Wednesday, December 2, 2020
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Iran: Die katastrophalen und inhumanen Bedingungen von politischen Gefangenen im Sheyban Gefängnis in Ahvaz

Sheiban Gefängnis in Ahvaz, Iran

Prisoners starving in the Greater Tehran Prison
Gefangene hungern im Großraum Teheran Gefängnis
A Call for measures to save the lives of prisoners and for an international inquiry mission to visit Iranian prisons
Aufruf zu Maßnahmen zum Retten der Leben der Gefangenen und einer internationalen Untersuchungskommission zum Besuch der iranischen Gefangenen
Der Gesundheitszustand mehrerer politischer Gefangener im Sheyban Gefängnis in Ahvaz ist alarmierend. Der Zugang der Gefangenen zu Lebensmitteln ist schwierig und der Gefängnisladen, welcher die einzige Lebensmittelquelle für die Gefangenen ist, wurde geschlossen.
Die beiden Ohren des politischen Gefangenen Gholam Hossein Kalbi sind bereits seit langer Zeit entzündet und er hat auf einem Ohr seine Hörfähigkeit verloren. Kalbi befindet sich zur Zeit in Zelle 7 des Gefängnisses, wo auch Kriminelle und Drogenabhängige inhaftiert sind und er hat dort nicht einmal minimalste medizinische Versorgung.
Ein weiterer politischer Gefangener ist Massoud Massoudi. Er wurde bei der Rebellion im März 2020 im Sheyban Gefängnis angeschossen und verwundet. Er ist in einem kritischen Zustand, weil sich seine Wunden entzündet haben.
Ayub Porkar, ein politischer Gefangener, der einen Herzinfarkt hatte, ist ebenfalls in einem schlechten Zustand und auch er erhält keine medizinische Hilfe. Er kann das Essen im Gefängnis nicht zu sich nehmen und weil der Gefängnisladen geschlossen ist, hat er keinen anderen Weg, um an notwendige Lebensmittel zu gelangen.
Vier politische Gefangene befinden sich vor ihrer Hinrichtung, darunter Ali Khosraji und Hossein Silavi, die für drei Wochen in Einzelhaft verlegt und dort gefoltert und unter Druck gesetzt wurden. Die Situation dieser Gefangenen, die auch keine Familienbesuche mehr erhalten dürfen, ist unklar und ihre Familien sind in großer Sorge.
Laut Berichten gibt es bei den Gefangenen im Großraum Teheran Gefängnis (Fashafouyeh) schwere Versorgungsproblem mit Lebensmitteln und die Gefangenen hungern. Im besten Fall bekommt ein Gefangener am Tag 10 – 12 Löffel Reis. Die Gefangenen müssen die fehlenden Lebensmittel mit ihren eigenen finanziellen Mitteln ausgleichen.
Auch die Wasserversorgung im Gefängnis ist katastrophal und die Gefangenen müssen Wasser kaufen und dabei 30.000 Rials pro Flasche zahlen. Die meisten Gefangenen waren die Versorger ihrer Familie und nun leben nicht nur ihre Familien ohne Einkommen, sondern die Gefangenen müssen auch noch Wasser und Lebensmittel kaufen.
Der iranische Widerstand fordert den UN Generalsekretär, den UN Hochkommissar für Menschenrechte, den UN Menschenrechtsrat und die relevanten UN Sonderberichterstatter und Menschenrechtsorganisationen auf, notwendige Maßnahmen einzuleiten, um das Leben dieser Gefangenen schnellstmöglich zu retten und für ein Ende der fortgesetzten Folter und Mißhandlung zu sorgen. Der iranische Widerstand unterstreicht noch einmal den Aufruf von Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), zur Entsendung einer internationalen Untersuchungskommission in den Iran, damit sie dort die iranischen Gefängnisse und die Gefangenen besucht, vor allem die politischen Gefangenen.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
16. Oktober 2020