Friday, July 1, 2022
StartNachrichtenAktuellesSonderbericht: Internationale Konferenz zum Ramadan: Streben nach Solidarität, Frömmigkeit und Brüderlichkeit

Sonderbericht: Internationale Konferenz zum Ramadan: Streben nach Solidarität, Frömmigkeit und Brüderlichkeit

Am Montag, dem 4. April, hat der Nationale Widerstandsrat Iran aus dem Anlass des Beginns des heiligen Monats des Ramadan, der von den Muslimen weltweit als Monat des Fastens, des Gebets, der Reflexion und der Gemeinschaft begangen wird, eine Konferenz unter dem Motto „Vereint gegen den Fundamentalismus und gegen die Anstachelung zum Krieg und für Frieden und Brüderlichkeit“ organisiert. Der Ort war das Hauptquartier des NWRI in Auvers-sur-Oise im weiteren Umkreis von Paris, Frankreich.
Tausende Mitglieder der Mujahedin-e Khalq (PMOI/MEK), die in Ashraf-3 in Albanien wohnen, haben sich der Konferenz online angeschlossen.
Eine große Auswahl von politischen, sozialen, akademischen und religiösen Führern aus verschiedenen muslimischen Ländern, darunter solche aus Jordanien, von der syrischen Oppositionskoalition, aus Algerien, Tunesien, Kuwait, dem Irak, dem Jemen und Palästina haben sich mit der französischen muslimischen, christlichen und jüdischen Gemeinschaft zusammengeschlossen und sich an die Konferenz gewandt.
Live verbunden aus der vom Krieg zerrissenen Ukraine, haben Kira Rudik, ein Mitglied des Parlaments und die Führerin der Golos Partei, sowie der frühere Wirtschaftsminister und Berater des Präsidenten Tymofiy Mylovanov an der Konferenz teilgenommen und bewegende Reden gehalten.
Als Hauptrednerin bei der Veranstaltung hat die gewählte Präsidentin des NWRI Maryam Rajavi ihre Ausführungen eröffnet damit, dass sie über den wahren Geist des Ramadan sprach, wo Muslime natürlich instinktive Wünsche vermeiden und Selbstbeschränkung und Disziplin üben, um eine konstante Aufmerksamkeit und ein Bewusstsein zu gewinnen, die in dem einen Wort Frömmigkeit oder im Koran als Taqwa zusammengefasst werden, Prinzipien, die vom Propheten Mohammad (PBUH) vorgebracht und gelehrt wurden, um Frieden, Brüderlichkeit und Wohlstand unter den Menschen zu vermehren.
„Wenn Fasten darauf beschränkt ist, sich für eine paar Stunden von Essen und Trinken zu enthalten, und wenn es nicht das Bewusstsein der Gesellschaft für eine Rebellion gegen Unterdrückung, Armut und Hunger weckt, dann würde es sein Ziel verfehlen“, erklärte Frau Rajavi. „Wie können dann die, die fasten, im Schweigen und im inneren Zwiespalt verharren angesichts der herrschenden Theokratie, die Irans Wohlstand und Bevölkerung zerstört und die Verkörperung der Ungerechtigkeit, der Plünderung und der Korruption ist?“
An die inhumane Politik erinnernd, die von den herrschenden Klerikern im Iran betrieben wird, fügte sie hinzu: „Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus im Iran eine halbe Million überschritten. Hätte Khamenei nicht vorsätzlich den Weg für die Ausbreitung der Krankheit gebahnt und hätte er einen Teil des Vermögens seiner räuberischen Stiftungen von einer Billon $ für die Eindämmung von Covid-19 verwendet, so wäre die Zahl der Todesfälle hierdurch im Iran um einiges geringer gewesen“.
Mit dem Hinweis auf schockierende statistische Zahlen in Bezug auf die Vielfalt der Probleme, die die iranische Gesellschaft plagen, darunter die steigende absolute Armut, die wachsende Zahl der Selbstmorde, der Verkauf von Körperteilen und von Neugeborenen, falsche Ernährung, Kinderarbeit, Obdachlosigkeit und die verstörende Zahl der Menschen ohne Gesundheitsversorgung erläuterte Frau Rajavi: „Verglichen mit allen anderen Ländern des Vorderen Orients hat der Iran die höchste Zahl an Milliardären, die direkt oder indirekt von ihrer Verbindung zu Khamenei profitieren… Er zwingt die Menschen dazu, ohne Bezahlung zu arbeiten, und hat die Arbeitskraft der erwerbstätigen Bevölkerung im Iran in die billigste der Welt verwandelt. Er hungert die große Mehrheit des Volkes aus und plündert den öffentlichen Reichtum und die Vermögen, treibt die Kranken in den Tod und vertreibt die Menschen aus ihren Wohnungen“.
Die gewählte Präsidentin des NWRI rezitierte verschiedene Verse aus dem Koran, die warnen, dass Gier und Plünderung der Kinder Gottes dessen Zorn hervorrufen, und fuhr fort: „Seine Gelöbnisse gegenüber Gott und den Menschen zu erfüllen, indem man die Rechte und Freiheiten der Unterdrückten verteidigt und Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit anstrebt, ist der größte Akt der Frömmigkeit in unserer Zeit. Das erklärt, warum die Volksmudschahedin fünf Jahrzehnte lang den Kampf gegen den Schah und die Mullahs aufgenommen haben. Seit dreißig Jahren haben sie Heim und Familie aufgegeben, um einen unermüdlichen Kampf gegen Sexismus und selbstgefälligen Individualismus aufzunehmen. Sie haben diesen großen Test der Frömmigkeit auf sich genommen, um den herrschenden religiösen Faschismus zu stürzen und Freiheit und Volkssouveränität herzustellen“.

