Sunday, April 5, 2020
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Internationales Panel mit Meinungsäußerungen zur Coronavirus Epidemie im Iran

Namhafte Ärzte äußern sich zur Coronavirus Epidemie im Iran—15. März 2020
Mehr als 20 Ärzte und Spezialisten für Medizin aus sieben Ländern in drei Kontinenten haben sich am Sonntag, dem 15. März, an einer besonderen Internetkonferenz beteiligt, in der es um die Pandemie Krise im Iran und um die Reaktion ging, die beim Mullah Regime zu sehen ist, das die iranische Bevölkerung wehrlos sich selbst überlassen hat.

Die Experten machten sich Gedanken über das Maß des Coronavirus Ausbruchs im Iran, die Reaktion des Regimes auf die Situation und die Lösung für die grundlegenden Probleme der Bevölkerung.

Das internationale Panel von Experten der Medizin und der öffentlichen Gesundheit befasst sich mit Reaktionen auf das Coronavirus im Iran.

 

Dr. Firouz Daneshgari, Professor für urologische Chirurgie in den USA

Dr. Firouz Daneshgari, Leiter der Abteilung für Chirurgie in den Universitätskrankenhäusern des medizinischen Zentrums in Cleveland:

„Wir werden die Politik des iranischen Regimes im Umgang mit der Coronavirus Situation erörtern. Wir wissen, dass der Iran die höchste Zahl an Todesfällen in der Welt hat nach den Berichten aus der Bevölkerung“, kündigte Dr. Firouz Daneshgari an, ein Professor für urologische Chirurgie in den USA.

Dr. Omid Sadeghpour, Arzt für öffentliche Gesundheit in Australien

r. Omid Sadeghpour, Arzt für öffentliche Gesundheit in Australien

„Die Politik, die der Iran umgesetzt hat, als die ersten Fälle von COVID-19 im Iran aufgetreten sind, hat jeden im Iran in Gefahr gebracht. Der erste Fall wurde Anfang Februar identifiziert. Jedoch weigerte sich die Regierung, die Pro-Regime Kundgebung am 11. Februar und die Scheinwahlen für das Parlament am 21. Februar abzusagen“, sagt Dr. Omid Sadeghpour, Arzt für öffentliche Gesundheit in Australien.
„Es gibt keinen Zweifel an der Inkompetenz des Regimes. Australien hat Maßnahmen zur Minimierung der Auswirkungen des Virus ergriffen. Es hat jedem, der vom Ausland ins Land kommt, eine Quarantäne auferlegt. Sportveranstaltungen wurden abgesagt. Es wird für Hygiene geworben. Die Regierung hat jedem, der die Hygiene Maßnahmen nicht bezahlen kann, 750 $ 

  den USA—15. März 2020

Dr. Ashraf Zadshir, HIV und Hepatitis Spezialist in den USA—15. März 2020

„In der ganzen Welt haben die Regierungen den Kampf gegen das Coronavirus mit Top Priorität für sich verssehen. Die Gefahr der Ansteckung soll minimal gehalten werden. Im Iran dagegen war die erste Reaktion des Regimes, Informationen zurückzuhalten, zu vertuschen und die Stadt Ghom nicht zu isolieren, der Ground Zero im Iran“, sagt Dr. Ashraf Zadshir, HIV und Hepatitis Spezialist in den USA. „Sie haben auch weiter gemacht mit Transporten und Flügen nach China. Das Missmanagement bei medizinischen Gütern wegen der Korruption der Revolutionsgarden (IRGC) und der Gefolgsleute des [Obersten Führers des iranischen Reimes Ali] Khamenei hat eine dramatisches Zunahme der Ausbreitung des Virus und der Zahl der Todesfälle verursacht“.
„Das einzige, was für dieses Regime zählt, ist der Griff zur Macht. Das Leben der Menschen hat für die Mullahs keinen Wert. Die Bevölkerung im Iran hat den größten Schaden und die meisten Verluste durch Krieg und inländische Probleme erlitten, durch Armut, Arbeitslosigkeit und Krankheit, wie man heute sieht“, betont Dr. Zadshir.

