Wednesday, October 27, 2021
StartNWRIGewählte PräsidentinDie Rede von Frau Rajavi anläßlich des persischen Neujahrsfest Nowruz 1400

Die Rede von Frau Rajavi anläßlich des persischen Neujahrsfest Nowruz 1400

 


Botschaften von politischen Gefangenen und Widerstandseinheiten
sowie Botschaften von 84 Abgeordneten und politischen Würdenträgern aus zwanzig Ländern

 

In ihrer Rede zu Nowruz sprach Frau Rajavi dem iranischen Volk ihre Glückwünsche aus und betonte:

– Die Bereitschaft des iranischen Volkes, das Regime zu stürzen, ist über jeden Zweifel erhaben; die von den Mullahs vorgehabte Farce der Präsidentenwahl wird ihren entschiedenen Boycott erleben.

– Der große Fortschritt des iranischen Jahres 1399 bestand darin, daß die tapfere Jugend des Iran sich beeilte, den Mujahedin-e Khalq (MEK/PMOI) beizutreten und das Netzwerk ihrer Freunde in den Städten des Landes zu vergrößern.

– Deutschland, Belgien und Frankreich müssen alle Dokumente veröffentlichen, die sie von dem Terror-Diplomaten des Regimes erhalten haben; sie müssen die Namen der Agenten und Kontakt-personen, die mit dem religiösen Regime und seinem Geheimdienst-Minister zusammengearbeitet haben, bekanntgeben.

Die Feiern zu Nowruz – dem Beginn des neuen iranischen Jahres 1400 – wurden in Anwesenheit von Frau Maryam Rajavi und den Freunden des iranischen Widerstands in aller Welt gefeiert. Diese wurden von Simay-e Azadi live in den Iran übertragen – von tausenden Orten in den Vereinigten Staaten, in Kanada, in Europa und im Iran. An der Veranstaltung nahmen Mitglieder der Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) in Ashraf 3, Albanien teil. Die Feier vermittelte die leidenschaftliche Botschaft des Aufstandes und des Sturzes der religiösen Diktatur im Jahre 1400 und die Gründung einer demokratischen, unabhängigen Republik, die auf der Trennung von Religion und Staat beruht – im freien Iran von morgen.

Frau Rajavi sprach zu der Veranstaltung in ihrer Residenz – in Auvers-sur-Oise, Frankreich; sie sprach zum neuen Jahr 1400 allen Menschen ihre Glückwünsche aus. Sie unterstrich: Während des Übergangs in das neue Jahr tickt die Uhr im Einklang mit den Schritten der Demonstranten, die sich nach dem Sturz des religiösen Faschismus sehnen und eine demokratische, unabhängige Republik zu errichten bestrebt sind, welche auf der Trennung von Religion und Staat beruht – einen freien Iran ohne Schah und Scheich, einen Iran, der sich nicht auf den Despotismus stützt. Frau Rajavi fuhr fort: Heute befindet sich der religiöse Faschismus der Mullahs in einem verheerenden Zustand – ohne Beispiel in den vergangenen 40 Jahren. Die Regierung Rouhani ist zerbrochen und verkrüppelt. … Khamenei muß die Macht konsolidieren und seine Führung bewahren, um das Überleben des Regimes zu sichern. Daher muß er die sog. reformistische Fraktion eliminieren, die bisher zur schützenden Isolierung des Regimes beigetragen hat. Auf diese Weise wird klar wie der Tag die Lösung des iranischen Widerstands – die Strategie, das Regime durch Aufstände des Volkes zu stürzen.

Die gewählte Präsidentin des NWRI fuhr fort: Der iranische Widerstand hat in den vergangenen 40 Jahren die Farce der Wahlen des religiösen Regimes immer boycottiert. Im Laufe der Zeit haben sich immer mehr Gruppen, Parteien und soziale Schichten dem Boycott angeschlossen. Die kommende Präsidentenwahl wird ebenfalls dem Boycott durch den weitaus größten Teil des iranischen Volkes begegnen; darin besteht die Kehrseite der Volksaufstände und eine weitere Antwort an jene, die während der Demonstrationen von November 2019 1500 Märtyrer blutig ermordet haben. Das iranische Volk hat es gesagt und wird es wieder sagen: NEIN zum Mullah-Regime, NEIN zum religiösen Faschismus, NEIN zum Despotismus, zur Tyrannei und zur Plünderung – JA zur Freiheit, JA zum allgemeinen Wahlrecht und JA zu einer demokratischen Republik.

Frau Rajavi sagte: Wie der iranische Widerstand schon festgestellt hat: Als das Coronavirus in den Iran eindrang, nahmen Khamenei und Rouhani die Strategie an, in massivem Umfang Todesfälle zu verursachen und die Menschen auf die Minenfelder des Coronavirus zu schicken, um das Regime vor der Drohung weiterer Aufstände und seines Sturzes zu schützen.

