Wednesday, September 22, 2021
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Iran-Kundgebung in Berlin gegenüber dem Bundeskanzleramt gegen Amtsantritt von Raisi, Di. 03. August, ab 10 Uhr


• Weltweite Iran-Demonstrationen: Ebrahim Raisi muss wegen Verbrechen gegen Menschlichkeit zur Rechenschaft gezogen werden – Mehrere Hundert demonstrieren in Berlin
• Solidarität mit der neuen Welle von Protesten gegen das Regime im ganzen Iran / Viele Tote und Verletzte – Hunderte Demonstranten inhaftiert und misshandelt – Revolutionsgarde droht mit mehr Gewalt / Deutschland und EU sollen intervenieren
Am 3. August wird Ebrahim Raisi offiziell vom religiösen Diktator Khamenei zum nächsten Präsident des iranischen Regimes ernannt, während Bürgerproteste das Land, insbesondere in der südlichen Provinz Khuzestan, erschüttert haben.
Unterstützer des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) veranstalten Protestkundgebungen in 15 Städten auf der ganzen Welt, um den Machtsantritt des neuen Mullah-Präsidenten anzuprangern und ihre Solidarität mit den Bürgerprotesten auszudrücken. Raisi war 1988 ein wichtiges Mitglied der Teheraner „Todeskommission“, die Tausende politischer Gefangener an den Galgen schickte.
Weniger als 10 % der Wahlberechtigten nahmen an der Präsidentenwahl-Farce (18. Juni 2021) teil, nachdem der iranische Widerstand zum Boykott aufgerufen hatte und damit deutlich gemacht hatte, dass das iranische Volk dieses Regime stürzen will.
Kundgebungen und Märsche würden am 3. August in mindestens 15 Städten wie Berlin, London, Washington D.C., Stockholm, Oslo, Paris, Rom, Den Haag, Brüssel, Wien, Bern, Ottawa, Toronto, Montreal, Kopenhagen stattfinden. Die Teilnehmer werden eine strafrechtliche Verfolgung von Ebrahim Raisi fordern. Sie werden auch die internationale Gemeinschaft auffordern, sich nicht mit einem Regime zusammenzutun, dessen Präsident an Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt war.
Dutzende Überlebende des Massakers von 1988 im Iran (ehem. politische Gefangene) sowie Angehörige von Opfern werden dort ihre Forderungen an die Bundesregierung aussprechen.


In Berlin findet die Kundgebung mit mehreren hundert Teilnehmern vor dem Bundeskanzleramt statt.
Hintergrund zu den Iran-Protesten
• Am Montag, 26. Juli, brach in der iranischen Hauptstadt ein neuer Protest aus, mit Parolen wie „Tod dem Diktator“ und „Khamenei, Schande! Lass das Land los!“ – eine direkte Herausforderung für den Obersten Führer des Regimes.
• Der Umzug folgte auf Proteste, die vor 15 Tagen in der Provinz Khuzestan (Südwest-Iran) wegen schwerer Wasserknappheit begannen, sich aber jetzt in wütende Rufe nach einem Regimewechsel verwandelt haben. In vielen Teilen des Iran hat das Regime das Internet abgeschaltet, um die Verbreitung von Informationen zu blockieren.
• Amnesty International teilte in einem Bericht vom Freitag mit, dass Sicherheitskräfte seit Beginn der Proteste mindestens acht Demonstranten getötet haben, darunter einen Teenager.
• Der Nationale Widerstandsrat des Iran (NWRI) bestätigte weitere Tötungen und bezifferte die jüngste Zahl der Todesopfer auf 12.

Einige Szenen der jüngsten Bürgerproteste: