seien 120 mm Regen gefallen, allein am Sonntag 100 mm. Der Regen hat in einigen Dörfern – in der Nähe dieser Städte – zum Stromausfall geführt; hinzu kamen zwischen den beiden Städten Rahak und Dir – in der Provinz Bushehr – gefährliche Schlammlawinen. Der Gouverneur in Kangan hat bestätigt, daß diese Regenfälle in der lokalen Infrastruktur Schäden angerichtet haben – an den Häusern, am Viehbestand und an den Fahrzeugen.

In der Stadt Poledokhtar in der Provinz Lorestan sind viele Straßen von der Flut umzingelt worden. Wohnhäuser und Scheunen wurden beschädigt. Viele zu den Dörfern führende Straßen – darunter die in dem Bezirk Paie von Lorestan gelegenen – sind durch die Hochflut unpassierbar geworden.

Diese Hochflut ist zurückzuführen auf die Mißwirtschaft des Regimes, das die Infrastruktur zerstört, indem es überflüssige Dämme errichtet, Flußläufe austrocknet, vor allem aber die Hilfe für die Opfer versäumt, wenn einmal die Flut gewütet hat.
Berichte aus dem Iran bestätigen die Tatenlosigkeit des Regimes. Sie zeigen außerdem an, daß trotz verschiedener Flutkrisen im Jahre 2019 das iranische Regime sich weiterhin weigert, nach den Regenfällen Geld für die Reparatur der Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Es ist die gleiche kriminelle Haltung wie die während des Ausbruchs des Coronavirus festgestellte. Diese Tatenlosigkeit hat nach den Berichten, die von der Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI, Mujahedin-e Khalq oder MEK) veröffentlicht wurden, bereits fast 10 000 Menschen das Leben gekostet.

Dazu schrieb Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI), auf Twitter: „Die Bekundungen meines Mitgefühls mit unseren Landsleuten sind in neun iranischen Provinzen, die von der Hochflut, bei der Flüsse über ihre Ufer stiegen, umzingelt wurden, gestrandet. Mein Beileid gebührt den Familien in Larestan und Bandar Abbas. Wie bei der Verbreitung des Coronavirus im Iran waren von dem depravierten Regime der Mullahs keine Bemühungen um Erleichterung zu erwarten. Das Volk des Iran wird zum Opfer von Vorfällen, die verhindert werden könnten.“