Was den tragischen Sturz des ukrainischen Passagierflugzeuges [im Januar 2020] betrifft, konnte sich anfangs niemand vorstellen, daß das Regime selbst es abgeschossen hatte. Und was die Krankheit betrifft, war es anfangs vor viele unglaubhaft, daß Khamenei und Rouhani ihr Volk vorsätzlich in den Tod schickten. Ihre verbrecherische Politik hat bisher mehr als 235 000 unserer Landsleute das Leben gekostet. Wenn – wie wir es von Anfang an sagten – Khamenei einen Teil der Geldmittel, die sich unter seiner Kontrolle in Stiftungen befinden und einen Teil des Geldes, das er im Irak, in Syrien, im Jemen, im Gaza und in Libanon ausgibt, aufgewandt hätte, um dem Coronavirus entgegenzutreten, dann wäre des Desaster um vieles geringer ausgefallen. Doch in der Tat: Das Coronavirus und das Virus der Velayat-e Faqih – das sind Verbündete. Khamenei ging sogar so weit, die Schande seiner unmenschlichen Politik auf sich zu nehmen, indem er die Einfuhr von Impfstoffen in den Iran verhinderte.

Frau Rajavi betonte: Der Krankheit zum Trotz legte unser ernüchtertes Volk seine Empörung und seinen Zorn wiederholt durch Aufstände in den Gefängnissen, soziale Demonstrationen, Streiks der Arbeiter, Lehrer und Erzieher, Rentner und Pensionäre, Studenten, Bauern und Basar-Kaufleute an den Tag. Es ist eine Tatsache, daß im Iran die Umstände für eine Revolution sprechen; die Bereitschaft des Volkes, das Regime zu stürzen, ist über jeden Zweifel erhaben.

Um dies erschreckende Potential einer Explosion einzudämmen, steigerten die Mullahs die Repression, die Verhaftungen und die Hinrichtungen, verlegten sich auf Verteufelungskampagnen gegen die MEK und den iranischen Widerstand und heckten Terroranschläge gegen sie aus. Und sie verknüpften ihre Hoffnungen und Gebete mit den Wahlen des Jahres 2020 in den USA. Dennoch zeigt die Realität von Grund auf, daß eine Rückkehr zu dem ehemaligen Macht-Gleichgewicht unmöglich ist; und das Regime wird zur Entspannung nicht in der Lage sein. Auch seine Raketenangriffe auf den Irak und Saudi-Arabien werden keins von seinen Problemen lösen. Was immer in Zukunft geschehen mag – das Ergebnis, das auf das Regime zukommt, wird in dem Ausbruch von Aufständen bestehen, die zu seinem Sturz führen werden. Es sollte wissen: Mit oder ohne JCPOA, mit oder ohne Sanktionen – es wird dem Ausbruch von Aufständen und seinem Sturz nicht entkommen. Vor drei Jahren sagte ich während der Großen Versammlung „Freier Iran“ in Villepinte: „Wir würden jeden Rückzug der Mullahs begrüßen.“ Und ich betonte: „Der Sturz des Regimes, der demokratische Wandel im Iran und die Errichtung eines freien Iran – all das liegt im Felde unserer Verantwortung und der Verantwortung unseres Volkes.“

Mit Bezug auf die Tätigkeit der Widerstandseinheiten, deren Ziel darin besteht, den Bann der Repression zu lösen, sagte Frau Rajavi, während des persischen Kalenderjahres 1399 [März 2020 bis März 2021] habe in der überwältigen Initiative der tapferen Jugend des Iran, sich den MEK anzuschließen und das Netzwerk ihrer Freunde in den Städten des Iran zu verstärken, ein bedeutender Fortschritt gelegen. Die Welle der Verhaftungen, des Terrors und der Angst und die unaufhörliche Veröffentlichung von Büchern, Filmen, Fernseh-Serien und Schriften gegen die MEK innerhalb des Iran durch das Regime habe das Ziel verfolgt, die Unterstützung der MEK durch die junge Generation zu brechen. Auf der interna-tionalen Bühne kam es im vergangenen Juni im Repräsentantenhaus der USA zu einer von beiden Parteien getragenen Resolution, die von der Mehrheit – 222 Abgeordneten – unterzeichnet wurde, sowie zu einer Resolution, die während der neuen Sitzungsperiode des Kongresses von 158 Abgeordneten unterzeichnet wurde; sie beide bekundeten Unterstützung des Zehn-Punkte-Plans des iranischen Widerstands und Ablehnung beider Diktaturen – sowohl der das Schah als auch jener der Geistlichen. Diese Resolutionen sprechen eine deutliche Sprache. Beide stellen fest: Das iranische Volk hat „die monarchische Diktatur zurückgewiesen und opponiert der religiösen Tyrannei“.

In einem anderen Teil ihrer Rede erklärte die gewählte Präsidentin des NWRI, das historische Urteil des Gerichts von Antwerpen – in Belgien – und die Verhängung langer Haftstrafen habe die Reisepässe und Staatsbürgerschaften der Agenten des Regimes entlarvt und unter seinen Geheimagenten in Europa Furcht erregt.

