• English
  • French
  • Deutch
  • Italian
  • Arab
  • Spanish
  • Albanian
  • Last Modified: Dienstag 20 November 2018, 07:49:48.
  • English
  • French
  • Deutch
  • Italian
  • Arab
  • Spanish
  • Albanian

Menschenrechtsverletzungen im Iran im Oktober

Die Menschenrechtsverletzungen im Iran waren auch im Oktober präsent und es gab keine Ausnahme. In diesem Beitrag soll aufgezeigt werden, welche Menschenrechtsverletzungen es im Oktober gab, zu ihnen zählten unter anderem Hinrichtungen, körperliche Bestrafungen oder die Verfolgung religiöser Minderheiten. Dies ist nur ein Überblick, ein detaillierterer Bericht kann hier nachgelesen werden.

Bei all der Betrachtung ist immer zu bedenken, dass das iranische Regime viel unternimmt, um Menschenrechtsverletzungen zu vertuschen. Daher dürften die wahren Zahlen höher als die Zahlen liegen, die hier veröffentlicht werden.

Hinrichtungen

Im Oktober wurden im Iran 22 Menschen in den Gefängnissen von Urmia, Birjand, Qazvin, Rajaei Shahr, Shahre Kord, Isfahan, Maragheh, Ilam, Shirvan, Sirjan, Zahedan und Ardebil hingerichtet.

Eines der Opfer war Zeinab Sekaanvand, die selbst Opfer von häuslicher und sexueller Gewalt gewesen war. Sie hatte ihren gewalttätigen Ehemann ermordet, als sie noch Minderjährig war.

Der Leiter für Forschung und Vertretung des Mittleren Osten bei Amnesty International, Philip Luther, sagte zu dem Fall:“ Ihre Hinrichtung ist eindeutig ungerechtfertigt. Das Todesurteil wurde nach einem extrem unfairen Prozeß gefällt und das macht noch wütender... Sekaanvand hatte gesagt, dass sie mit 15 Jahren in eine Ehe gezwungen wurde und dass sie mehrfach Hilfe von den Behörden erbeten hatte, weil ihr Ehemann gewalttätig war und ihr Schwager sie mehrfach vergewaltigt hatte. Doch die Behörden ignorierten dies und gaben diesem Opfer häuslicher und sexueller Gewalt keinerlei Unterstützung.“

Der Iran ließ zudem willkürlich 11 kurdische Grenzhändler erschießen, weil sie angeblich geschmuggelt hatten. Darunter waren auch Beluchen.

Inhumane Bestrafungen

Im Oktober wurden 60 Menschen zum Auspeitschen verurteilt und eine Person dazu, dass seine Hand amputiert wird.

15 Arbeiter der Baufirma HEPCO wurden wegen „Störung des Friedens“ zum Auspeitschen verurteilt. Es handelt sich um Majid Latifi, Behrouz Hasanvand, Hamidreza Ahmadi, Amir Houshang Pour Farzanegan, Morteza Azizi, Hadi Fazeli, Abolfazl Karimi, Farid Kodani, Majid Yahyaie, Amir Fatahpour, Yaser Gholi, Amir Farid Afshar, Mehdi Abedi, Ali Maleki und Berouz Valashajardi.

Der Student Pedram Pazireh wurde zu sieben Jahren Haft und 74 Peitschenhieben verurteilt, weil er eine Zeremonie zum internationalen Studententag organisiert hatte.

11 Demonstranten der Aufstände vom Dezember/Januar in Arak bekamen Gefängnisstrafen und Auspeitschen für die „Störung der öffentlichen Ordnung und Teilnahme an illegalen Versammlungen“.

Verhaftungen

Im Oktober wurden 2442 Menschen verhaftet. Unter ihnen waren 543 Personen, die aus politischen Gründen verhaftet wurden. 11 von ihnen wurden wegen religiöser Gründe verhaftet und die anderen wegen anderer Anschuldigungen. Menschenrechtsgruppen haben den Iran beschuldigt, dass er eine Kampagne zur Unterdrückung der ethnischen Minderheit der arabischen Ahwazi in der Provinz Kurdistan gestartet hat. Dabei wurden unter anderem auch Kinder verhaftet.

Mehr als 261 Lastwagenfahrer wurden verhaftet, weil sie gestreikt hatten und man drohte ihnen mit der Verhängung der Todesstrafe. Mindestens vier Lehrer wurden verhaftet, weil sie für die Rechte der Lehrer und gegen das schlechte Bildungssystem gestreikt hatte. Eine unbekannte Zahl von Lehrern wurde vom Geheimdienstministerium in Teheran, Qazvin, Bojnourd, Saqqez, Marivan, Kermanshah und Aligoudarz verhört.

Der Lehreraktivist Hashem Khastar wurde in eine Psychiatrie eingewiesen, nicht weil er psychische Probleme hatte, sondern um ihn verstummen zu lassen.

Gefangene

Mehr als 70 Gefangene gingen in einer Woche im Zentralgefängnis von Urmia in den Hungerstreik, obwohl die Gefängnisleitung vorher versucht hatte, sie unter Druck zu setzen. Sie protestieren gegen Angriffe von Wärtern auf die politischen Gefangenen, die dabei teils schwere Verletzungen davon trugen.

Dr. Meysami wurde verhaftet, weil er gegen das zwanghafte Tragen des Hijab protestiert hatte. Auch er ging am 1. August in den Hungerstreik. Er lehnt konsequent ein Ende des Hungerstreiks ab, bis zwei andere Aktivisten frei gelassen wurden, die ebenfalls wegen einer Protestaktion gegen die Hijab – Pflicht verhaftet worden waren.

Den drei politischen Gefangenen Golrokh Iraee, Atena Daemi und Maryam Akbari Monfared wurden Familienbesuche verweigert, weil sie mit den Wärterinnen diskutiert hatten.

Copyright © 2018 Nationalen Widerstandsrates Irans (NWRI) - Auswartiger Ausschuss.