Tuesday, September 28, 2021
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IHRM: Das iranische Regime vertuscht die Ausbreitung des Coronavirus und die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen

 Im Iran wurde der Februar von dem Ausbruch des Coronavirus bestimmt. Immer mehr verbreitete es sich im Lande, doc das Regime verharrte – so erklärt eine führende iranische Menschenrechts-gruppe – in Tatenlosigkeit.

In ihrem Monatsbericht von Februar konzentriert sich der ‚Wächter über die Menschenrechts im Iran‘ hauptsächlich auf den Ausbruch des Coronavirus im Iran, die in bezug darauf vom Regime begangene Vertuschung und seine Tatenlosigkeit sowie das Ausmaß der Krise.

„Seit Anbeginn verbreitete“ – so heißt es in dem Bericht – „das iranische Regime falsche Auskünfte, um das Ausmaß der Epidemie zu verdecken.

Es ergriff keine präventiven Maßnahmen; es verteilte keine Medizin an die Gesellschaft. Außerdem setzte es seine Flüge von und nach China fort.Auf diese Weise trug es zu der raschen Ausbreitung des Coronavirus im ganzen Lande und zu der Zunahme der Todesfälle bei – ebenso wie zu der Übertragung der Krankheit in die Nachbarländer.“

Die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) gab am Dienstag, den 3. März 2020 bekannt, um 8 Uhr Ortszeit habe – auf das ganze Land bezogen – der Todeszoll des Coronavirus die Zahl 1200 überschritten.

Mit bezug auf das kriminelle Herunterspielen des Ausbruchs des Coronavirus seitens des Regimes schreibt HRM: „Über das Ausmaß der Verbreitung des Coronavirus (Covid-1) und die Zahlen seiner Opfer im Iran liegt keine präzise Auswertung vor, denn die Funktionäre des Regimes haben versucht, das Ausmaß der Katastrophe vorsätzlich auf ein Minimum herabzudrücken.

Doch örtliche Berichte aus verschiedenen Provinzen zeigen, daß das Virus weit verbreitet ist und die Leute immer besorgter macht.“

Ferner heißt es in dem Bericht: „Die offiziellen Zahlen ergeben eine erhebliche Zunahme seit dem 26. Februar. Die Rate betrug 100 Fälle pro Tag.

Die offizielle Zahl nahm von 140 Fällen auf 388 Fälle am 28. Februar zu – in einem Zeitraum von nur zwei Tagen. Das Regime beziffert den Todeszoll mit 34. Doch selbst die neuen Zahlen scheinen ungenau und unrealistisch zu sein.“

Der Bericht des IRM zitiert örtliche Quellen des Iran: „Eine örtliche Quelle in Isfahan berichtet: ‚Ich suchte verschiedene Apotheken in Baharestan (Isfahan) auf, um Schutzmasken und Gel zur Desinfektion zu kaufen.

Alle Apotheken hatten entweder an den Fenstern oder an der Kasse ein Plakat angebracht. Darauf stand: ‚Wir haben keine Schutzmasken, keine Handschuhe, keinen roten oder weißen Äthylalkohol, keine Lösungen von Desinfektionsmitteln, kein Desinfektionsgel. Bitte, stellen Sie keine Fragen.

‘ Die Angestellten der Apotheken trugen keine Handschuhe; sie trugen höchstens Schutzmasken aus Kunststoff.“

„Eine Quelle in Mashhad sagte: ‚Das Regime versucht, die Lage zu verschleiern. Die Apotheken haben weder Schutzmasken noch Desin-fektionsmittel. Es ist sehr schlimm.‘“

Das Coronavirus in den Gefängnissen des Iran

Mit Bezug auf die Ausbreitung des COVID-19 in iranischen Gefängnissen und die Tatenlosigkeit des Regimes dann, wenn es sich um die Beschränkung der Krankheit und ihre Kontrolle handelt, schreibt der iranische HRM: „Eine weitere Tragödie besteht in der Ausbreitung des Virus in den Gefängnissen. Überfüllte Abteilungen und der verheerende Zustand der Hygiene in den Gefängnissen sagen voraus, daß ein großes Desaster bevorsteht.“

„Der geschlossene Raum der Gefängnisse“ – so heißt es in dem Bericht – „die mangelnde Qualität der Nahrung, der Mangel an medizinischen Ressourcen, die überfüllten Räume und die durch das Coronavirus bewirkten Todesfälle haben bei den Häftlingen und ihren Angehörigen ernste Besorgnis hervorgerufen.

In einigen Gefängnissen, darunter denen von Khorramabad (der Hauptstadt der Provinz Lorestan) und Sanandaj (der Hauptstadt der Provinz ‚Iranisches Kurdistan‘) haben Insassen nach medizinischer Hilfe verlangt und Häftlinge dem Verdacht unterworfen, sie hätten sich verabredet, das Virus klein zu reden. Sie haben für den Fall, daß die Gefängnisbehörden ihren Forderungen nicht entsprechen, mit Hungerstreik gedroht.“

Todesstrafe

In einem anderen Teil des Monatsberichtes teilt der HRM des Iran Informationen über Hinrichtungen und Todesurteile während des Februars mit. Dort heißt es: „Das iranische Regime hat im Februar 2020 mindestens 23 Menschen hingerichtet.“

Erzwungenes Geständnis und Folter

Der HRM des Iran bezieht sich im übrigen auf die in den iranischen Gefängnissen andauernde Folter – als Methode des Regimes, Geständnisse von Häftlingen zu erzwingen.

Der HRM bezieht sich auf den Fall von Frau Niloufar Bayani – einer für die Umwelt engagierten Frau, die derzeit im Iran eine zehnjährige Strafe verbüßt. „Niloufar Bayanai hat in einem Brief von Februar 2020 die Verhöre beschrieben. Sie schreibt: Die Agenten zwangen sie, ‚das Schreien wilder Tiere nachzuahmen‘. Außerdem enthüllte Frau Bayani, die vernehmenden Beamten hätten sie beständig sexuell bedroht, ihr Bilder von Folterwerkzeugen gezeigt, sie gezwungen, stundenlang Beschreibungen anderer ‚Foltern und Hinrichtungen anzuhören und vorgegeben, sie würden ihr eine Spritze geben, die zu Lähmung oder gar zum Tode führen könnte.‘“

 

Den vollständigen Bericht erreichen Sie durch einen Klick hier.