Im Namen ihrer Landsleute und der Würdenträger, die 2018 an der Jahresversammlung des Widerstands teilnahmen und das Ziel des Terroranschlags des Regimes sein sollten, forderte Frau Rajavi die Regierungen Deutschlands, Belgiens und Frankreichs auf, die politischen Erwägungen hintanzustellen und den Inhalt, die Dokumente, die Namen und Adressen derer zu veröffentlichen, die im Notizbuch des Terror-Diplomaten des Regimes zu finden sind. Kein Dokument darf dabei als hoch-vertraulich klassifiziert werden. Um sich vor dem Terrorismus, der Spionage und Verteufelung des Regimes zu schützen, müssen – so betonte sie – die europäischen Dienste in verschiedenen Ländern die Namen der Agenten und Kontaktpersonen enthüllen, die mit dem religiösen Regime und seinem Geheimdienst-Ministerium zusammenarbeiten und sich in diesen Ländern der Tarnung als Flüchtlinge oder Staatsbürger bedienen.

Während dieser Feier entsandten Gruppen politischer Gefangener in den Gefängnissen von Groß-Teheran und Evin sowie dem Zentralge-fängnis von Urmia Botschaften, mit denen sie das iranische Volk, die Widerstandsbewegung und die Widerstands-einheiten zu Nowruz beglückwünschten. Sie unterstrichen ihre Bereitschaft, den Widerstand gegen die Mullahs fortzusetzen. Auch viele Mitglieder der Widerstandseinheiten sandten direkt aus dem Iran Glückwunsch-Botschaften. Sie betonten ihr Engagement für den Sturz des religiösen Regimes in Solidarität mit den MEK und dem iranischen Widerstand.

Außer Aziz Rezai, von dessen Familie acht Personen, darunter drei Söhne und zwei Töchter durch das Regime des Schahs und der Mullahs ermordet wurden, Komitee-Vorsitzenden und Mitgliedern des NWRI sprachen bzw. sandten Grußbotschaften 84 Abgeordnete und Würdenträger aus Frankreich, den Vereinigten Staaten, Australien, Italien, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Kanada, Polen, Rumänien, Belgien, Portugal, Spanien, Tschechien, Norwegen, Schweden, Finnland, Slowenien, der Slowakei, Litauen und Kolumbien. Abgeordnete der französischen Nationalversammlung, Michel de Vaucouleur, Vorsitzender des Parlamentsausschusses für einen freien Iran, Philippe Gosselin, stellvertretender Vorsitzender des Rule-Komitées, und Hervé Saulignac sowie Jean-
François Legaret, Mitglied des Regional-Rates Ile-de-France, Jean Pierre Muller, Mitglied des Grafschafts-Rates von Val d‘Oise, Cheikh Dhaou Meskine, Bischof Jacques Gaillot, ferner Ali Néri und Michel Terrot, ehemalige Abgeordnete der Französischen Nationalversammlung, General James Jones, ehemaliger Berater von Präsident Obama für die Nationale Sicherheit, Gouverneur Tom Ridge, ehemaliger Minister der USA für den Heimatschutz, Botschafter Bloomfield, ehemaliger stellvertretender Außenminister der USA, Botschafter Robert Joseph und Oberst Thomas Cantwell, erster Kommandeur zum Schutz von Camp Ashraf im Irak; Würdenträger sowie gegenwärtige und ehemalige Mitglieder des House of Lords und House of Commons: die Abgeordneten David Jones, ehemaliger Brexit-Minister im Kabinett von Teresa May, Bob Blackman, David Ames und Steve Maccabe, Lord Carlile, Baroness Eaton, Lord Maginnis, Baronness Cox und die früheren Abgeordneten Alan Meale und Marc Williams; die gegenwärtigen und früheren Abgeordneten Franc Bogovic und Milian Zver, ehemaliger Verteidigungs- und Außenminister Polens, Frederique Ries, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, Ryszard Czarnecki, Bianna Gancia, Javier Zarzalejos, Ivan Stefanec, Radka Mzova, Radoslaw Sikorski sowie Alejo Vidal Quadras, ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments, und das frühere Mitglied des Europäischen Parlaments Struan Stevenson sowie Mitglieder des italienischen Parlaments: Lucio Malan, Stephania Pezzopane, Antonio Tasso, Renata Polverini und die frühere Abgeordnete Elizabetta Zamparutti; Mitglieder des deutschen Bundestages: Martin Patzelt und Dieter Gröhler und der ehemalige Abgeordnete Leo Dautzenberg; Michal Kaminski, Mitglied des Polnischen Senats; Kimmo Sasi, ehemaliger finnischer Außenminister, Petri Sarvamaa, Mitglied des finnischen Parlaments; Lars Arne Staxäng, ehemaliges Mitglied des schwedischen Parlaments; Christian Tybring Gjedde und Jon Engen Helgheim, Mitglieder des norwegischen Parlaments; Eric Abtez, Mitglied des australischen Senats und ehemaliger Minister für Anstellung; und Romeo Nicoara, Mitglied des rumänischen Parlaments.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)
den 20. März 2021