Thursday, August 13, 2020
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Das Vereinigte Königreich rät von allen außer den notwendigen Reisen in den Iran ab

NCRI – Das britische Ministerium für auswärtige Politik und für das Commonwealth riet am Freitag von allen außer den notwendigen Reisen in den Iran ab. Der Rat reagiert auf die letzte Welle von Säureüberfällen auf Frauen und Mädchen in für Touristen attraktiven Städten.

 

Es heißt in der Erklärung: „Britische Reisende gehen im Iran größere Risiken ein als Angehörige anderer Nationen; denn das Vereinigten Königreich unterliegt besonders hohem Verdacht, und seine Regierung kann bei Schwierigkeiten nur begrenzt helfen.“

Der Rat des britischen Außenamts reagiert darauf, daß viele junge Frauen und Mädchen von mit dem Regime verbundenen Banden mit Säure besprüht wurden. 

In den letzten Wochen wurden in größeren, für Touristen attraktiven Städten, darunter Isfahan und Kermanshah, zwei Dutzend Frauen von Banden auf Motorrädern, indem sie ihnen Säure ins Gesicht spritzten, schwer verletzt.

Die Frauen erlitten Verbrennungen dritten Grades an Gesicht, Hals, Brust und Händen, und bedürfen der kosmetischen Chirurgie. 

Das britische Außenamt erklärte: „Es besteht die Gefahr, daß Briten trotz ihrer vollständigen Unschuld im Iran willkürlich festgenommen werden könnten, wie es zuletzt im Jahre 2011 geschah. In solchen Fällen ist das Ministerium ernsthaft besorgt, daß folgende Gerichtsprozesse den internationalen Standards nicht genügen würden.“

Das Ministerium forderte seine Bürger auf, besonders der iranisch-afghanischen Grenze nicht näher als 100 km zu kommen, d. h. die Provinz Sistan-Beluchistan und das Gebiet östlich der Linie von Bam nach Jask zu meiden.

„In den vergangenen Monaten haben Verhaftungen von Bürgern mit doppelter Staatsbürgerschaft zugenommen; ihnen wurde Beteiligung an politischen und Menschenrechts-Aktivitäten vorgeworfen. Die doppelte Staatsbürgerschaft wird im Iran nicht anerkannt.“

„Die iranischen Behörden leugnen irgendeine legitime Verantwortung der britischen Regierung für britische Iraner und werden wahrscheinlich keine konsulare Unterstützung zulassen.“

Nach den Säure-Überfällen gingen tausende Bewohner von Isfahan und Teheran auf die Straße, um gegen sie zu protestieren. 

Sie skandierten: „Sicherheit und Freiheit sind Rechte der iranischen Frauen“, „Tod dem iranischen ISIS (ISIL)“, „Schlimmer als ISIS – ihr bespritzt uns mit Säure?“ „Tod den Säure-Angreifern“, „Die Verschleierung kann nicht erzwungen werden“, „Mit Hijab, ohne Hijab – wir wollen keine Säure-Überfälle“, „Recht der Frauen auf Sicherheit? Säure-Überfall – Grausamkeit“, „Die frauenfeindlichen Gesetze sollten kassiert werden“. 

Die Sicherheitskräfte griffen die Demonstranten an und verhafteten mindestens 50 Jugendliche. 

In einer Reihe von Städten sind für die kommenden Tage weitere Demonstrationen geplant.