Monday, August 2, 2021
StartNachrichtenMenschenrechteIranische Cyberarmee weist Truppen an, Fake News zum Aufstand in Sistan und...

Iranische Cyberarmee weist Truppen an, Fake News zum Aufstand in Sistan und Belutschistan zu verbreiten


Nach dem Aufstand in Saravan (Provinz Sistan und Belutschistan, Südostiran) hat die Polizeiabteilung für Cybersicherheit im Regime seine Cyberarmee angewiesen, falsche Narrative darüber zu verbreiten, was bei dem eine Woche lang andauernden Aufstand passiert ist. Während Videos im Internet kursieren, die zeigen, wie Truppen des Regimes Demonstranten töten, versucht das Regime, den Aufstand zu tarnen und die Wahrheit darüber zu vertuschen, damit weitere Proteste im Iran unterbunden werden.

Instruktionen an die Cyberarmee des iranischen Regimes

„Aufgrund des hohen Aufkommens von Fake News und Inhalten, welche die Realität bei den Vorfällen in Saravan falsch darstellen und bewaffnete Banden unter dem Vorwand der Unterstützung von Fake – Opfern an der Grenze in Saravan (Grenze zu Pakistan) von oppositionellen Gruppen unterstützt werden, ist das Hauptziel dieser Gruppen (Regimewandel) als ein grausamer Akt laut dieser Instruktion darzustellen“, heißt es in der Anweisung an die Cyberarmee des Regimes. Weitere Instruktionen sind:“ 1. Verbreitung des Narratives, dass es keine Proteste in Sistan und Belutschistan gab und dass der Inhalt der Oppositionsgruppen Fake ist und das Ziel hat, den Frieden und die Sicherheit der Provinz und des Landes zu gefährden. 2. Auf Twitter soll verbreitet werden, dass es Differenzen zwischen den Mobs und den Bürgern in Belutschistan gibt und dass wir die Baluchen nicht im Stich lassen. 3. Breite Veröffentlichung von Geschichten und Postern über die Vorfälle in Sistan und Belutschistan 4. Keine Retweets oder Following von Accounts von Dissidenten, die Gerüchte verbreiten.“

Die Proteste begannen am 22. Februar, nachdem Revolutionsgardisten (IRGC) das Feuer auf eine Gruppe verarmter Treibstoff – Grenzhändler eröffnet hatten, bei denen Duzende getötet und verletzt wurden. Die Proteste verbreiteten sich in Sistan und Belutschistan, wo wütende Menschen Basen der IRGC stürmten. Während der Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften wurden 40 unbewaffnete Demonstranten erschossen.

Aus Angst vor der Enthüllungskampagne des iranischen Widerstandes bezüglich der Verbrechen und der Stimmen der verarmten Bürgen von Sistan und Belutschistan sowie einer landesweiten Solidaritätskampagne mit den revoltierenden Bürgern von Belutschistan versucht das Regime nun, das Bild des Aufstandes zu ruinieren.

Die Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) hatten Videos verbreitet, wie die IRGC schutzlose Bürger in Belutschistan tötet. Unterstützer der MEK und Widerstandeinheiten im Iran schickten mehreren Nachrichten über den Aufstand in Sistan und Belutschistan. Zeitgleich hielten Unterstützer der MEK im Ausland mehrere Kundgebungen ab, um die Stimmen der Landsleute in alle Welt zu verbreiten.

„Zeitgleich mit den Ereignissen in Saravan wurden die Hashtags „Saravan“, „Saravan ist nicht alleine“ und „Blutiges Saravan“ von Twitter Usern geteilt. Es wurden auch Hashtags von Anführern der MEK und Botschaften in persischer Sprache verteilt, um in ihrem Namen falsche Informationen zu verbreiten“, schrieb am Samstag das Magazin Sobh Sadegh, das offizielle Medium eines politischen Stellvertreters der IRGC, und ergänzte:

„Die falschen Statistiken über die Todeszahlen von 10 bis 40 Menschen und die Bekanntgabe, dass dafür das Militär und die Regierungsinstitutionen verantwortlich sind, versuchen die Ereignisse von Saravan mit denen vom November 2019 (Aufstand) in Verbindung zu bringen. Die MEK versucht, diese Proteste auch in andere Teile des Landes zu tragen und die IRGC als den wirtschaftlichen Rivalen der Belutschen darzustellen. Dies ist nur ein Aspekt der Aktionen der MEK während der Saravan Ereignisse.“


Am Dienstag schrieb die staatliche Boultan News:
„Die MEK schließt daraus, dass sie mit ihrem steigenden Einfluss auf Instagram mit anderen Instagram Influenzern zusammenarbeiten kann, um ihre Ziele zu erreichen. Mehr als 2000 Mitglieder der MEK in Albanien versuchen, Gerüchte und Fake News in den Iran zu pumpen.“