Thursday, September 23, 2021
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Die wirtschaftliche Krise im Iran und ihre Aussichten im neuen persischen Jahr 1400


Die wirtschaftliche Krise im Iran und ihre Aussichten im neuen persischen Jahr 1400
Die Iraner haben das Neue Jahr begonnen und haben immer noch mit der Armut zu kämpfen. Das Zentrum für Statistik des Iran hat am Sonntag bekannt gegeben, dass die zwölfmonatige Inflationsrate bis zum Ende des persischen Jahrs 1399 (2020-2021) die 36,4 % erreicht hat wie im Vorjahr. Die Inflationsrate von 1399 ist höher als die letzte Voraussage des Internationalen Währungsfonds (IWF) über die Inflationsrate des vorherigen Jahrs im Iran.
In seinem letzten Bericht hatte der IWF vorausgesagt, dass die Inflationsrate des Iran 30 % sei. Laut dem Bericht des Zentrums für Statistik des Iran war die Punkt zu Punkt Inflation im Februar (Zunahme der Preise im Februar 2021 im vergangenen Jahr im Vergleich zu Februar 2019) etwa 48,7 Prozent.
Die Punkt zu Punkt Inflation hat die Kosten für die Güter des Grundbedarfs der Menschen wie für Geflügel beeinflusst. Das Ministerium des iranischen Regimes für Industrie, Bergbau und Handel hat vor kurzem bekannt gegeben, dass der Preis für Geflügel im Februar-März 2019 125 000 Rial betrug und er hat 2021 den Wert 220 000 Rial per Kilogramm erreicht. Dabei haben die staatlichen Nachrichtenagenturen berichtet, dass der aktuelle Preis für Geflügel auf dem Markt bei über 250 000 Rial per Kilogramm liegt.

Die steigende Inflationsrate des Iran ist auf die falsche Wirtschaftspolitik des Regimes zurückzuführen. Um sein Budgetdefizit auszugleichen, hat das Regime einige falsche Maßnahmen ergriffen, darunter das Drucken von Banknoten. Dieses Drucken von Banknoten verringert den Wert der nationalen Währung, während die [objektiven] Güterpreise gleich bleiben. Auf diese Weise wird die Rate der Liquidität wachsen und sofort die Inflationsrate steigern.
„Anscheinend hat die Regierung keine andere Wahl als Banknoten zu drucken, um das Budgetdefizit auszugleichen. Fünfhundert und siebzig Milliarden Toman werden täglich von der Zentralbank in die iranische Wirtschaft gepumpt. Die Zentralbank sagt, dass vom Februar des letzten Jahres bis zum Ende des Februars in diesem Jahr 107 640 Milliarden in die Geldmenge eingefügt wurden. Diese Zahlen bedeuten, dass im vergangenen Jahr ein neuer Rekord beim Drucken von Banknoten erreicht wurde“, schrieb die staatliche Tageszeitung Eghtesad-e Saramd am 13. März.


Während das Regime versucht, die Sanktionen der USA für die wirtschaftliche Krise des Iran verantwortlich zu machen, verwerfen die Ökonomen des Regimes diese Darstellung und sie verweisen auf das wirtschaftliche Missmanagement des Regimes als das wirkliche Problem der wirtschaftlichen Krise des Iran.
„Das Hauptproblem mit unserer Wirtschaft ist das armselige Management, was viel schlimmer ist als die Maßnahmen der USA wegen des Atomvertrags oder die Sanktionen. Wenn wir das Land als eine Soccer Mannschaft betrachten, so wird eine solche Mannschaft mit einem guten Trainer gewinnen. Wenn der Trainer aber nicht die Kompetenz hat, wird die Mannschaft verlieren“, äußerte Mohammad Khoshchehreh, einer der Ökonomen des Regimes gegenüber der staatlichen Tageszeitung Entekhab am 20. März.
Das wirtschaftliche Missmanagement des Regimes hat die iranische Gesellschaft in ein Pulverfass verwandelt. Vor den Scheinwahlen für die Präsidentschaft warnen Amtsträger und staatliche Medien vor einem weiteren Aufstand.
„In den letzten Jahrzehnten hatten wir eine wirtschaftliche Ausrichtung, die unser Land praktisch dazu brachte, dass es in [wirtschaftliche und soziale] Krisen und viele andere Probleme geriet. Das müssen wir jetzt reformieren“, schrieb die staatliche Tageszeitung Entekhab am Montag, wobei sie Hossain Raghfar zitierte, einen anderen Ökonomen des Regimes.
„[Eine Lösung der wirtschaftlichen Probleme des Iran] hängt von dem Verständnis der wirtschaftlichen Prioritäten [bei den Amtsträgern] ab. Ich sehe aber keine Entschlossenheit in dieser Sache. Wenn es keinen fundamentalen Wandel in der iranischen Wirtschaft gibt, werden wir uns sicher schlimmeren Bedingungen und Problemen in der nahen Zukunft gegenübersehen“, fügte Raghfar hinzu und warnte die Amtsträger des Regimes.