Thursday, September 24, 2020
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Die Weltgemeinschaft muss den Wunsch des iranischen Volkes nach einem Regimewechsel unterstützen


Botschafter Robert Joseph bei der Weltkonferenz Freier Iran — Juli 2020
Die landesweiten Proteste im Iran im November 2019 und die zweite Welle davon im Januar 2020 zusammen mit dem allgemeinen Boykott der Scheinwahlen für das Parlament im Februar durch das iranische Volk haben untermauert, dass das Mullah Regime für Jahre seine Legitimität verloren hat. Die unruhige iranische Gesellschaft ist nach 40 Jahren der Korruption, der Unterdrückung und falscher Wirtschaftspolitik explodiert und hat mit ihren Protesten die Fundamente des Regimes erschüttert.

Dass das Regime daraufhin mehr als 1500 Menschen tötete und später absichtlich die Bevölkerung sich mit COVID-19 anstecken ließ, indem es zum Zeitpunkt red Scheinwahlen für das Parlament die Existenz des Virus im Iran leugnete, und dass es jetzt die Menschen zurück zur Arbeit zwingt, während die Pandemie noch im vollen Gange ist, sind nur einige der kriminellen und doch zugleich verzweifelten Schritte eines gescheiterten Regimes.

Das iranische Regime wird in der Tat von Krisen geschüttelt. Die wachsende internationale Isolation des Regimes und der Druck auf die Mullahs wegen ihrer unheilvollen Aktivitäten, eine explosive Gesellschaft, die jeden Moment einen Ausbruch erleben kann, Proteste im Irak und in Syrien gegen die Einmischung des Regimes und die Schaffung einer vereinten Front gegen den Terrorismus des Regimes, die verstärkten Streitereien im inneren Kreis des Regimes und zwischen seinen Fraktionen um einen größeren Anteil an der Macht und die COVID-19 Pandemie sind die auffälligsten Krisen der herrschenden Clique und deren System.
Aber die Rolle des Iranischen Widerstands bei der Führung der iranischen Gesellschaft zu Freiheit und Demokratie und bei der Aufforderung an die internationale Gemeinschaft, sich auf die Seite des iranischen Volkes zu stellen, ist ein lebenswichtiges Element, das großen Einfluss auf die iranische Gesellschaft und das Regime hat.

Die „Widerstandseinheiten“ der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) haben eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung einer Botschaft der Hoffnung und des Widerstands im ganzen Iran durch ihre laufenden Aktivitäten. Der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) hat im Juli drei Tage lang seine „Weltkonferenz Freier Iran“ abgehalten, um die internationale Gemeinschaft aufzurufen, den Wunsch des iranischen Volkes nach einem Regimewechsel zu unterstützen und das Recht auf Widerstand und auf den Sturz des iranischen Regimes anzuerkennen. Diese Veranstaltung hat mehr als 30 000 Orte in der ganzen Welt in Verbindung gebracht. Mehr als 1000 Persönlichkeiten und namhafte Politiker aller politischen Richtungen nahmen an ihr teil.
Eine dieser Persönlichkeiten war Botschafter Robert Joseph, der frühere Unterstaatssekretär für Rüstungskontrolle und internationale Sicherheit im US Außenministerium.


Hier der volle Wortlaut seiner Rede:
Danke. Es ist immer ein Privileg, ein Teil dieser unglaublichen jährlichen Versammlung von Freiheitskämpfern zu sein. Von Jahr zu Jahr merke ich, dass wir unserem Ziel eines freien Iran näherkommen. Und dieses Jahr ist da sicher keine Ausnahme. Das Ende der religiösen Diktatur ist in Sicht. Und die Mullahs wissen das. Sie wissen, dass ihre Tage gezählt sind. Man kann das sehen und bemerken an ihren Handlungen aus Verzweiflung und ihrer Unfähigkeit für Reform. Die Mullahs wissen, dass die Wirtschaft ein einziges Chaos ist, in den Bankrott getrieben durch systemische Korruption, durch Inkompetenz und durch die internationalen Sanktionen, die dem Regime für seine Förderung von Terrorismus auferlegt wurden, sein Streben nach Atomwaffen und sein Abenteurertum im Ausland, die das iranische Volk um seinen Wohlstand und seinen Lebensunterhalt gebracht haben. Das Regime kann sich nirgendwo hinwenden, um diesen wirtschaftlichen freien Fall umzukehren. Und der Ausverkauf der wirtschaftlichen Zukunft des Landes an China ist nur der nächste Schritt, der den Untergang des Regimes umso gewisser werden lässt.
Warum das Ende des iranischen Regimes in Sicht ist. Der frühere US Unterstaatssekretär im Außenminister erläutert das.

