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  • Last Modified: Dienstag 20 August 2019, 19:20:30.
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Das IRGC tötet und verwundet viele Lastträger in weniger als einer Woche

Nach Berichten von Menschenrechtsorganisationen haben Revolutionsgarden des iranischen Regimes (IRGC) in den zurückliegenden Wochen mehrmals in iranischen Grenzgebieten auf Lastträger (Kolbars) geschossen und Dutzende getötet bzw. verletzt.


Am Samstag schossen Kräfte der Staatssicherheit auf eine Gruppe von Kolbars. Sie töteten Reza Ebrahimi und verletzten einen anderen jungen Mann.
Am Freitag wurde ein junger Kolbar namens Younes Pirooti in Sardasht/Westiran von IRGC-Kräften angeschossen und verletzt. Seine Freunde und Verwandten brachten ihn schnellstens ins Krankenhaus.
Zu gleicher Zeit schossen Grenzpatrouillen und IRGC-Kräfte im Bezirk Khoy/Westiran auf eine andere Gruppe von Kolbars. Ein junger Mann namens Naji Abu-Bakri wurde schwer verletzt und zu einem Krankenhaus in der nahegelegenen Stadt Urmia gebracht. Die Kugel war in seinen oberen Oberschenkel eingeschlagen und hatte eine große Arterie zerrissen. Dadurch hatte er viel Blut verloren.
Am Donnerstag schossen IRGC-Kräfte in der Stadt Famishleh nahe Marivan auf eine andere Gruppe von Lastträgern. Dabei wurde der sechzehnjährige Esmaiel Savojinejad sofort getötet. Sein Leichnam wurde in ein Krankenhaus in Marivan gebracht.
Am Mittwoch verwundeten IRGC-Kräfte einen Kolbar, von dem nur der Name „Shahab“ bekannt wurde, in der Stadt Sardasht. Sie jagten ihn, wahrscheinlich in der Absicht, auf ihn zu schießen, beendeten aber ihre Verfolgung, als er einen Abhang hinunterstürzte und sich ein Bein brach.
Am Sonntag, dem 4. August stellten IRGC-Kräfte in Piranshahr/Westiran eine Gruppe von Kolbars, die auf zerklüfteten Gebirgswegen Waren transportierten, und schossen auf sie. Sie verletzten Rashid Khandani und Khalil Qaderi, zwei junge kurdische Kolbars.
In den westlichen Regionen des Iran ist es üblich, dass Leute als Lastträger dieser Art arbeiten. Sie holen Waren aus dem Irak und aus der Türkei über die Grenzen, um die in den Regionen lebenden Iraner zu versorgen. Sie tragen auch mitunter iranische Güter über die Grenze.
Die Arbeit ist gefährlich, nicht nur weil sie vom IRGC erschossen werden können, sondern auch wegen der unwegsamen Gelände und der schweren Lasten. Viele Kolbars ziehen sich dauernde Behinderungen zu.
Laut Menschenrechtsgruppen sind in den letzten Jahren hunderte Kolbars getötet bzw. verletzt worden. Sie wurden von Sicherheitsgruppen und Grenzsoldaten erschossen, sie traten auf Minen, die seit dem iranisch-irakischen Krieg an der Grenze lagen, kamen bei Naturkatastrophen um oder stürzten von Bergen herab.
Aber in manchen Gegenden, z. B. in der Provinz Kurdistan, wo die Arbeitslosigkeit bei 40 Prozent liegt, glauben viele, das Risiko sei in Kauf zu nehmen.
Das Regime behauptet, die Kolbars seien Schmuggler und will damit ihre widerrechtliche Tötung rechtfertigen. In Wahrheit ist das IRGC der größte Schmuggler von allen.
Sie wollen nur nicht, dass jemand ihnen ihre Weidegründe streitig macht.

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