Wo liegt die Lösung?

„Ich glaube, der erste und wichtigste Schritt ist der, das IRGC und die Gefolgsleute von Khamenei aus den Krankenhäusern des Iran zu vertreiben. Medizinische Güter müssen aus dem Zugriff des IRGC genommen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden“, so Dr. Zadshir.
Dr. Zadshir erinnert auch daran, dass die internationale Gemeinschaft und die Gesundheitsorganisationen die Verpflichtung haben, die Bevölkerung und das medizinische Personal im Iran zu unterstützen, das an der Frontlinie im Kampf gegen die COVID-19 Pandemie steht. „Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) muss ganz besonders dem iranischen Volk und den dortigen Krankenschwestern und Ärzten helfen“, sagt sie.

Dr. Michael Lederman, Spezialist für Infektionen in den USA.—15. März 2020

Michael Lederman, Spezialist für Infektionen, USA

„Selbst wenn es keine Auswirkungen auf die Zahl der Fälle hat, wenn man mehrere Monate überblickt, werden die Krankenhäuser in der Lage sein, eine reguläre Versorgung zu leisten. Es gibt viele Arten der Politik, die helfen können“, sagt Dr. Michael Lederman, Spezialist für Infektionen aus den USA. „Wir empfehlen, den Bürgern, sich die Hände zu waschen, sich nicht die Hände zu geben, verdeckt zu husten und soziale Distanz zu wahren, weil das Virus am wahrscheinlichsten durch Tröpfchen beim Husten, Niesen und Atmen übertragen wird“.
„Es ist wichtig, landesweit große Veranstaltungen abzusagen. Es ist absolut wichtig, dass die in der Gesundheitsfürsorge Tätigen geschützt werden“, ergänzt er. „Ich sehe keinen Grund für die Hypothese [eines biologischen Angriffs]. Es ist ein Krankheitserreger, der über einen Zwischenwirt gekommen ist. Er wurde bei früheren Epidemien vorausgesagt… Es ist klar, dass der Umgang mit einer Krise wie dieser die Intervention auf verschiedenen Ebenen erforderlich macht und das erste Ziel sollte sein, die Gesundheit der Bürger zu bewahren. Die Politik des Iran entspricht nicht diesem Ziel“, schließt Dr. Lederman.

Dr. Ali Zahedi in Australien—15. März 2020

Dr. Ali Zahedi, Australien

„Der Präsident des Regimes Hassan Rohani behauptet, dass er nicht an Quarantänen und an die modernen Arten des Umgangs mit dem Virus und an das soziale Distanzieren glaubt. Die Botschaften, die ich aus dem Iran bekomme, sagen mir, dass das auch nicht passiert. Leider hat das Regime die Situation militarisiert. Ich habe keine fortschrittlichen Präventionsmaßnahmen feststellen können“ sagt Dr. Ali Zahedi in Australien.
„Wir kennen das Verhalten des Regimes im Iran. Sie vergleichen Katastrophen mit anderen Katastrophen an anderen Stellen der Welt. Wenn es das tut, bedenkt das Regime nicht, dass das Virus sich ausgebreitet und dass es die Menschen getötet hat, besonders Menschen, die sie als Ungläubige betrachten. Das Regime hat keinen Aktionsplan, um diese Krise zu bewältigen“.

