Friday, July 3, 2020
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Irakisches Volk boykottiert im Iran hergestellte Waren

In einer großen sozialen Kampagne riefen Iraker dazu auf, im Iran hergestellt Waren zu boykottieren ,die es auf dem irakischen Markt gibt.

Der Hashtag „Lasst es verrotten (Let it rot)“ ging in den sozialen Medien viral. In ihm werden Iraker aufgerufen, alles zu boykottieren, was das Label „Made in Iran“ trägt.

Irakische Aktivisten twitterten, dass die Kampagne zum Ziel hat, wirtschaftliche Sanktionen gegen Teheran zu verhängen und den wirtschaftlichen Druck so lange zu erhöhen, bis der Iran seine Intervention im Irak zurück zieht.

Weiter wurde geschrieben, dass es auch ein Ziel ist, damit die eigene Wirtschaft wieder voran zu treiben, die im Irak in Scherben liegt.

Die Volksaufstände im Irak zeigen eine sehr große und sehr wütende Opposition gegen die Einmischungen des iranischen Regimes im Irak. Bei den Demonstrationen in mehreren Städten wie Bagdad, Karbala, Najaf und Basra riefen die Demonstranten explizite Slogans gegen Ali Khamenei und Quassem Soleimani, den Kommandeur der Revolutionsgarden (IRGC) und der noch mehr verhassten Qods Truppen.

Die wütenden Demonstranten rissen die Flaggen der Mullahs sowie Bilder von Khamenei und Soleimani herunter und setzten sie in Brand. In den letzten Tagen gab es weitere Nachrichten über die direkte Einflußnahme des iranischen Regimes und seines Personals sowie von Teilen der Truppen von Soleimani bei der Unterdrückung der Anti – Regierungsproteste im Irak.

In den letzten Jahren wurde der irakische Markt von Produkten der Nachbarländer überschwemmt. Die iranischen Güter sind zwar wegen ihrer niedrigen Preise beliebt, aber sie sind auch von einer schlechten Qualität.

Laut der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim, die zu den berüchtigten IRGC Quds Truppen gehört, wurden zwischen März 2018-2019 Waren im Wert von neun Milliarden Dollar aus dem Iran in den Irak exportiert. Zu den Produkten zählen Autos, Plastikwaren, Baumaterial und Obst sowie Milchprodukte.

Laut den Zahlen der Vereinten Nationen waren in 2017 bei den Exporten aus dem Iran in den Irak 20% Plastikprodukte, 8% Lebensmittel und 6% Obstprodukte.

Die „Lasst es verrotten“ Kampagne kommt inmitten des öffentlichen Ärgers über die iranischen Interventionen im Irak und der steigenden Einmischung von Milizen, die von Teheran unterstützt werden und welche versuchen, eine Volksbewegung zu unterdrücken, die jeden Tag stärker wird.

Die User schrieben auf dem sozialen Netzwerk: „Kauft keine iranischen Güter. Lasst uns dem Iran auf diesem Weg die rote Karte senden.“ Der Irak importiert die meisten Güter aus dem Iran.