Monday, September 27, 2021
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Armut und Kinderarbeit im Iran

Am 12. Juni wird der Welttag gegen Kinderarbeit begangen. Nach dem Jahresbericht der Vereinten Nationen von 2020 lebten zu Beginn des Jahres 2020 – vor dem Ausbruch der Pandemie von COVID-19 – auf der ganzen Welt 160 Millionen Kinder – 63 Millionen Mädchen und 97 Millionen Jungen – in Kinderarbeit; es sind 10% aller auf der Welt lebenden Kinder. 79 Millionen Kinder – annähernd die Hälfte aller Kinder, die arbeiten müssen – werden durch mühsame Arbeit belastet, mit direkter Gefahr für ihre Gesundheit, Sicherheit und moralische Entwicklung. Auf der ganzen Welt sind 160 Millionen Kinder berufstätig, davon 79 Millionen mit mühsamer Arbeit belastet.

Zur Epidemie des Coronavirus im Iran: Ein arbeitendes Kind muß Waren verkaufen, während seine Familie darbt

Nach Berichten staatlicher Medien des Iran sind 23 Millionen der im Lande lebenden 83 Millionen Menschen Kinder. Die iranischen Funktionären haben die wirkliche Zahl der arbeitenden Kinder niemals bekanntgegeben. Doch nach inoffiziellen Berichten arbeiten im Land mehr als 7 Millionen Kinder. Hassan Mousavi Chlak, Leiter der Sozialarbeiter des Iran, sagte, angesichts der Bedeutung der Armutsgrenze im Lande und des Fehlens eines Budgets zur Unterstützung der Familien werde man auf den Straßen, in der Gesellschaft immer mehr Kinder sehen, die arbeiten.

Er sagte, solange die Ursache der Armut nicht beseitigt werde, werde man auf den Straßen immer mehr arbeitende Kinder sehen. Er erwähnte die Ursache der im Lande bestehenden Armut nicht. Doch staatliche Medien berichten kontinuierlich, daß der wahre Grund der im Iran bestehenden Armut in der systematischen Korruption des Regimes liege.

Die Kinder im Iran fallen der destruktiven Politik des Regimes zum Opfer. Viele Familien können ihre Kinder nicht zur Schule schicken – einfach, weil sie die dazu erforderlichen Mittel nicht aufbringen können. Millionen von Kindern sind gezwungen, auf der Straße zu arbeiten, um zu dem Einkommen ihrer Familien beizutragen. Auch viele von den staatlichen Institutionen des Landes bedienen sich der Kinderarbeit; Vertragspartner heuern Kinder, die nicht älter sind als fünf Jahre, an – für Beschäfti-gungen wie die Müll-Entsorgung.

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Die Kinder arbeiten oft in langen Schichten – manchmal bis zu 19 Stunden ohne Pause. Kein Erwachsener sollte so lange arbeiten, geschweige denn ein Kind.

Frau Maryam Rajavi twitterte anläßlich des Welttages gegen Kinder-arbeit: „Den iranischen Kindern widerfährt unter der herrschenden Theokratie oft Haft, Gewalttätigkeit und Armut. Sie müssen endlose Leiden erdulden. Die einzige Lösung besteht darin, daß die Herr-schaft der Mullahs aufhört.“