Sunday, April 5, 2020
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Coronavirus Pandemie: Unterschiede zwischen dem Iran und anderen Ländern

Iran, Ausbruch des Coronavirus – Ein Krankenhaus in Teheran
Der Coronavirus hat sich zu einer Pandemie entwickelt. Doch es gibt klare Unterschiede zwischen dem Ausbruch des Coronavirus im Iran und in anderen Ländern.

Seit Beginn der globalen Krise haben sich die Länder mit dem Virus auseinander setzen müssen und sie haben alle möglichen Maßnahmen unternommen, um die Verbreitung des tödlichen COVID-19 zu verhindern.

Sie haben die Wahrheit über den Ausbruch des Virus in ihren Ländern mitgeteilt, indem sie die wahren Zahlen der Infizierten und derjenigen, die leider daran ihr Leben verloren, mitgeteilt haben.

Doch die Situation im Iran unter dem Mullahregime ist komplett anders. Die Berichte der Volksmojahedin Iran (PMOI, Mujahedin-e Khalq, MEK) aus dem Iran haben bestätigt, dass bis zum Montag mehr als 5500 Menschen ihr Leben durch den Coronavirus verloren haben.

Das Regime hat die Existenz des Virus erst verleugnet, obwohl er bereits in der Stadt Ghom auftrat und vier Tage lang wurde die Stadt nicht unter Quarantäne gestellt. Der Ausbruch des Coronavirus fiel zeitgleich in die Zeit der Scheinwahlen zum Parlament des Regimes.

Aus Angst vor einem generellen Boykott, der auch statt gefunden hat, versuchte das Regime vor allem nach der Niederschlagung der Proteste im Iran mit über 1500 Toten, irgendwelche Belegen seiner Legitimierung zu finden.

Daher entschied sich das Regime, eine kriminelle Kampagne zu starten, um irgendwie eine halbwegs vorzeigbare Wahlbeteiligung zu erhalten.

In einem beschämenden Geständnis zwei Tage nach der Wahl sagte Abdolreza Rahmani Fazli, der Innenminister des Regimes:“ Einige in Ghom forderten und bestanden auf eine Verschiebung der Wahl. Doch ich als zuständiger Vertreter für die Wahlen lehnte diese Forderungen ab.“

Satellitenbilder von Massengräbern in Ghom unterstützen die Tatsache der kriminellen Vertuschung des Ausbruchs des Coronavirus im Iran. Frühere Berichte und Videos des Netzwerks der MEK in Ghom haben die Existenz dieser Massengräber bestätigt, vor allem die Errichtung eines neuen Massengrabes auf dem Friedhof in Ghom, welches den Namen „Krisensektion“ bekam.

Diese kriminelle Vertuschung und das Herunterspielen der Krise haben die Verbreitung des Virus beschleunigt. Indem man die Existenz des Coronavirus in Ghom verleugnete, brachten Kleriker und Vertreter, die mit dem COVID-19 infiziert waren, den Virus in andere Städte und in den gesamten Iran.

Zusammen mit der kriminellen Kampagne der Vertuschung und Minimierung der Situation, haben Vertreter des Regimes zusammen mit den Revolutionsgarden (IRGC) Atemschutzmasken und andere notwendige medizinische Ausrüstung lieber gehortet, um sie später zu erhöhten Preisen auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen, anstatt sie an das Volk zu verteilen.

Grauenvolle Videos aus dem Iran, die Wochen nach dem Ausbruch der Coronavirus Pandemie gemacht wurden, zeigen, wie Menschen auf den Straßen umfallen, wie Krankenschwestern und Ärzte einer nach dem anderen einen Burnout bekommen und dass sie ohne notwendige Ausrüstung arbeiten müssen und dennoch den Opfern helfen.

Einige von ihnen haben dabei bereits selbst ihr Leben verloren.

Die Gleichgültigkeit des iranischen Regimes gegenüber den Bedürfnis des Volkes zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus und der Behandlung der Patienten sowie das fehlende Einhalten der hygienischen Notwendigkeiten wie Desinfektionsmittel, Schutzhandschuhe und Schutzmasken haben zusätzlich für Ärger im Volk gesorgt.

Das Regime teilte kürzlich mit, dass es dem Volk helfen will, in dem es Unterstützungspakete verteilt.

Mohammad Bagher Nobakht, der Vorsitzende der Behörde für Budget und Planung, gab bekannt, dass die Regierung zwischen 200.000 und 600.000 Tomans (13 – 40 $) in zwei Phasen an Menschen mit niedrigem Einkommen zukommen lassen wird, was rund drei Millionen Menschen betrifft.

