Wednesday, December 8, 2021
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Iran: Konferenz von Duzenden Überlebenden und Augenzeugen der Verbrechen von Ebrahim Raisi während des Massakers von 1988

Die Konferenz in Stockholm (Schweden) wurde von einer großen Zahl von Augenzeugen und Überlebenden besucht

Aufruf zu Anklage und Prozess von Raisi

Maryam Rajavi:
• Call on the international community to recognize the massacre of 1988 as genocide and a crime against humanity, refer this case to the UN Security Council, and hold Khamenei and Raisi and other perpetrators of this massacre accountable.

• Aufruf an die internationale Gemeinschaft zur Anerkennung des Massakers von 1988 als Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Debatte vor dem UN Sicherheitsrat und Anklage von Khamenei, Raisi und anderen Verantwortlichen des Massakers
Witnesses and survivors of the 1988 Massacre:
Augenzeugen und Überlebende des Massakers von 1988:
• We witnessed Ebrahim Raisi sending thousands of prisoners to the gallows. We saw trucks carrying the bodies of the victims at night. It is a disgrace to contemporary humanity for Raisi to address the UN General Assembly.
• Wir haben gesehen, wie Raisi Tausende Gefangene an die Galgen schickte. Wir sahen Lastwagen, die in der Nacht beladen mit Leichen das Gelände verließen. Es ist eine Missachtung der Menschlichkeit, wenn Raisi vor der UN Vollversammlung reden darf.
• We witnessed how the men and women of the MEK did not surrender to executioners like Raisi, insisted on their political positions, and proudly welcomed death. We live only in the hope that we will continue their path in support of the Mujahedin-e Khalq and in bringing the perpetrators to justice.
• Wir haben gesehen, wie Männer und Frauen der MEK von Hinrichtern wie Raisi getötet wurden, weil sie bei ihren politischen Ansichten blieben und stolz in den Tod gingen. Wir leben in der Hoffnung, dass wir ihren Weg mit der Unterstützung der Mujahedin-e Khalq fortsetzen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen

Am 21. September 2021 fand zeitgleich mit der Rede von Ebrahim Raisi vor der 76. UN Vollversammlung eine Konferenz in Stockholm (Schweden) statt, bei der eine große Anzahl von Augenzeugen und Überlebenden sowie Verwandten der Opfer des Massakers von 1988 an 30.000 politischen Gefangenen teilnahmen. Sie riefen die internationale Gemeinschaft auf, die Verantwortlichen für diesen Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Verantwortung zu ziehen.
Die schwedischen Abgeordneten Ingmar Kihlström, Magnus Oscarsson und Kjell Arne Ottosson nahmen ebenfalls an der Konferenz teil. Sie betonten die Notwendigkeit der Anklage der Verantwortlichen des Massakers von 1988, allen voran Ebrahim Raisi.
In einer Videobotschaft zur Konferenz sagte Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI): Raisi muss angeklagt und für seine Hinrichtungen und Folterungen von Gefangenen verurteilt werden. Doch stattdessen steht er auf dem Podium und spricht bei der UN Vollversammlung. Wie kann die internationale Gemeinschaft eine solche Missachtung tolerieren und nicht protestieren?
Sie erinnerte an die Anstrengungen des Regimes, dieses gewaltige Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Genozid im Sommer 1988 zu vertuschen. Sie sagte: Chomeini hat sich bei der großartigen Arbeit der MEK und des iranischen Widerstandes vertan. In den ersten Wochen des Massakers schickte Massoud Rajavi, der Anführer des iranischen Widerstandes, mehrere Communiqués, Interviews und Telegramme an den UN Generalsekretär und erklärte:“ Chomeini hat eine Fatwa in eigener Handschrift verfasst, welche die Hinrichtung aller politischen Gefangenen der MEK anweist.“
Am 23. September 1988 schickte er eine Liste mit 1000 Opfern des Massakers an die relevanten UN Gremien. Seit die PMOI und der iranische Widerstand eine große globale Kampagne gestartet haben, haben sie die internationale Gemeinschaft aufgefordert, das Massaker zu verurteilen. Die Call-for-Justice (Aufruf zur Gerechtigkeit) Bewegung wird von 1000 früheren politischen Gefangenen der PMOI in Ashraf-3 und Tausenden früheren politischen Gefangenen, welche die MEK im Iran und in aller Welt unterstützt haben, mitgetragen. Diese einzigartige Versammlung von noblen Menschen, die nicht aufgegeben haben und standhaft blieben, zeigt das ruhelose Gewissen der iranischen Gesellschaft. Sie werden so lange weiter machen, bis Gerechtigkeit erfolgt und das Regime gestürzt wurde.
Message to the meeting of witnesses of Raisi’s crimes in the 1988 massacre, UN urged to investigate
Nachricht zum Treffen von Augenzeugen über die Verbrechen von Raisi beim Massaker von 1988, Aufforderung an die UN zur Untersuchung

