Monday, September 27, 2021
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Ausblick für die wirtschaftlichen Krisen im Iran und die Rolle des Regimes bei deren Ausweitung


Während Hassan Rohanis Regierung ihrem Ende entgegengeht, setzt sich trotz der falschen Vorspiegelungen von Amtsträgern die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Iran fort. Die Wirtschaftskrisen haben verheerende Wirkungen auf das Leben der Menschen und sie haben die staatlichen Medien veranlasst, Angst vor den Reaktionen des Volkes zu äußern.
„Zahlen, die vom Zentrum für Statistik präsentiert wurden, zeigen, dass die durchschnittliche Rate der Inflation im April den Rekord der letzten rund 1,5 Jahre gebrochen und 41 % erreicht hat. Die Zahlen für die jährliche Inflation zeigen, dass die allgemeine Zunahme der Preise von Jahr zu Jahr weitergeht“, schreibt die staatliche Jahan-e Sanat vom Sonntag.
Die Tageszeitung Jahan-e Sanat unterstreicht: „Eine Inflationsrate von 41 % im April lässt ein paar Dinge erkennen. Wenigstens in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres sind die steigende Liquidität und die Geldmenge hinter der steigenden Inflation zurückgeblieben. Da Veränderungen bei den Geldeinheiten allmählich die Inflation beeinflussen, wird erwartet, dass die Inflation in den kommenden Monaten weiter die 40 % Marke übersteigt“.

Der Artikel in Jahan-e Sanat räumt dann ein, dass die steigende Inflation „in den Himmel schießende Preise von Konsumgütern und eine Abnahme der Kaufkraft der Bevölkerung“ zum Ergebnis haben wird, „was das Steigen der Löhne untergraben wird. Dies ist eine Gefahr, die die Menschen und die Gesellschaft bedrohen wird“.
Laut verschiedenen staatlichen Medien des Regimes sind in den Himmel schießende Preise „für die mittleren und schwachen Sektoren der Gesellschaft kummervoll“.
Iranische Arbeiter und Rentner, die einen großen Teil der Bevölkerung des Iran ausmachen, gehören zu den schwächsten Schichten der Gesellschaft. So sind sie kaum in der Lage, bei den in den Himmel schießenden Preisen und der Inflation über die Runden zu kommen.
„Der ungebremste Anstieg der Preise und die Abnahme der Kaufkraft der Menschen haben das Leben der Arbeiter sehr schwierig gemacht. Arbeiter, die unter Jobunsicherheit leiden, benötigen dringend Beihilfen für das Wohnen und die Kleidung“, räumte die staatliche Tageszeitung Resalat am Sonntag ein.

Laut Faramarz Sofighi, dem Vorsitzenden des Lohnausschusses des Islamischen Rates für Arbeit, „sind 63 % der Gesellschaft Arbeiter. Die Preise für verschiedene Güter wie Fleisch, Reis, Waschmittel, Molkereiprodukte usw. nehmen von Tag zu Tag zu“. „Die Amtsträger sagen, dass der Preisanstieg verhältnismäßig sei, aber sie sagen nicht, wer die Güter kaufen soll. Wie können Arbeiter und Rentner, die in günstigen Fällen ein Gehalt von 3 600 000 Toman im Monat bekommen, sich gegenüber solchen Preisen behaupten?“ fügte Tofighi laut der Tageszeitung Resalat vom Sonntag hinzu.

Was steht hinter den steigenden Preisen und der Inflationsrate im Iran?

Die antipatriotische Politik des iranischen Regimes wie der Export von Terrorismus, die institutionalisierte Korruption und eine falsche Wirtschaftspolitik für den Ausgleich des Budget Defizits., sind die Hauptgründe für die in den Himmel schießende Inflation und die Preise.


„Die Banken machen weiter mit dem Drucken von Geld. So steigt die Liquidität des Landes beständig von Tag zu Tag. Der Hauptgrund für die bedeutende Zunahme der Liquidität im Iran, die hoch ist verglichen mit anderen Ländern, bedeutet Gelddrucken“, räumt Vatan-e Emruz („Das Vaterland heute“) vom Sonntag ein. Laut Vatan-e Emruz „bedeutet der verheerende Schaden durch das Gelddrucken zunehmende Inflation. Es ist das Drucken von Geld, das bewirkt hat, dass das Wachsen der Geldmenge beständig weit vor dem wirtschaftlichen Wachstum liegt mit dem Ergebnis einer Superinflationsrate“.
„Unsachgemäße und schlecht überlegte Methoden der Entscheidungsfindung haben dem Land eine Menge an Korruption und Ineffizienz eingebracht. Man kann mit einiger Sicherheit sagen, dass die falsche Politik, die die Inflation hervorbringt, weil sie für die Produktion hinderlich ist und auf Ungerechtigkeit beruht, die Wurzel aller kleinen und großen Probleme der Wirtschaft des Iran bildet“, äußerte Farshad Momeni, einer der Ökonomen des Regimes gegenüber der staatlichen Tageszeitung Eghtesad-e Sarmad am 14. Mai.
Die iranische Bevölkerung weiß um die Rolle des Regimes bei der Zerstörung der Wirtschaft des Iran. Die im Iran laufenden Proteste und Unruhen rufen nach einem Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes. Der Boykott der Wahlen des Regimes zeigt, dass das Volk sich sicher ist, dass das Regime unfähig ist, seine Probleme zu lösen.
Während die wirtschaftlichen Krisen im Iran sich vertiefen, warnen die staatlichen Medien vor den Reaktionen der Bevölkerung.
„Die Entstehung und die Zunahme politischer, sozialer und wirtschaftlicher Lücken haben uns in den allerletzten Jahren mehrfach ihre verheerenden Auswirkungen gezeigt. Sie haben gezeigt, dass sie gewaltsam sein können“, schrieb die offizielle Tageszeitung Iran und erinnerte die Amtsträger an die letzten großen Proteste im Iran, die an den Fundamenten des Regimes gerüttelt haben.
Anmerkung: Der Wechselkurs für 1 US Dollar lag am 24. Mai 2021 bei 23 193 Toman auf dem freien Markt.