Doch selbst der Präsident des Regimes, Hassan Rouhani, gab zu, dass rund 18 Millionen Haushalte bzw. 60 Millionen Menschen Hilfe brauchen und somit ist es nicht mehr als eine Geste zur Beruhigung.

Diese Geste soll die brodelnde iranische Gesellschaft beruhigen und wegen der hohen Inflationsrate bedeuten 13–40$ für eine normale iranische Familie, dass sie sich für ein paar Tage mehr notwendige Lebensmittel leisten kann.

Andere Berichte bestätigen, dass die iranischen Gefängnisse und Haftanstalten zu den verwundbarsten Zentren gehören, wenn es um den Coronavirus geht, weil das Regime dies in krimineller Weise ignoriert.

Laut Berichten von Gefangenen, vor allem von politischen Gefangenen in Fashafouyeh, Evin, Gohardasht, Ghezelhesar, Urumia und Sheyban Ahvaz gibt es Gefangene, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) wies auf das Schicksal der Gefangenen, insbesondere der politischen Gefangenen im Rahmen des Ausbruchs des Coronavirus in den Gefängnissen hin und betonte, dass die Ablehnung der Freilassung der Gefangenen unter diesen Umständen ein großes Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist, für das Khamenei und andere Vertreter des Regimes direkt verantwortlich sind.

Sie rief den UN Sicherheitsrat, den Generalsekretär, den UN Hochkommissar, den Menschenrechtsrat sowie die EU und ihre Mitgliedsstaaten auf, dringende Aktionen einzuleiten, welche das Leben der Gefangenen im Iran rettet. Eine globale Intervention ist wichtiger denn je, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern, sagte sie.

Weil der Coronavirus immer mehr Opfer fordert, hat das Regime weitere unterdrückende Maßnahmen begonnen. Gholamreza Jalali, der Vorsitzende der Organisation für passive Verteidigung im Regime, sagte am Sonntag:“ Neben den externen Drohungen, den inneren Bedrohungen, den Staatsstreichen und den Hungersnöten kann auch eine Pandemie die Sicherheit und Stabilität eines Staates gefährden und seine Integrität bedrohen.“

In einer ähnlichen Entwicklung und zur Vermeidung von öffentlicher Wut über die kriminelle Vertuschungsaktion des Regimes, hat der oberste Führer des Regimes, Ali Khamenei, den Stabschef der Armee des Regimes, Generalmajor der Revolutionsgarden (IRGC) Mohammad Bagheri damit beauftragt, ein „Kommandozentrum für Gesundheit“ zu bilden, damit der Coronavirus verhindert und behandelt wird.

Doch der wahre Sinn dieser Einrichtung ist es, Volksaufstände und Proteste zu verhindern.
In dieser Hinsicht sagte Maryam Rajavi:“

Diese nutzlosen Bemühungen werden nur den Ärger und den Hass gegenüber dem unterdrückenden und verachtenswerten velayat-e faqih System erhöhen, welches in den letzten 40 Jahren nichts anderes als Mord und das Ausplündern des Wohlstandes des Volkes bedeutet hat. Das iranische Volk hat mit einer Stimme „der Feind ist hier“ und „Khamenei und Rouhani sind unserer Coronavirus“ gerufen.

Die Inaktivität des Regimes und seine Vertuschungsaktion hat den Iran in eine Todeszone verwandelt. Das Land ist heute eines der Epizentren des tödlichen Virus.

Frau Rajavi betonte in dieser Hinsicht, dass die Vereinten Nationen, die Weltgesundheitsorganisation und andere internationale Menschenrechtsorganisationen die herrschenden religiösen Faschisten im Iran dazu zwingen müssen, alle Fakten und Zahlen bezüglich des COVID-19 der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und relevante internationale Organisationen müssen dafür sorgen, dass das Leben der Menschen im Iran und anderen Ländern in der Region geschützt wird.

Es ist offensichtlich, dass das iranische Volk solche und ähnliche Krisen so lange weiterhin haben wird, so lange das Regime an der Macht ist. Die einzige Lösung ist ein Regimewandel und dazu ist es elementar wichtig, gegen das Regime zu protestieren und den Opfern zu helfen.

Daher hatte Frau Rajavi bereits zuvor die Iraner und vor allem deren Jugendliche aufgefordert, Proteste abzuhalten, damit das Regime gezwungen ist, die Wahrheit zu erzählen und alle medizinischen und anderen Mittel zur Gesundheitsvorsorge, die weiteren Sinne unter einem Monopol der IRGC und der Sicherheitsagenturen stehen, an das Volk, die Krankenhäuser und die Ärzte zu verteilen.