„Irans explosive Situation hat die Kräfte der aufrührerischen und tapferen Mitglieder der Widerstandseinheiten gestärkt“, erklärte Frau Rajavi und wies damit den Weg in die Zukunft. „Ohne Zweifel wird die religiöse Tyrannei, die auf allen intellektuellen und ideologischen Gebieten gescheitert ist, angesichts dieser enormen Kraft der Widerstandseinheiten und der großen Armee der Freiheit nicht überleben. Das ist es, wodurch das Geschick des iranischen Volkes entschieden wird“, betonte sie.

„Das iranische Regime bringt beständig nur Elend über das Volk von Palästina, während es gleichzeitig behauptet, auf dessen Seite zu stehen“, äußerte der frühere palästinensische Chefrichter Scheich Al-Tamimi gegenüber der Zusammenkunft. „Wir stehen dem Iranischen Widerstand zur Seite, um das Volk des Iran aus den Klauen dieses Regimes zu befreien.

Dieses Regime missbraucht den Islam und gibt vor, ein Verbündeter islamischer Länder zu sein. Es tötet wahllos Menschen in der Region und verbreitet Krieg. Deshalb liegt es in der Verantwortung aller Menschen in der Region, sich gegen dieses Regime zu stellen“.
Das ukrainische Parlamentsmitglied, die Führerin der politischen Golos Partei Kira Rudik, sagte: „Ich möchte, dass jeder Kriegsverbrecher strafrechtlich verfolgt wird. Ich habe gehört, was euch in Ashraf geschehen ist, und ich möchte euch sagen, dass ich jetzt weiß, was ihr durch gemacht habt. Was der Ukraine passiert, kann nicht vergessen werden. Ich sage das allen Weltführern und Weltorganisationen. Ihr müsst jetzt handeln. Vierzig Tage sind genug. Ihr solltet wissen, wo die roten Linien sind Es gibt kleine Städte wie Butscha, wo Kinder getötet und Frauen vergewaltigt werden. Das muss gestoppt werden. Wir wollen, dass dieser Krieg endet und die grauenvollen Dinge, die wir sehen. Ich möchte mich gerne bei euch bedanken und den Schmerz vermitteln, den unsere Nation durchmacht“.