Dr. Saeid Sajadi, Spezialist für Innere Medizin in den USA—15. März 2020

Dr. Saeid Sajadi, Chirurg in den USA

„Allenthalben ist es die jeweilige Regierung, die die aktuellen Zahlen über die Ausbreitung der Epidemie und die Zahl der Todesfälle liefert. Aber der Iran ist ein Spezialfall. Das Regime sieht in der Bevölkerung seinen Hauptfeind. Wie könnte es der Bevölkerung Zahlen liefern? Das Regime fürchtet auch, dass eine genaue Information bei den Bürgern Unruhen erzeugt. Es gab einen Bericht in der staatlichen Tageszeitung Resalat, der besagt, dass wir im Hinblick auf die infizierten Krankenschwestern keine realen Zahlen herausgeben können. Diese Zahlen sind sicherheitsrelevant. Selbst den Krankenhausleitern werden keine Statistiken geliefert. Wie können wir der Zahl trauen, die diese Regierung produziert“, fragt Dr. Saeid Sajadi, Chirurg in den USA.
„Die Hauptsorge dieses Regimes ist sein Überleben. Es geht ihm nicht um den Virus und um Gesundheitsprobleme. Was immer es tut, es dreht sich darum, die Gefahren für sein Überleben zu managen. In diesem Moment muss die Bevölkerung mit zwei Gefahren zurechtkommen. Die eine ist das Regime und die andere ist das Virus. Das Virus verlangt Distanzierung. Aber um mit dem Hauptvirus, dem Regime, fertig zu werden, müssen sie zusammenhalten. Hierfür benötigen sie eine Lösung“, fährt Dr. Sajadi fort.
„Das iranische Regime versucht, bestimmte Institutionen mit der Unterdrückung der Menschen zu beauftragen. Indem sie das Virus verbreiten, versuchen sie, den Menschen Furcht einzuflößen und sie zu veranlassen, Distanz zueinander zu steigern und Furcht auszubreiten“, schließt er.

Dr. Nariman Ardalan, Epidemiologe in Italien—15.März 2020

Dr. Nariman Ardalan, Epidemiologe, Italien

„In allen Ländern der Welt bekommen die Spezialisten die Verantwortung. Dass das Regime einem Befehlshabe des IRGC eine solche Macht übertragen hat, bedeutet nur, dass sie den Iran und jede Stadt kontrollieren wollen. Dies ist eine soziale und nationale Krise“ sagt Dr. Nariman Ardalan, Epidemiologe in Italien.
„Das Regime weiß, dass der Zorn der Bevölkerung eines Tages explodieren wird und sie werden die Amtsträger zur Rechenschaft ziehen. Deshalb hat das Regime ein martialisches Gesetz erlassen und militärische Kräfte in die Straßen einer jeden Stadt geschickt“, erläutert Dr. Nariman. „Der Tatbestand, dass das Militär mit der Kontrolle der Situation beauftragt worden ist, zeigt, dass das Regime nur auf sein eigenes Überleben aus ist“.

Dr. Siamak Baba Ahmadi, Kardiologe in Deutschland—15.März 2020
„Wenn man sich die Zahl der Todesfälle durch dieses Virus ansieht, erkennt man, dass das Regime eine Menge an Ressourcen benutzt, um biologische Waffen zu entwickeln. Das Regime wird seine Ressourcen nicht dafür verwenden, das System der Gesundheitsfürsorge zu stärken“, meint Dr. Siamak Baba Ahmadi, ein Kardiologe in Deutschland.
Am Ende der Internet Konferenz diskutierten die Experten über einen gemeinsamen Brief, den 100 Ärzte unterschrieben haben und der an den Direktor der WHO geschickt wurde. Der Brief wurde auch in einer Informationsveranstaltung erwähnt, die in der Association of Accredited Correspondents at the United Nations (ACANU) [Assoziation der bei den Vereinten Nationen akkreditierten Korrespondenten] am 12. März 2020 abgehalten wurde.
„Wir streben nach internationaler Unterstützung dafür, dass die Aufmerksamkeit der Weltgesundheitsorganisation und anderer verantwortlicher Organisationen darauf gelenkt wird. Was im Iran passiert ist nahezu ein Genozid. Das Regime hat alle seine Einrichtungen seinen eigenen offiziellen Vertretern und den Streitkräften zur Verfügung gestellt“, erklärte Dr. Daneshgari.
„Unsere Gruppe von Ärzten hat im Iran und anderswo eine wichtige Rolle zu spielen. Dies ist eine der kritischsten Situationen für die Medizin im Iran und in der ganzen Welt“, ergänzte er.