Tuesday, October 26, 2021
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Iran: Lehrer protestieren vor dem Majlis

NWRI- Viele Teilzeitbeschäftigte Lehrer versammelten sich am Sonntag vor dem Parlament der Mullahs (Majlis), um gegen die zu niedrigen Zahlungen in zwei Provinzen des Landes zu protestieren.

Lehrer aus der westlichen Provinz von Lorestan und der zentralen Provinz von Yazd protestierten, während sie Plakate trugen, auf denen stand: “Ein Land mit Schätzen und Lehrern lebt unter der Armutsgrenze.”

“Wir verdienen kaum 20.000 – 30.000 Tomons (kaum 20-30 $) im Monat”, sagte ein Lehrer in der Menge.

Ein anderer Teilnehmer sagte, dass nur sehr wenige von uns 70.000 Tomons (70$) im Monat bekommen. Seit 9 Jahren kämpfen nun schon die Teilzeitlehrer mit den Mullahs, dass sie als staatliche Vollzeitlehrer eingestellt werden.

Die Vollzeitlehrer befinden sich ebenfalls in keiner guten Lage. Im Kampf mit den steigenden Kosten der Grundgüter haben sie eine höhere Ausgabenlast. Die Mullahregierung lehnt es ab, auf ihre Forderungen einzugehen.

Das Problem der Bezahlung der Lehrer ist zu jedem Schuljahr ein neues Problem. Dennoch schenken die Schulbehörden der Mullahs den Bedürfnissen der Lehrer keinerlei Beachtung und unterdrücken sie stattdessen.

Im Februar 2007 waren die Strassen gesäumt mit 15000 Lehrern, die zum Majlis zogen, um schon damals für eine Gehaltsanpassung im Zuge der extremen Inflation zu protestieren, damit sie ihre Familien versorgen können. Mit den niedrigen Bezahlungen sind kaum die einfachsten Lebenshaltungskosten zu erfüllen.

Unter dem Mullahregime ist die auf Öl basierende Wirtschaft in ein fundamentales Ungleichgewicht geraten. Die offizielle Inflationsrate liegt bei 30% und es gibt eine doppelt so hohe Arbeitslosenquote. Hunderte von Protesten, Sitzstreiks und Streiks bei Handelsbetrieben, Lehrern und anderen beweisen ohne jeden Zweifel, dass die wirtschaftlichen Probleme gravierend sind.