Friday, July 23, 2021
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Die Wirtschaft des Iran ist im freien Fall


Während der Oberste Führer des Regimes Ali Khamenei das persische neue Jahr 1400 als Jahr der „Produktion, Unterstützung und Beseitigung von Barrieren“ bezeichnete, ist die Wirtschaft des Iran im freien Fall wegen der institutionalisierten Korruption des Regimes.
„Derzeit haben iranische Familien mehr als 30 % an Inflationsrate auszuhalten. Ökonomen sagen zwar eine positive Tendenz im Iran voraus, aber sie glauben auch, dass die Inflationsrate 30 % oder sogar mehr betragen wird“, schrieben die staatlichen Tejarat-Nachrichten am Montag.

„Weil die Zukunft des Coronavirus Ausbruchs unklar ist und weil mindestens in den ersten sechs Monaten das [ganze System] mit den [Schein-] Wahlen [für die Präsidentschaft] befasst ist, wird der Sektor der Wirtschaftspolitik nur einen verlangsamten Gang haben. Das kommende Jahr scheint nicht ein besonders strahlendes Jahr in Bezug auf die wirtschaftlichen Variablen zu werden“, fügt der Artikel in den Tejarat-Nachrichten hinzu, wobei er Farshad Fatemi, einen der Ökonomen des Regimes, zitiert.

Während das Regime ankündigt, dass die Inflationsrate über 30 % sein werde, sagte Prof. Steve Hanke von der Johns Hopkins Universität im Dezember voraus, dass die wirkliche Inflationsrate des Iran 97,52 % betragen werde.

„Laut dem Bericht des Statistischen Zentrums des Iran für den [Monat] Azar im [persischen Jahr] 1399 ist die Inflationsrate des Iran 30,5 % im Jahr. FALSCH! Unter Benutzung der Kaufkraft-Parität und der Daten des Hochfrequenzhandels messe ich eine genaue Inflationsrate im Iran von 97,52 %. Das ist mehr als das Dreifache der offiziellen Rate und TÄUSCHUNG!“ schrieb Prof. Hanke auf Twitter.

Prof. Hanke unterstreicht: „Die korrupte Regierung des Iran produziert korrupte ‚Fakten‘”. Mit anderen Worten: Das Regime versucht, die Situation herunterzuspielen, indem es viel kleinere Werte bei den wirtschaftlichen Indikatoren, wie der Inflationsrate, angibt. Khamenei gibt unterdessen dem Jahr einen Namen, ohne etwas dafür zu tun, die wirtschaftliche Krise im Iran zu beheben.

„Wenn wir das Jahr benennen sollen und die beteiligten Organisationen gefälschte Berichte abgeben, damit die Situation gut aussieht, während die Menschen in langen Schlangen warten, um Geflügel zu kaufen, so heißt das, wir haben nichts erreicht“, äußerte Mehdi Ghazanfari, der frühere Minister für Industrie, Bergbau und Handel am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Tasnim und fügte hinzu: „Viele Organisationen manipulieren Berichte und erfinden Zahlen, deshalb muss ein System der Messung geschaffen werden.

Das Missmanagement auf verschiedenen Ebenen manifestiert sich üblicherweise in wirtschaftlichen Indikatoren. Wir aber versuchen, eine Fassade aufrecht zu erhalten, und lassen mit nutzlosen Entscheidungen Probleme sich zu Krisen aufhäufen“. Was die Armut und die Herausforderungen anbetrifft, mit denen es die Menschen zu tun haben, schrieb die staatliche Tageszeitung Etemad am 18. März: „Lange Schlangen [für den Einkauf von Gütern des Grundbedarfs wie Geflügel], in den Himmel schießende Preise und Knappheit an Nahrungsmitteln auf dem Markt sowie ein Anwachsen der Preise für Obst um einige hundert Prozent sind nur ein paar von den Dingen, die iranischen Familien im vergangenen Jahr passiert sind. Während wir das Ende des [persischen] Jahrs erreichen, weisen wichtige wirtschaftliche Indikatoren wie die Liquidität, die Inflation und das wirtschaftliche Wachstum keine vielversprechenden Werte auf. Trotz eines positiven wirtschaftlichen Wachstums von 2,2 % waren die Raten der Inflation und der Liquidität zum Ende des Februars in diesem Jahr jeweils 34,2 Prozent und 3 300 Billionen Toman. Das könnte ein warnendes Zeichen für eine steigende Inflation im nächsten Jahr sein“.