Tymofiy Mylovanov, der ukrainische Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Handel (2019-2020) und Berater des Chefs des Präsidialamtes, erklärte: „Die Tyrannei kann nur besiegt werden, wenn alle Länder sich vereinigen und sie zusammen bekämpfen. Erst als ich bombardiert wurde und die Bombardierungen in Kiew anfingen und ich die getöteten Familien sah, verstand ich das Elend anderer Nationen. Die Lektion von heute ist, dass es keine Grenzen gibt, wenn es darum geht, die Tyrannei zu bekämpfen. Wenn ich heil aus dieser Situation herauskomme, werde ich mich um mehr kümmern als nur die Ukraine. Ich werde mich um eure Menschen kümmern, um die Menschen in Syrien, Georgien und Afghanistan. Das ist eine Krankheit und sie muss beendet werden“.

„Die Opposition im Irak hat gekämpft, um Bagdad aus den Klauen der Revolutionsgarden des iranischen Regimes zu befreien, die den Iran und sein Volk zerstören“, sagte Aiham Alsammarae, der frühere Elektrizitätsminister des Irak gegenüber der Zusammenkunft. „Wir stehen euch bei und eurem Kampf und wir wünschen euch den Sieg. Euer Sieg ist auch unserer. Der Iran muss befreit und seinem Volk zurückgegeben werden“.

Ahmed Jarallah, der kuwaitische Journalist und Chef-Herausgeber der Kuwaiti Al-Seyassah und der Arab Times meinte: „Die Menschen in der ganzen Welt sind Zeugen der Aktivitäten von Frau Rajavi zur Beendigung dieses Regimes, eines Regimes, das Leiden für die Bevölkerungen im Iran und in der arabischen und in der ganzen Welt verursacht hat. Ich hoffe, dass zum nächsten Ramadan es soweit ist, dass ihr dieses Regime überwunden habt“.

Der frühere Chef des Menschenrechtsbüros der VN im Irak (UNAMI) und Berater des Sonderrepräsentanten des UNO Generalsekretärs (SRSG) im Irak Tahar Boumedra erklärte: „Die Bewohner von Ashraf wurden getötet, ihnen wurden medizinische Versorgung versagt, aber niemand konnte darüber reden. AP, Reuters … die Presse hat darüber geschwiegen. Die Menschen in Ashraf wurden stillschweigend getötet, sie waren wehrlos. Die Ashrafis haben sehr hart gekämpft. Sie haben widerstanden und ihr Widerstand hat sich ausgezahlt. Er hat für sie breite Straßen geöffnet, um aus der Hölle des Irak herauszukommen und nach Albanien zu gelangen, um ihr Leben in Ashraf 3 zu beginnen“.

Rabbi Moshe Levin, der stellvertretende Chefrabbi in Frankreich führte aus: „Seit vielen Jahren sind wir Zeugen eures Kampfes für Frieden und Gleichheit in der Region. Alle Religionen respektieren die Trennung von Staat und Religion und ich wünsche allen Völkern der Welt Frieden“.

„Das Volk Syriens steht auf der Seite des Volkes im Iran gegen das Regime. Das Regime des Iran hat immer Terrorismus und Fundamentalismus in die ganze Welt exportiert. Das Volk in Syrien hat stark unter den Händen des iranischen Regimes und seiner Hilfstruppen in Syrien gelitten. Unser Volk hat sehr gelitten wegen der Gräueltaten, die sie in unseren Ländern ausgeführt haben. Leider hat die internationale Gemeinschaft ihre Augen verschlossen gegenüber dem, was in meinem Land passiert ist“, merkte Salem Al-Meslet an, der Vorsitzende der syrischen Koalition.

