Wednesday, December 8, 2021
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IAEA: Der Iran gefährdet das Nuklearabkommen, wenn er sich an die von ihm gezogenen Grenzen nicht hält

Die Internationale Atomenergie-Behörde (IAEA) teilte – so berichtet Reuters – am Donnerstag dem Iran mit, er gefährde das mit dem Westen abgeschlossene Nuklearabkommen, wenn er schon wieder die dem sensiblen Material – dem Schwerwasser – gesetzte Grenze überschreite.

 

Das Direktoren-Gremium in Wien sieht auch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran um den „Umfassenden Plan gemeinsamen Handelns (JCPOA)“. Die Botschafterin der USA bei der IAEA, Laura Holgate, sagte: „Wir stellen mit Besorgnis fest, daß der Iran bei der Sammlung von Schwerwasser die im JCPOA gesetzte Grenze von 130 Tonnen überschritten hat.“

Der Iran argumentiert, diese Überschreitung sei aus Rücksicht auf geplanten Verkauf geschehen. Die Botschafterin der Vereinigten Staaten dagegen: „Der Iran muß sich strikt an alle von ihm eingegangenen Verpflichtungen und die zu ihrem Bestand vorgenommenen technischen Maßnahmen halten.“

Reuters bemerkte, dieser Konflikt falle in die Zeit nach der Wahl von Donald Trump, einem Kritiker des Abkommens, zum Präsidenten der USA. Wenn der Ian sich an das Abkommen nicht hält, dann wird Trump wahrscheinlich auch die Aufhebung der Sanktionen nicht befürworten – die Gegenleistung dafür, daß der Iran seine nuklearen Tätigkeiten einschränkt.