Dennoch liegt die Wurzel der Wirtschaftskrise des Iran nicht nur beim Missmanagement des Regimes. Der Fehler liegt auch bei der institutionalisierten Korruption und bei einer falschen Politik. Mit anderen Worten: Im Gegensatz zu dem, was die Apologeten der Mullahs uns zu verkaufen versuchen, ist die wirtschaftliche Krise des Iran nicht auf die Sanktionen zurückzuführen.


„Wir hatten Erträge in der Höhe von 119 Milliarden $ aus dem Außenhandel in einem Jahr. Im vergangenen Jahr hatten wir weniger als 15 Milliarden $ an Erträgen aus dem Außenhandel, aber wir hatten Inflation und sprunghaft steigende Preise in beiden Jahren. Unser Problem ist nicht das fehlende Geld, wir hatten Probleme auch dann, wenn wir Geld hatten. Auf der einen Seite gibt es Berge an Reichtum. Auf der anderen Seite, gibt es Armut“, räumte am Montag Mohammad Baghaer Ghalibaf, der Parlamentssprecher des Regimes, am Montag im Zuge fraktioneller Fehden ein, wie die staatliche Nachrichtenagentur Khane-Melat berichtet. „Ein Jahr zu benennen, ohne die Erfordernisse für die Folgejahre anzugeben, hat veranlasst, dass solche Namen mehr von Propaganda und von einer Rolle als Slogans annehmen und manchmal zum Widerspruch werden. Das Jahr 1400 ist für diese Regel keine Ausnahme. Systematische Korruption ist ein ernstes Hindernis für eine Erhöhung des nationalen Kapitals. Deshalb brauchen wir ernsthafte, reale und gesetzliche Reformen im [Regime], um sie zu bekämpfen und zu verringern, nicht Slogans“, erklärte Azar Mansouri, ein hohes Mitglied der Union der islamisch-iranischen Volkspartei, und macht sich über Khameneis Rede lustig.

„Viele Experten denken, dass die Wirtschaft des Iran krank ist. Aber sind die wirtschaftlichen Probleme des Landes wirklich auf ausländische Sanktionen zurückzuführen? Wenn wir die Aussagen von Experten Revue passieren lassen, werden wir zu einer Antwort kommen, nämlich: Nein“, schrieb die staatliche Tageszeitung Arman am 16. März über die wirtschaftliche Krise im Iran in einem Artikel unter der Überschrift: „Das Volk bezahlt den Preis für die Untätigkeit der Regierung.

Wie die Mullahs die Wirtschaft des Iran zerstört haben

Während die Wirtschaft des Iran im freien Fall ist, gibt das Regime Milliarden Dollar für Atom- und Raketenprojekte aus.
„Heute Morgen, am 15. März, wurde die Zeremonie der Enthüllung der neuen Stadt für Marineraketen der Revolutionsgarden (IRGC) und Aneignung von Raketenausstattung für diese Armee abgehalten in Anwesenheit von Brigadegeneral Hossein Salami, dem Oberbefehlshaber des IRGC, Brigadegeneral Alireza Tsangsiri, dem Befehlshaber der Marine des IRGC, und einer Gruppe weiterer Befehlshaber. Laut unserem Reporter wurden eine große Zahl an Systemen von Marschflugkörpern und ballistischen Raketen sowie Raketen verschiedener Reichweiten in der Stadt für Marineraketen des IRGC gezeigt“, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim am 15. März 2021.
Genau deshalb halten Leute aus allen Lebensbereichen im Iran Proteste ab und skandieren: „Unser Feind ist hier; sie lügen, wenn sie sagen, es seien die USA“.