Die Mullahs wissen, dass sie alle Legitimität verloren haben. Das iranische Volk ist jetzt die Hauptbedrohung. Die Massentötungen in den Straßen im ganzen Iran sind Verzweiflungshandlungen eines sterbenden Regimes. Auch hier weiß es nicht, wohin es sich wenden kann. Es gibt keinen Unterschlupf für diejenigen, die auf der falschen Seite der Geschichte stehen. Die Mullahs wissen, dass die Menschen ihnen niemals ihre Rolle in der menschlichen Tragödie vergeben werden, die durch die Zehntausenden an Toten durch die Coronavirus Pandemie geschaffen wurde, die das Land weiterhin heimsucht. Während die Mullahs versuchen mögen, die Wahrheit zu verbergen, wissen es die Menschen doch. Und die Mullahs wissen, dass die Menschen das wissen. Wie Senator Torricelli festgestellt hat, das Spiel ist aus, das Spiel ist aus.

Dem Iran muss die Legitimation verweigert werden durch das Aussprechen der Wahrheit und durch das Augenmerk auf seine Terrorherrschaft
Während wir uns auf das Ende des Regimes vorbereiten, ist die einzige Reaktion der Mullahs nur noch mehr Korruption und mehr Unterdrückung der Bevölkerung. Was ist also zu tun? Wir müssen den Druck auf das Regime von außen aufrecht erhalten. Er funktioniert und darf nicht verringert werden durch eine Rückkehr zu einer Politik des Appeasements. Wir dürfen dem Regime keine Rettungsleine zuwerfen, indem wir erneut höchst fehlerhafte Abkommen anstreben im Austausch für noch mehr von den alten Versprechungen, die ja gebrochen wurden. Wir müssen den Zugang zu Waffen abschneiden, indem wir das Waffenembargo verlängern. Wie Frau Rajavi es ausgedrückt hat, nicht ein Patrone, nicht eine Patrone. Wir müssen dem Regime alle Legitimation verweigern, indem wir die Wahrheit aussprechen und indem wir das Augenmerk auf die Terrorherrschaft der letzten 40 Jahre richten. Die letzte Resolution des Repräsentantenhauses, die bei allen Parteien breite Unterstützung bekam, ist ein wichtiger Schritt ebenso wie es die zunehmenden Rufe sind, die betreffenden Mitglieder des Regimes für ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Verantwortung zu ziehen. Hier kann ich mich nur den Empfehlungen anschließen, die soeben von Direktor Freeh abgegeben wurden. Wir schulden das den Märtyrern und wir schulden das der Zukunft.

Falsche Narrative gegen die MEK, die von den Echokammern der Apologeten des Iran serviert werden (Journalisten & Thinktanks)
Das Wichtigste ist, dass wir die demokratische Opposition, den NWRI, die MEK und – am Allerwichtigsten – die tapferen Widerstandseinheiten innerhalb des Iran unterstützen müssen. Wir müssen weiterhin gegen die falschen Narrative kämpfen, die die MEK umgeben, die durch die massive und dauerhafte Desinformationskampagne des Regimes tiefe Wurzeln geschlagen hat und die von einer Echokammer von Apologeten des Regimes serviert werden, die sich oft als Journalisten und Thinktank Experten maskieren. Wir wissen, dass der Regimewechsel von innen kommen muss. Frau Rajavi und der 10 Punkte Plan geben eine Vision für wirksames Handeln und die Mittel, um einen friedlichen Übergang in einen säkularen, atomwaffenfreien, demokratischen und freien Iran sicherzustellen. Frau Rajavi, ich bin auf Ihrer Seite. Ich bin auf Ihrer Seite. Hazer, hazer, hazer. Vielen Dank.