Saturday, June 25, 2022
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Iran: Union fordert mehr internationalen Druck auf Teheran

ImageAssociated Press, Frankfurt/Main, Montag 31. Oktober – Die Union fordert wegen der israelfeindlichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad mehr internationalen Druck auf Teheran. Der Iran-Experte der Unionsfraktion, Ruprecht Polenz, sagte am Montag im RBB Inforadio, Europa müsse sich dazu mit den USA absprechen. Wenn Iran den Nahost-Friedensprozess störe, könne es keine Entwicklungshilfe geben. «Es kann niemand Partner Deutschlands sein, der Israel aggressiv angeht», betonte der CDU-Politiker.

Die Kirchen in Deutschland erklärten, Christen aller Konfessionen könnten «nur mit Empörung und Abscheu» auf die Äußerungen Ahmadinedschads reagieren. Die evangelische wie auch die katholische Kirche fühlten sich mit Israel wie auch den Palästinensern verbunden und hofften auf einen erfolgreichen Weg in die Zweistaatlichkeit, der nicht durch politische Provokationen behindert werden dürfe, erklärten der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, und der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, in einer gemeinsamen Presseerklärung.
Ahmadinedschad hatte öffentlich gefordert, Israel müsse von der Landkarte getilgt werden….
Rund 50 Demonstranten protestierten am Montagabend in Hamburg gegen die Äußerungen Ahmadinedschads. Vor dem iranischen Generalkonsulat schwenkten sie israelische und US-Fahnen. Auf einem Plakat stand: «Keine Atommacht Iran». Auch in Berlin fand nach Angaben der dortigen iranischen Gesellschaft eine Mahnwache vor dem Auswärtigen Amt statt.