„Wir stehen auf eurer Seite, der Seite derjenigen, die gegen das terroristische Regime im Iran steht“, unterstrich Ahmad Al-Mosabli, der Berater des jemenitischen Ministers für öffentliche Angelegenheiten. „Unsere Wünsche sind die gleichen, den gemeinsamen Feind loszuwerden. Deshalb unterstützen wir euch und ihr unterstützt uns. Vom Iran unterstützte Milizen bringen unserem Volk Leid und Schmerzen. Wir wollen die Völker von diesem gemeinsamen Feind befreien. Ich bin sicher, dass der Sieg in Reichweite ist. Wenn die iranischen Milizen im Jemen besiegt werden, werden die Mullahs in Ghom und Teheran gestürzt. Wir bekommen von euch und euren Aktivitäten im Iran Energie. Die Freiheit wird nicht jedem einfach so gegeben, man muss sie sich erwerben“.

Das jordanische Parlamentsmitglied Ahmad al-Khalayeleh äußerte: „Die Völker Jordaniens und des Iran sind Brüder. Ich hoffe dass unsere Brüderschaft und Freundschaft bleiben und dass ihr, wenn wir uns das nächste Mal treffen, euer Ziel erreicht habt und dass Frau Rajavi den Zehn Punkte Plan für den Iran realisiert hat. Wir hoffen, dass dieses Regime bald gestürzt sein wird und dass wir in der arabischen Welt von seinen Störmanövern in unseren Ländern befreit werden“.

Der Vorsitzende des Ausschusses des NWRI für Religionen und Bekenntnisse Jalal Ganjei merkte an: „Die Unterstützung für den Iranischen Widerstand schickt eine wichtige Botschaft in die Welt. Die Muslime brauchen eine neue Interpretation des Islam, die den Fundamentalismus bloßstellt, der im Namen des Islam gepredigt wird. Um eine muslimische Frau zu unterstützen, die die Gleichheit zwischen allen Religionen verteidigt und besonders die Gleichheit zwischen Männern und Frauen ist eine wichtige Alternative zum Fundamentalismus der Mullahs, die im Iran herrschen“.

„Die Völker im Iran und in anderen Ländern müssen sich vereinigen“, so Scheich Dhaou Meskine, der Generalsekretär des Rates der Imame von Frankreich. „Der Iran muss seine Rolle in der internationalen Gemeinschaft spielen und die Position erhalten, die er in der Welt verdient. Das Volk des Iran und in der Welt braucht euch, Frau Rajavi. Wir müssen auf eurer Seite stehen und gegen die Diktatur kämpfen, die im Iran herrscht. Dieses Regime ist ein terroristisches Regime. Der Koran ist gegen Diktatur und die Herrschaft einer Person“.

„Es ist 42 Jahre her, dass im Iran das Massaker begangen wurde“, klagte Khalil Merroun, der Direktor der Großen Moschee von Avery in Paris. „Ich bin kein Iraner, aber ich hasse es, zu sehen, wie meine Religion missbraucht wird für diese Art von Aktivitäten. Mit der Befreiung des Iran werden wir den Islam befreien. Wir müssen alle Anstrengungen dafür auf uns nehmen, um diese Freiheit so bald wie möglich zu realisieren. Das Regime hat den Islam verfälscht“.

Jaques Gaillot, ein bekannter französischer Kleriker und sozialer Aktivist, erklärte gegenüber der Versammlung: „Viele Iraner haben sich erhoben und kämpfen für ihre Rechte. Ihr Traum ist, dass der Iran die Mullahs loswird und zu einer freien Nation wird“.

„Der Koran sagt: Wenn du eine Person tötest, dann hast du die Menschlichkeit getötet“, erklärte Sadek Abrous, der Präsident des Regionalrates der Region Ile-de-France. „Das macht das iranische Regime. Das iranische Regime bestiehlt das Volk. Es übt Terrorismus und Gewalt in der Region. Wenn ihr gegen dieses Regime kämpft, verteidigt ihr eure Überzeugungen. Ich wünsche euch Erfolg bei eurem Kampf zum Sturz des iranischen Regimes“.