Monday, November 29, 2021
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Amir Abdollahian besucht Libanon – “Den Weg von Quassem Soleimani fortsetzen”

Der neue iranische Außenminister Hossain Amir Abdollahian reiste letzte Woche in den Libanon. Seine Aussagen bei dem Besuch unterstreichen erneut, dass die iranischen terroristischen Aktivitäten unter der Administration Ebrahim Raisi (aka Richter der Erhängung) ansteigen wegen
Amir Abdollahian traf sich zuerst mit Hassan Nasrallah, den Anführer der von Teheran finanzierten terroristischen Gruppe Hisbollah. Viele Medien im Libanon betonten, dass sein Besuch unterstreicht, dass Kriegstreiberei und die Verbreitung von Terrorismus zur obersten Priorität des Regimes gehört.
Diese Tatsache wurde bestätigt, als Abdollahian das Grab von Imad-Al-Mughniyeh besuchte, dem eliminierten Top – Kommandeur der Hisbollah. Vor mehreren Angehörigen von getöteten Milizionären präsentierte sich Abdollahian stolz als „Agent auf dem Schlachtfeld“, der enge Beziehungen zum Top – Terroristen Qassem Soleimani hatte. Während seines Treffens mit Mitgliedern des Majlis (Parlament des Regimes) und den Anwärtern für das Außen-, Innen- und Gesundheitsministeriums betonte Abdollahian, dass er „den Pfad von Quassem Soleimani fortsetzen wird“.


Dies bedeutet nichts anderes, als die terroristischen Aktivitäten fortzusetzen, die bereits Soleimani leitete, als er Anführer der im Ausland agierenden Quds Brigaden war. Diese waren die zentrale Einheit für die Verbreitung von Terrorismus über Söldnergruppen des Regimes. Amir Abdollahian betonte auch, dass Teheran weiterhin Treibstoff in den Libanon senden wird. Der Libanon hat derzeit mehrere wirtschaftliche und politische Krisen, zu denen auch Engpässe bei Benzin und anderem Treibstoff zählen. Das iranische Regime nutzt diese Situation, um die Hisbollah weiter zu finanzieren.
In den letzten Monaten hat der Libanon große Treibstofflieferungen erhalten. Seit August koordiniert die Hisbollah diese Lieferungen in der Wirtschaftskrise, obwohl die US Sanktionen Teheran an Öllieferungen hindern sollen. Dies könnte schwere Auswirkungen für Beirut und den Libanon haben. Amir Abdollahian betonte zudem, dass Teheran bereit ist, ein Kraftwerk im Libanon zu bauen und dem Land auch andere Hilfe zukommen zu lassen.
Seine Aussagen kommen zu einer Zeit, wo iranische Bürger ihre Organe verkaufen müssen, um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Über 450.000 Menschen starben wegen der Politik des Regimes an Covid-19. Im Sommer starben Tausende Iraner auf den Intensivstationen, weil es Stromausfälle im Iran gab.
Weil das Regime in einer solchen Situation plant, Kraftwerke im Libanon zu bauen, schrieb im September die staatliche Barkat News:“ Diese Ausgaben kommen aus der Tasche der iranischen Bürger, welche zeitgleich mit Stromausfällen zu kämpfen haben, die Probleme für ihr Leben und ihr Wohlergehen bedeuten.“

Hassan Nasrallah:“ So lange der Iran Geld hat, hat auch die Hisbollah Geld“
Teheran setzt mit seiner Finanzierung von Terrorgruppen fort, während im Iran schwere Wirtschaftskrisen und Krisen im sozialen Bereich den Widerstand in der Gesellschaft steigen lassen. Doch das Regime braucht seine Strategie der Finanzierung von Terrorgruppen und den Export der Krisen ins Ausland. Der oberste Führer Ali Khamenei sagte dazu:“ Wenn wir nicht in Syrien kämpfen, dann kämpfen wir bald gegen den Feind auf den Straßen von Teheran“. Die Führung des Regimes hat den Libanon, den Irak und Syrien stets als ihre „strategische Tiefe“ bezeichnet.
Die Fortsetzung der Öllieferungen in den Libanon über die Hisbollah geht Hand in Hand mit der Strategie des Exportes von Terrorismus. Seit dem Beginn des wirtschaftlichen Verfalls im Libanon gab es Dutzende Proteste von Bürgern. Während der Proteste machten die Bürger die Hisbollah für „die Zerstörung und mehrere Krisen, welche das Land plagen sowie für den dramatischen Verfall der Währung und der Engpässe in Medizin und Treibstoff verantwortlich“, wie Associated Press am 1. September schrieb. In den vergangenen Monaten haben die Menschen viele Öllieferungen in Brand gesetzt und damit ihren Hass gegen das Regime und seine Söldnerarmee, die Hisbollah, gezeigt.
Selbst der libanesische Regierungschef Najib Mikati sagte, dass die Lieferungen aus Teheran einen Bruch der Souveränität des Landes darstellen. Die Zeitung Al-Akhbarieh berichtete, dass der Libanon nun weitere US Sanktionen befürchten muss. Doch das Regime braucht die Unterstützung der unbeliebten Hisbollah im Libanon, weil sie als terroristische Gruppe Teherans Fußabdruck im Krieg in Syrien und anderen regionalen Konflikten ist.
Die internen Machtkämpfe im Regime werden immer schon ignoriert, wenn es um den Export von Terrorismus geht. Amir Abdollahian gab zu, dass er viele Erfahrungen sammeln konnte, als er „mit Soleimani auf dem Feld der Außenpolitik zusammen arbeitete“. Sein Vorgänger, der sogenannte „moderate“ Mohammad Javad Zarif, gab zu, dass das Außenministerium des Regimes eine „Sicherheitsstruktur“ hat. Einer der Diplomaten von Zarif, Assadollah Assadi, wurde 2018 verhaftet, als er versucht hatte, eine Bombe auf einer Veranstaltung der Opposition in Frankreich zünden zu lassen.
Der frühere Präsident des Regimes, Hassan Rouhani, gab ebenfalls am 8. April zu, dass „die Frontlinie und die Diplomatie zwei Arme“ des Regimes sind. „Wenn jemand glaubt, dass entweder die Frontlinie oder die Verhandlungen gewinnen müssen, dann muss ich sagen, dass solche Worte nicht korrekt sind“, ergänzte er. So lange das Mullahregime an der Macht ist, so lange muss sich die internationale Gemeinschaft auf eine Ausweitung der destruktiven Aktivitäten Teherans einstellen.