Saturday, September 19, 2020
Start Nachrichten Frauen Eine weitere Errungenschaft des frauenfeindlichen iranischen Regimes: Frauen wohnen in Kuhlen und...

Eine weitere Errungenschaft des frauenfeindlichen iranischen Regimes: Frauen wohnen in Kuhlen und Kanälen


Iran: Frauen, die in Kuhlen und Kanälen wohnen

Das iranische Regime hat seinem Volk nichts als Armut und Verwüstung beschert. Besonders die Frauen stehen unter Druck; es liegt an der Frauenfeindschaft des Regimes. Der gegenwärtige Zustand der Gesellschaft zwingt – so einer seiner Fachleute – manche Frauen zum Wohnen in Kuhlen und Kanälen.

In einem Interview mit der staatlichen Website Etemadonline sagte Mohammad Reza Mahboubfar: „Manche weiblichen Haushaltsvorstände sind ohne Schutz; sie müssen in Ruinen, zerstörten Gebäuden, Barackenlagern, Zelten, unterirdischen Kuhlen und Kanälen leben. Frauen können aber in den Slums nicht angemessen wohnen.“

Was die natürlichen Ressourcen betrifft, so ist der Iran eines der reichsten Länder der Welt. Aber sein Regime plündert das Vermögen der Nation aus, um seine Kriegstreiberei fortzusetzen; es fördert Terroristen-Gruppen in anderen Ländern, arbeitet an einer Atombombe und steigert die Repression. Diese Politik erlegt dem Volk seine Armut auf. Viele Bürger werden zum Leben in Slums gezwungen.

Dazu sagte Mahboubfar: „In der Vergangenheit soll die Zahl der Bewohner von Slums 25 Millionen betragen haben; heute hat sie bis zu 38 Millionen zugenommen. Wir können mit Sicherheit sagen, daß sie in Teheran um 60% zugenommen hat.“ Die Gesellschaft kämpft mit der Armut und jetzt auch mit der Epidemie des COVID-19, die mehr als 60 000 Menschen das Leben gekostet hat. Am meisten sind die Frauen des Iran zu beklagen.

„Die Anzahl weiblicher Haushaltsvorstände hat im Lande,“ so fuhr Mahboubfar fort, „zugenommen; diese Personen werden von vielen Problemen belastet: Sie leben in Slums und haben es mit der zunehmenden Inflation und einer Krise des Lebensunterhaltes zu tun, besonders den Schwierigkeiten des Wohnens. Einige von ihnen, die in den Außenbezirken der Städte leben müssen, werden schwer bedroht von Gewalttätigkeit, Drogenabhängigkeit, den Verkauf von Babys und [der Prostitution].“

Diesem Fachmann des Regimes zufolge leben weibliche Haushalts-vorstände meistens in den Vorstädten – im Südosten und Südwesten von Teheran – und in der Umgebung von Friedhöfen, so in Islamshahr, Pakdasht, Varamin &c.

Der Frauenausschuß des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)
schrieb in einer Erklärung am 15. April: „Ein Bereich der Gesellschaft, der unter doppeltem wirtschaftlichen Druck leidet, sind die nahezu vier Millionen erwerbstätigen Frauen, von denen die meisten unter der absoluten Armutsgrenze leben.“

Am 13. April 2020 schrieb die staatliche Tageszeitung „Javan“: „Einen der Sektoren, die von der Ausbreitung des Coronavirus am schlimmsten betroffen werden, stellen die weiblichen Haushalts-vorstände dar. Ihr wahres (Elend) zeigt sich zeigt sich an denen, die in der U-Bahn als fliegende Händler auftreten und schwer beladen von einem Wagen in den nächsten umsteigen, um ihre Sachen in der Metro an Frauen zu verkaufen. Erwerbstätige Frauen, die in unterirdischen Werkstätten arbeiten – seien es jene, die ihre Männer verloren haben, andere, denen es an Hilfe mangelt oder Mädchen, die sich selbst versorgen müssen -, befinden sich in einem sehr verletzlichen Zustand.“

Am 20. April, als die iranische Gesellschaft bereits mit der Epidemie des Coronavirus konfrontiert wurde, zirkulierte ein schockierender Video-Film; er zeigte eine Gruppe von armen „unterirdisch Lebenden“. Der Film war am 16. März 2020 gedreht und am 20. April auf der staatlichen Website des Fernsehsender „Hamshahri“ ausgestrahlt worden. Das Problem, daß unglückliche Drogenabhängige unterirdisch leben müssen, ist ja nicht neu; doch fand dieser Film in den sozialen Netzwerken ein breites Echo. Es kam zu einer Welle öffentlichen Ekels am Regime.

Der NWRI enthüllte im September 2019 in einem schockierenden Bericht: Während die wirtschaftliche Lage aufgrund der fehlerhaften Politik des Regimes schwächer wird, nimmt der einträgliche Verkauf von Organen des Körpers zu. Die staatliche Zeitung „Mashregh“ berichtete am 28. Februar 2017, Dr. Hossein Ali Shahriari, damaliges Mitglied des Gesundheitsausschusses der Majlis (des Parlaments), habe in bezug auf den Verkauf von Nieren durch bettelarme Menschen gesagt: „Es ist nichts daran auszusetzen, wenn ein Mensch, der in Armut lebt, durch den Erhalt von 200 bis 300 Millionen Rial (nach damaligem Wechselkurs $2 000 bis 3 000) sein Leben verändert.“

Viele Frauen verkaufen ihre Nieren, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Hossein Biglari, Direktor des „Vereins besonderer und unheilbarer Patienten“ in Kermanshah (im Westen des Iran), sagte im Jahre 2014 in einem Interview: „Junge Leute im Alter von 20 bis 30 Jahren, darunter junge Mädchen, kommen zu uns, um ihre Nieren zu verkaufen.“

Außer der Armut legalisiert die frauenfeindliche Verfassung des Regimes an Gewalttätigkeit an Frauen. Die sog. Ehrenmorde – z. B. die Enthauptung der 13jährigen Romina Ashrafi durch ihren Vater, oder die Tötung von Fatemeh Ameri, die unlängst mit einer Axt von ihrem Vater erschlagen wurde – sind Folgen der repressiven, mittelalterlichen Politik und Gesetze des frauenfeindlichen religiösen Regimes, das Gewalttätigkeit gegenüber Frauen und Mädchen fördert und dazu ermutigt.

Mit einem Wort: Die im Regime institutionalisierte Korruption, die Finanzierung des Terrorismus und die Verschleuderung der nationalen Ressourcen in überflüssigen Projekten wie dem Nuklear-Programm haben im Verein mit dem frauenfeindlichen Wesen des Regimes den Iran für seine Frauen zur Hölle gemacht. Aus eben diesem Grunde befinden sie sich an der Vorderfront des Kampfes gegen den religiösen Faschismus. Hunderttausende Frauen haben ihr Leben zum Opfer gebracht; sie haben die Bewegung des iranischen Widerstandes gegen das Mullah-Regime geleitet. Die Anwesenheit iranischer Frauen in der Vorderfront der Demonstrationen im November und Januar bestätigt die führende Rolle von Frauen in dem Verlangen des iranischen Volkes nach Freiheit.