Thursday, August 13, 2020
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Rouhani gibt zu, daß je 100 von 120 Häftlingen mit dem Corona-Virus infiziert sind


Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus ist das Leben der politischen Gefangenen in den Haftanstalten des Iran in Gefahr. Hassan Rouhani, der Präsident des iranischen Regimes, hat nach monatelanger Vertuschung und Verkleinerung der durch das Coronavirus im Iran bewirkten Krise deren Ausmaß in den dortigen Gefängnissen zugegeben.

„In eines der Gefängnisse wurde“, so sagte er, „eine Person eingeliefert, die infiziert worden war, und bevor man das herausfand, zeigte sich an hundert von 120 getesteten Personen das Coronavirus.“

Seit dessen Ausbruch haben die Funktionäre des iranischen Regimes, besonders Rouhani, versucht, das Ausmaß der Krise herunter zu spielen; dabei hat sie nach Auskunft der Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) bisher mehr als 40 500 Menschen das Leben gekostet.

Die Art, wie das iranische Regime sich zu dem Ausbruch des Virus verhielt, war verheerend. Sein Umgang mit den Häftlingen hat zu einer gewaltigen Zahl von Infektionen und Todesfällen geführt. Anstatt sie zu entlassen, hat das Regime noch zusätzlich politische Gegner verhaftet, auch solche, die über das Coronavirus die Wahrheit sagten – unter dem Vorwand, sie „verbreiteten Gerüchte“. Die unlängst geschehene Verhaftung von zwei Elite-Studenten bestätigt die Tatsache, daß die Mullahs nicht gewillt sind, das Leben des iranischen Volkes zu retten – und schon gar nicht das der Häftlinge.

In Dutzenden von Gefängnissen des Iran haben die miserable Art, wie das Regime auf den Ausbruch des Virus reagierte, und der Mangel an hygienischer Ausstattung zu Unruhen geführt. Am Vorabend des persischen Neujahrs-Festes behauptete das Regime, es habe zehntausende von Häftlinge auf Zeit entlassen. Doch die Gefängnisunruhen in verschiedenen Städten und die unlängst erfolgte Verhaftung politischer Gegner haben die Behauptungen des Regimes unterminiert. Sie haben gezeigt, daß sie eine Täuschung darstellten und sich die Häftlinge, besonders die politischen Gefangenen, in den Gefängnissen nach wie vor unter äußerst gefährlichen Umständen befinden.

Doch anstatt ihnen zu helfen, reagierte das Regime auf ihre Forderungen mit Schüssen. Die Häftlinge, die man erneut verhaftet hatte, wurden unverzüglich hingerichtet, und das Regime hat die Sicherheitsvorkehrungen in den Gefängnissen verschärft.
Tagelang leugnete das Regime, daß das Virus im Iran vorhanden sei; auf diese Weise wollte es das Ergebnis der Farce der Parlamentswahl steigern, das aufgrund allgemeinen Boykotts verheerend ausgefallen war.

Dokumente der „Nationalen Notstands-organisation des Iran“, die vom Nationalen Widerstandsrat des Iran (NWRI) enthüllt wurden, zeigen, daß die Funktionäre des Regimes schon im Januar über die Ausbreitung des COVID-19 im Bilde waren.

Doch selbst nachdem es die Existenz des Coronavirus eingeräumt hatte, weigerte es sich wochenlang, eine Quarantäne zu verhängen. Als es sie endlich dennoch verhängte, war es zu spät und dauerte auch nicht lange. Während der Zeit dieser sog. Quarantäne tat die Regierung nichts, um dem Volk zu helfen; daher nahm die Zahl derer, die wegen der institutionalisierten Korruption des Regimes und seiner verfehlten Wirtschaftspolitik mit der Armut zu kämpfen haben, zu.

Es hätte zu einem landesweiten Aufstand und zur Revolte führen können. Das Regime ordnete dem Volk zur Vermeidung eines Aufstands die Rückkehr an die Arbeit an, um vorerst auf Kosten vieler Menschenleben seine Wirtschaft zu retten.

Es ist, wie Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des NWRI sagte: Die internationale Gemeinschaft, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, deren Hohe Kommissarin für die Menschenrechte, ihr Menschenrechtsrat und die Besonderen Berichterstatter für die Menschenrechte sollten intervenieren, damit die Hinrichtungen aufhören, die Freilassung der Häftlinge sicher gestellt werden und in den Gefängnissen des Iran eine humanitäre Katastrophe verhindert wird.