Sunday, October 25, 2020
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Iran: 1000 Arbeiter versammelten sich vor Ahmadinejad’s Büro

Kiyan-Tire workers protesting in the factory last summerNWRI- Mehr als 1000 verärgerte Arbeiter der Kiyan Reifenfabrik versammelten sich am Montag vor dem Büro von Mahmoud Ahmadinejad, um ihren Protest gegen ihre seit sieben Monaten ausbleibenden Lohnzahlungen zu zeigen.

 Die Protestanten riefen Anti-Regierungs-Slogans wie:” Die Arbeiter sind bereit sich zum Aufstand. Das ist eure letzte Chance.“

Seit den frühen Morgenstunden umzingelten die Arbeiter das Büro und trugen Plakate mit den Aufschriften “Ist da irgendjemand, der uns hilft?“ oder „wir können unsere Kinder nicht ernähren!“ vor sich her.

Fast 7000 Familien der streikenden Arbeiter sind in einem wirtschaftlichen Desaster und der Winter steht im Iran vor der Tür.

Rund 1200 Arbeiter gingen am 12. April zum ersten Mal auf die Strasse, worauf hin das handverlesene Management die SSF rief, um die Demonstration aufzulösen. Bei dieser Aktion wurde eine geraume Anzahl von Arbeitern verhaftet.

Das inhumane Mullahregime hatte Angst vor der Ausdehnung der Bewegung und schickte Hunderte von SSF Polizisten, um die Streikenden zu vertreiben. Dennoch lieferten sich Anwohner der Region und jugendliche Straßenschlachten mit den SSF Einheiten, um die Streikenden zu unterstützen. Sie warfen Steine und Stöcke auf die Sicherheitskräfte.

Es handelt sich um einen der längsten Streiks der Arbeiter in der Geschichte des Landes. Die Kiyan Reifenfabrik ist nur ein Brennpunkt. Die 5000 Zuckerrohrfabrikarbeiter in der südwestlichen Stadt Shoosh streiken ebenfalls immer noch seit dem letzten Jahr wegen unbezahlter Löhne.  

Allein im August gingen beinahe 140 Werkstätten und Fabriken wegen unbezahlter Löhne in den Streik. Fabriken wie die Haft Tapeh Zuckerrohrfabrik und die Iran Khodro Automobilwerke sind nur einige der größten Fabriken mit Zehntausenden von Arbeitern.