Saturday, December 4, 2021
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Das iranische Regime nimmt den Menschen wiederum ein Grundbedürfnis weg: das Brot

Die aus dem südwestlichen Iran gemeldeten Proteste gegen die Wasserknappheit halten an. Unterdessen heißt es in Berichten aus dem Land, dass die Bürger sich bald kein Brot mehr kaufen könnten, – kein Brot, das ihnen bis jetzt als einziges Grundnahrungsmittel bleibt.
Die Gewerkschaft der handwerklichen Bäcker in Teheran gab eine Erhöhung der Brotpreise bekannt. Die Regierung der Provinz Teheran hat dies der Zentrale der Gilden mitgeteilt. Diese Mitteilung ergeht Monate, nachdem das Regime den Brotpreis mehrmals heimlich erhöht hat. Die Iraner haben kaum genug Geld zum Leben, aber das Regime greift den Menschen noch tiefer in die Tasche. Die erschreckende Nachricht machte schon seit Ende 2020 die Runde.
Am 28. Dezember schrieb die staatliche Tageszeitung Etemad: »Es stellt eine Bedrohung vieler Bürger der Stadtviertel dar, die sich diese Güter nicht leisten können. Einen klaren Beweis dieser Zustände bieten Berichte über den Verkauf von ›Brot auf Pump‹ in manchen verarmten Städten und Provinzen.«
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Mitte April 2021 fing das Regime an die Brotpreise unter der Hand zu erhöhen. Am 16. Mai sagte der Vorsitzende der Bäckergewerkschaft der Provinz Karaj: »Es ist gestattet worden, die Preise verschiedener Brotsorten um bis zu 50 Prozent zu erhöhen.«
Die Beamten des Regimes bestritten sofort die Preissteigerungen. Beamte und staatliche Medien gaben armen Bäckern die Schuld und behaupteten, diese hätten auf eigene Faust die Preise erhöht.
Die iranischen Bäcker haben vielfach erklärt, wegen der hohen Inflation und der schwindelnd hohen Preise für Mehl, Wasser, Strom und anderen Bedarf kämen sie nicht auf ihre Rechnung. Sie hoben hervor, trotz wiederholter Vorstellungen bei den Ämtern und Protesten gegen die überhöhten Erstellungskosten habe das Regime sich geweigert, ihnen zu helfen.
Staatliche Medien des Iran haben zugegeben, dass das Regime heimlich die Brotpreise erhöht hat und haben vor den Folgen gewarnt.
Am 5. Mai dieses Jahres schrieb die staatliche Zeitung Eghtesad-e Pouya: »Es gibt Gerüchte über Erhöhung der Brotpreise. Das kann die Bevölkerung nicht zulassen. Mit dem Brot für die Menschen können wir nicht spaßen, denn Brot ist ein Hauptnahrungsmittel des iranischen Volkes, und wenn dies passiert, führt das gewiss zu einer sozialen Explosion.«

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Doch wie die halbamtliche Nachrichtenagentur am 16. Mai schreibt, erhebt sich die Frage: »Warum wird die Preiserhöhung nicht offiziell bekanntgegeben?«
Das Regime hat es unterlassen, die Preissteigerung offiziell zu verkünden, da es eine weitere Erhebung vermeiden will. Es hat die bittere Erfahrung vom November 2019 nicht vergessen. Damals erhöhte es die Benzinpreise und daraufhin brach eine große Erhebung aus.
Die halboffizielle Nachrichtenagentur ILNA schrieb zu dem Thema am 15. Mai des Jahres: »Die Politik der Brotpreissteuerung ist ein Hauptmittel der Regierung, die Unzufriedenheit der Menschen mit der ungezügelt steigenden Inflation und den Problemen des Lebensunterhalts in Schach zu halten.« Dazu lässt sich anmerken, dass die sogenannte »Kontrolle« der Brotpreise nichts anderes ist als ihre Steigerung, nicht ihre Senkung.
Nachdem die Regierung der Provinz Teheran die Erhöhung der Brotpreise bekanntgegeben hat, kann das Regime sein Komplott, die Menschen auszuplündern, nicht mehr vertuschen. Da es die Brotpreise erhöht hat, kommen die Iraner mit ihrem Geld nicht mehr aus. Sie stehen unter schwerem Druck der Inflation und der rasant steigenden Preise.


Am 18. Juli schreibt die staatliche Zeitung Jahan-e Sanat: »Einige Güter haben die kritische Inflationsmarke überschritten. Wenn man die durchschnittlichen Preise für gewisse Güter mit den entsprechenden Preisen desselben Monats im vorigen Jahr vergleicht, zeigen sich Steigerungen von über 100 %. Die größten Preiserhöhungen beziehen sich auf pasteurisierte Butter (121,4 %), Hühnchen (118,8 %) und Öl (89%).« Die jüngsten Proteste in Chusestan haben gezeigt, dass die empörte Gesellschaft des Iran die Plünderungspolitik des Regimes nicht mehr hinnehmen will. Wenn auch noch die Brotpreise erhöht werden, dürfte es zweifellos zu neuen Protesten kommen. Es zeigt sich hier weiterhin, wie versessen das Regime ist, seine ruchlosen Machenschaften zu finanzieren, so sehr, dass es beschließt, den Menschen Grundnahrungsmittel zu verweigern. Das könnte zu neuen Protesten und einer nächsten Erhebung im ganzen Land führen.