Tuesday, March 2, 2021
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Die staatlichen Medien des Iran zeigen die Angst des Regimes vor der Widerstandsbewegung, vor allem den MEK

 

Während der Jahrestag der großen Demonstrationen im Iran näher rückt, äußert sich – auch im Zusammenhang mit dem Druck im Lande und von auswärts – in den staatlichen Medien des Iran die äußerst große Furcht des religiösen Regimes vor der Widerstandsbewegung.

Sie äußern sich besonders furchtsam gegenüber der führenden Rolle, die die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOIMEK) und ihre Widerstandseinheiten während des Aufstandes von November 2019 eingenommen hatten.

In einem ihrer Artikel schrieb die staatliche Tageszeitung „Resalat“ am Dienstag: „Allgemein gesprochen, war das Jahr 2019 eine der wichtigsten historischen Epochen seit der Islamischen Revolution [des Jahres 1979].“

„Seit dem Frühjahr 2019 hat sich,“ so schrieb „Resalat“, „die Entwicklung beschleunigt. Die Verbindung des äußeren Drucks mit der Unsicherheit an den Grenzen, den Konflikten im Persischen Golf und dem Anstieg des Geldkurses, der die Wirtschaft und die Lebenshaltung der Menschen herausforderte, machte 2019 zu einem besonderen Jahr.“

„In der Mitte selbigen Jahres [2019] hörte man, wie über eine plötzliche Steigerung des Benzinpreises geflüstert wurde – was sich im November als wahr herausstellte und [in der iranischen Gesellschaft] ein Pulverfaß entzündete.“ Die Steigerung des Benzinpreises war mehrere Jahre lang nicht möglich gewesen. Und doch trat dies schwerwiegende Ereignis 2019 ein – auf dem Höhepunkt der wirtschaftlichen Probleme des Volkes.“ So die Zeitung „Resalat“ mit Bezug auf das Ereignis, das im November zu dem Aufstand führte.

„Schon lange hatten sich organisierte Kader damit beschäftigt, sich die Umgebung der Unzufriedenheit und möglicher Proteste im Iran zu Nutze zu machen. Der November 2019 bereitete den Boden dafür, daß [diese Kader] die Szene betraten. In vielen von den ‚Widerstands‘- und ‚Protest‘-Einheiten [der MEK] traten bekannte Personen auf.“ So die Zeitung „Resalat“ mit Bezug auf die Widerstandseinheiten der MEK.

Während des Aufstands im November wurden viele Zentren der Repression des Regimes von der entschlossenen Jugend zerstört. „Resalat“ schreibt: „Die Zerstörung erreichte in den kleinen Städten und Vorstädten [des ganzen Iran] ihr bis dahin höchstes Ausmaß.“

„Resalat“ bezeichnete die Erhebung des Volkes als „Aufruhr“ und schrieb: „Der Aufruhr des Novembers wurde nicht im Keim erstickt. Er war der Anfang einer Reihe weiterer Krawalle mit dem Ziel, die Sicherheit, den Geheimdienst und die Agenturen zur Stärkung des Gesetzes zu schwächen, um im Lande tiefe Instabilität und Unsicherheit zu erzeugen.“

„Man kann sagen, daß der [Aufstand im] November eine der wichtigsten Ursachen der Ermordung von Haj Qassem Soleimani [dem Kommandeur der Quds-Truppe des IRGC] und von Abu Mehdi Al-Mohandas im Irak, schuf – im Januar“ – so die Zeitung „Resalat“.

„Resalat“ warnte das Regime mit folgenden Worten vor einem Volksaufstand: „Es scheint, daß die Feinde bald darnach trachten werden, ihre Verschwörung zu Teilen auszuführen. Daher sollten [die Funktionäre des Regimes] mit Wachsamkeit und der Entschlossenheit, dem inneren und äußeren Aufruhr entgegen-zutreten, die zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit im Kopf haben.“

Auch die kürzlich vom NWRI unternommene Enthüllung der nuklearen Tätigkeit des Regimes begegnet in seinen Medien. Die neueste Enthüllung des NWRI – am 18. Oktober – war ein großer Schlag für es.

Dazu schrieb am Dienstag die staatliche Tageszeitung „Mardom Salari“:

„Gleichzeitig mit der Reise von [Mohammad Javad] Zarif nach Moskau und seiner Zusammenkunft mit [Sergej] Lawrow und dessen Kommunikationen mit Berlin, Paris und London, die zu der [gegen die USA gerichteten] Aufstellung führten, legten die MEK – während der kritischen Augenblicke, in denen diese Aufstellung ihre Gestalt annehmen sollte – ihre Anschuldigungen auf den Tisch.“

Der NWRI hatte enthüllt: „Neue Informationen, die von Quellen des iranischen Regimes stammen, ergeben, daß ein neues Zentrum erbaut wurde, in dem die Arbeit an der in dem Nuklearprogramm des iranischen Regimes vorgesehenen Rüstung geleistet werden soll. Die ‚Organisation zur Erneuerung und zur Forschung‘ (persisch: ‚Sazman-e Pazhouheshhaye Novin-e Dafa‘i‘), bekannt durch die persische Abkürzung ‚SPND‘ – das ist die Institution des Verteidigungsministeriums, die dies Projekt betreibt. Das Verteidigungsministerium wird seinerseits vom IRGC scharf kontrolliert.“

Der NWRI teilte mit: „Diese neue Anlage liegt nördlich von dem Gelände ‚Khojir‘ – dem größten Komplex, in dem ballistische Raketen hergestellt werden – für die ‚Raketen-Industrie Hemmat‘ und die ‚Raketen-Industrie Bakeri‘.“

„Mithin haben – ungeachtet des JCPOA – das Verteidigungs-ministerium und das IRGC ihre Fähigkeit zum Bau von Nuklearwaffen behauptet“ – so der NWRI in seiner jüngsten Enthüllung vom 18. Oktober.

Dazu schrieb „Mardom Salari“: „Die internationale Front – mit der EU, Rußland und China in ihrem Zentrum – gegen die von den USA gegenüber [dem Regime] betriebene Politik erlosch plötzlich und ist bis heute vergessen. Außerdem berücksichtigten selbst die europäischen Medien umfangreich die Konferenz [der MEK] und schürten damit [deren] diplomatischen Aufstand.“

Neue Artikel in den Medien des Regimes liegen auf der Linie der zunehmenden Angst der Mullahs vor der iranischen Widerstands-bewegung. Seit den großen Protesten des Jahres 2019 im Iran hat sich die Furcht des Regimes gesteigert; mit der Zeit wird ein weiterer Volksaufstand, der das Regime weiter erschrecken würde, immer wahrscheinlicher.