Frau Rajavi betonte: Weder eine Truppe von Kannibalen noch die Eskalation der Unterdrückung und der Kriegszustand und auch nicht die Entwicklung von Kernwaffen werden das Regime vor seinem Sturz retten. Sie ergänzte: Wir rufen die Welt auf, die brutale und systematische Verletzung der Menschenrechte im Iran zu verurteilen. Die Fortsetzung politischer und wirtschaftlicher Verbindungen mit diesem Regime muss an eine Verbesserung der Menschenrechte und dem Ende von Folter und Hinrichtungen im Iran gekoppelt sein. Wir fordern die internationale Gemeinschaft, Schweden und die EU auf, das Massaker an politischen Gefangenen als Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuerkennen. Wir rufen zu notwendigen Schritten wie einer Debatte vor dem UN Sicherheitsrat und einem Ende der Straffreiheit auf. Diejenigen, die dieses Verbrechen begangen haben, müssen zur Rechenschaft gezogen werden, allen voran Ebrahim Raisi.
19 Gefangene, die das Massaker von 1988 überlebt haben, sowie Duzende Angehörige der Opfer nahmen an der Konferenz teil. Mehrere Augenzeugen teilten ihre Erinnerungen an das Massaker und deckten dabei verschiedene Aspekte ab. Sie alle betonten: Das Massaker von 1988 ist ein klares Beispiel eines Genozids und eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit, die auf der Fatwa von Chomeini basierte. 30.000 politische Gefangene starben, 90% von ihnen waren Mitglieder und Unterstützer der Mujahedin-e Khalq (MEK/PMOI). Wir haben Hinrichtungen von Tausenden Freunden und Kameraden in Evin, Gohardasht und anderen Gefängnissen erlebt. Die meisten von uns haben Raisi als Mitglied eines „Todeskomitees“ in Evin und Gohardasht erkannt. Viele unserer Freunde musste die Hinrichtungen von vielen MEK Unterstützern und Mitgliedern durch Raisi in Karaj und Hamedan erleben. Dass heute dieser Kriminelle vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen reden kann, ist eine Missachtung der Menschlichkeit.
Sie betonten ebenfalls: Wir haben erlebt, wie die Revolutionsgarden Schubkarren voll mit Seilen in ein Lagerhaus brachten, um es in ein Schlachthaus zu verwandeln und wie sie später in den Schubkarren die Sandalen unserer hingerichteten Freunde wieder heraus fuhren. Wir haben beobachtet, wie in der Nacht ihre Leichen in nicht markierten Massengräbern verscharrt wurden. Wir sahen, wie Raisi und seine Komplizen keine Gnade zeigten und selbst Behinderte, Menschen mit Epilepsie und Gelähmte an die Galgen schickten. Wir haben einen Teil dieser Verbrechen im Gohardasht Gefängnis auch in dem Prozess in Stockholm dokumentiert. Dennoch sind viele Dinge, die in diesem Gefängnis geschehen sind sowie die Namen vieler Opfer nicht bekannt. Ein paar Kilometer entfernt, im Evin Gefängnis, war die Zahl der Opfer des Massakers von 1988 mehrfach höher. Evin war nach dem 20. Juni 1981 mit 10.000 – 15.000 Gefangenen belegt. In anderen Provinzen hatte die Katastrophe noch größere Ausmaße. In manchen Städten überlebte nicht eine Person, ergänzten die Augenzeugen.
Die Augenzeugen betonten weiterhin: Wir haben gesehen, wie Männer und Frauen der MEK sich nicht solchen Hinrichtern wie Raisi ergeben haben und standhaft bei ihren politischen Ansichten blieben und stolz in den Tod gingen. Es war ein Test für die Generation der Mujahedin-e Khalq, welche die Lektion der Wahrheit und des Opfers von Massoud Rajavi (Anführer des Widerstandes) gelernt haben. Sie haben stolz diesen Test überstanden. 33 Jahre nach diesem epischen Akt des Widerstandes sind wir noch entschlossener, den Weg der Unterstützung der MEK fortzusetzen. Wir sind gekommen, um der internationalen Gemeinschaft zu sagen, dass genug Stille und Inaktivität geherrscht hat und dass nun die Zeit gekommen ist, die Straffreiheit dieser Kriminellen zu beenden. Inaktivität ermutigt dieses Regimes nur, seine Verbrechen fortzusetzen. Wir rufen zu einer unabhängigen UN Untersuchung, Anklage und Prozess gegen die Verantwortlichen dieses Massakers auf. Ebrahim Raisi und Ali Khamenei sind hier an erster Stelle zu nennen. Wir werden diese Kampagne so lange fortsetzen, bis die Gerechtigkeit siegt.
Zur gleichen Zeit der Konferenz in Schweden protestierten Iraner in New York, Paris, London, Berlin, Rom, Vancouver, Den Haag, Brüssel, Köln, Genf, Bukarest und Göteborg gegen die Rede von Raisi vor der UN Vollversammlung.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
21. September 2021