Thursday, February 25, 2021
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Fotoausstellung in US Hauptstadt: Gedenken an die Freiheitskämpfer der Iran – Proteste


Die Organisation der Amerikanisch – Iranischen Gemeinden (OIAC) hielt am 21. Oktober vor dem Außenministerium der USA eine Fotoausstellung ab, in der den 120.000 Freiheitskämpfern gedacht wurde, die für den Kampf um Freiheit gestorben sind. In ihr wurden auch die 1500 Freiheitskämpfer gewürdigt, die bei den großen Iran – Protesten im November 2019 starben, dessen Jahrestag näher rückt.

Mehrere bekannte amerikanische Persönlichkeiten und Politiker nahmen an der Veranstaltung teil. Richter Michael Mukasey, früherer Staatsanwalt der USA, Botschafter Mitchell Reiss, Direktor für politische Planungen im US Außenministerium von 2003 bis 2005, Botschafter Marc Ginsberg, früherer US Botschafter für Marokko, der frühere Senator Robert Torricelli, Linda Chavez, frühere Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit im Weißen Haus sowie Professorin Ivan Sascha Sheehan, Direktorin für Verhandlungen und Konfliktmanagement in der Universität von Baltimore, gehörten zu den Rednern der Veranstaltung.

Die Fotoausstellung enthielt Bilder von Tausenden iranischen Freiheitskämpfern, die für Freiheit und Demokratie im Iran starben. Der OIAC hielt die Veranstaltung vor dem Jahrestag der landesweiten Iran – Proteste im November 2019 ab.

Die Iran – Proteste von 2019 zeigen das Ausmaß einer rebellischen iranischen Gesellschaft. Sie zeigen auch, wie sehr das Volk gewillt ist, das iranische Regime zu stürzen. Obwohl das Regime in der Lage war, die Proteste zeitweise zu unterdrücken, gehen diese in allen Lebensbereichen des Iran weiter und sie werden von Aktionen rebellischer Jugendlicher und den „Widerstandseinheiten“ der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) flankiert, welche die Flamme des Aufstandes vom November nicht verlöschen lassen.


Als das Regime Navid Afkari, einen iranischen Ringerchampion, hinrichten ließ, der während der Proteste von 2018 verhaftet wurde, um die Öffentlichkeit einzuschüchtern, griffen die Jugendlichen das Gericht an, welches Navid zum Tode verurteilt hatte. Widerstandseinheiten der MEK klebten an den Wänden großer iranischer Städte Bilder von Navid und schworen, dass sie seinen Weg fortsetzen werden.

Die sozialen und wirtschaftlichen Krisen im Iran eskalieren und das Land steht heute mehr denn je am Rande einer Revolution. Das haben viele Vertreter des Regimes, die staatlichen Medien und auch die Thinktanks erkannt. Der Druck vom Ausland und im Inland steigt auf das Mullahregime und auch seine internen Machtkämpfe haben neue Höhen erreicht, wo die rivalisierenden Fraktion zur Amtsenthebung und Hinrichtung von Präsident Hassan Rouhani aufruft.

Die staatliche Zeitung Resalat schrieb dazu am 22. Oktober:“ Die aktuelle sensible wirtschaftliche und politische Situation und die kreierte Instabilität in der Exekutive des Landes sorgt in Zeiten stark fluktuierender Märkte für weitere Widersprüche in den Organen der Exekutive und das bedeutet mehr Druck auf dem Volk und weiteren Schaden in der Gesellschaft.“ Der Schaden in der Gesellschaft bedeutet nichts weiter als die Sicherheit des Regimes, welche nun geschädigt und beim nächsten Aufstand zusammen brechen wird.

Die Zeitung Hamdeli schrieb dazu am 18. Oktober: „ Unser Land erlebt ein extrem gefährliches Phänomen. Probleme werden negiert und es fehlt an Professionalität im Bereich der politischen Entscheidungen und der Zuweisung von Ressourcen. Die Köpfe unserer Politiker müssen sich wieder Dingen wie Armut und Elend zuwenden. Wenn wir mit dieser Situation nicht ernsthaft umgehen, dann wird es zu extrem gefährlichen Störungen, Unruhen und Krisen kommen.“