Last Modified: Samstag 18 November 2017, 08:10:23.

NWRI – Amnesty International hat am Montag eine Kampagne gestartet, in der die Behörden des iranischen Regimes aufgerufen werden, „dringend die Zerstörung eines Massengrabs in der südlich gelegenen Stadt Ahwaz“ zu stoppen.

Mindestens „ein Dutzend politische Gefangene, die in einer Welle von massenhaften außergerichtlichen Hinrichtungen im August und September 1988  getötet wurden, sind“ in dem Massengrab „beerdigt“.
Filmmaterial, das von Amnesty International erworben wurde, „zeigt das Gelände, das allmählich unter Bergen von Bauschutt begraben wird“, nachdem in diesem Jahr dort ein Gebäude errichtet wurde.
„Wenn das Massengrab in Ahwaz planiert wird, so werden entscheidende forensische Beweise zerstört, die benutzt werden könnten, um die Verantwortlichen für die außergerichtlichen Hinrichtungen von 1988 der Gerechtigkeit zu überführen. Es würde auch die Angehörigen der Opfer ihrer Rechte auf die Wahrheit, Gerechtigkeit und Reparationen berauben und auch der Möglichkeit, dass sie die ihnen Nahestehenden in Würde beerdigen können. Dadurch, dass man sich der internationalen Kampagne von Amnesty International anschließt, kann man helfen, die Behörden des Iran zu drängen, die drohende Zerstörung des betreffenden Standorts zu stoppen“, meinte Philip Luther, der Direktor für Recherche und Anwaltschaft im Vorderen Orient und in Nordafrika bei Amnesty International.
Er fügte hinzu: „Statt das Massengrab mit  Bergen von Schutt und Unrat zu entweihen und die Angehörigen weiter zu quälen, die dafür, dass sie sich bemühen, das Andenken der ihnen Nahestehenden zu schützen, Repressionen zu erwarten haben, sollten die Behörden ihre Pflicht erfüllen, alle Orte von Massengräbern im Iran zu bewahren, damit die Untersuchung über die außergerichtlichen Hinrichtungen und andere Massentötungen durchgeführt werden können“.
Amnesty International ruft die Menschen auf, sich der Kampagne in den sozialen Medien unter dem Hashtag #Massgrave88 anzuschließen.
Das iranische Regime hat mehr als 30 000 politische Gefangene in der Folge einer gezielten Fatwa von Khomeini vom Juli 1988  hingerichtet. Die Mehrzahl davon waren Aktivisten der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK).
Die Opfer wurden in heimlichen Massengräbern verscharrt. Das Massaker von 1988 wurde von dem verstorbenen Ajatollah Hossein-Ali Montazeri, dem seinerzeitigen offiziellen Erbe des Regimegründers Ruhollah Khomeini, als das schlimmste Verbrechen in der Geschichte der Islamischen Republik bezeichnet.
Viele der Täter haben derzeit hohe Positionen im Regime inne.
Hassan Rohani, der Präsident des iranischen Regimes und viele der Hauptfiguren in seinem Kabinett bekleideten im Sommer 1988 einflussreiche Positionen und wussten sehr genau über das Massaker Bescheid. Einige waren führende Teilnehmer dabei und der Justizminister in der ersten Amtsperiode Mostafa Pour-Mohammadi war in der Tat einer der vier Mitglieder der Todeskommission in Teheran.
Im vergangenen Monat wurde Pour-Mohammadi durch Alireza Avaie ersetzt. Er spielte in der Todeskommission in der Provinz Chusistan eine ähnliche Rolle, eben der Provinz, in der das Massengrab zerstört worden ist.
Wenige Tage nach der Ablösung wurde Pour-Mohammadi auf Anordnung von Ali Khamenei zum Berater des Chefs der iranischen Justiz Sadegh Larijani ernannt.


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1988 - Massaker an politischen Gefangenen im Iran

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Rechtsgutachten von
Prof. Dr. Dr. W. Hassemer
– ehem. Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts – über die Behandlung der iranischen Oppositionellen PMOI und NWRI

Die iranische Volksmodjahedin (MEK/PMOI)
und die Suche nach begründeter Wahrheit Über ihre Tätigkeiten und ihr Wesen
Eine unabhängige Untersuchung von Botschafter Lincoln Bloomfield Jr.

AKIN GUMP

STRAUSS HAUER & FELD LLP

Rechtsanwälte


http://www.scribd.com/doc/85182407/Die-iranische-Volksmodjahedin-MEK-PMOI-und-die-Suche-nach-begrundeter-Wahrheit